Schaafs operiertes Knie bereitet Sorgen

Kapitän spielt derzeit mit Bandage und Schmerzmitteln

05. April 2018, 09:00 Uhr

Patrick Schaaf (links, hier im Zwekampf mit Fliedens Christian Bohl) hat seit der Partie gegen die Buchonia Knieprobleme. Foto: Charlie Rolff

Nach der überraschenden 0:1-Niederlage in Ederbergland will der TSV Lehnerz am Samstag (15 Uhr) gegen den SV Rot-Weiß Hadamar in die Erfolgsspur zurückkehren. Die Augen dürften dabei vor allem auf den angeschlagenen Kapitän Patrick Schaaf gerichtet sein.

Bereits die Auswechslung in der 78. Minute am Gründonnerstag gegen den SV Flieden sorgte für Verwunderung, als Schaaf das zweite Mal in dieser Saison das Feld vorzeitig verlassen hatte. Bislang ging der Leader lediglich am ersten Spieltag gegen den SV Steinbach (1:1) vom Feld – und das war bei seinem Comeback nach Kreuzbandriss eine reine Vorsichtsmaßnahme. Nun macht jedoch erneut das operierte rechte Knie Probleme.

„Es war eine reine Vorsichtsmaßnahme. In der ersten Halbzeit habe ich in einem Zweikampf einen Schlag auf das Knie bekommen, seitdem habe ich wieder Probleme“, berichtet Schaaf, der hofft, dass es sich nur um eine muskuläre Geschichte handelt. „Gegen Ederbergland habe ich mit Bandage und Schmerzmitteln gespielt und das Knie hat 90 Minuten gehalten. Wenn ich in dieser Woche trainieren kann, steht einem Einsatz am Wochenende nichts im Wege. Bleiben die Schmerzen aber bestehen, werde ich mich noch einer Untersuchung unterziehen müssen. Ich bin aber guter Dinge, zumal ich bei unser Physioabteilung in sehr guten Händen bin.“

Soweit soll es aber nicht kommen, denn gerade in der heißen Phase der Saison würde ein Ausfall von Schaaf ein herber Rückschlag im Kampf um den Aufstieg in die Regionalliga Südwest bedeuten. „Unser Fokus liegt weiter auf Platz zwei“, hat der 28-Jährige den direkten Aufstieg bereits abgehakt. Besonders ärgerlich war dabei die 0:1-Niederlage am Ostermontag in Ederbergland. „Das Spiel hätten wir nicht verlieren müssen, aber uns haben gerade im letzten Drittel Zielstrebigkeit und Ideen gefehlt. So eine Partie musst du eigentlich zumindest mit einem Unentschieden über die Zeit bringen“, findet Schaaf. Immerhin: Weil Verfolger Alzenau gegen den kommenden Gegner Hadamar in der Nachspielzeit den Ausgleich kassierte, fiel die Niederlage nicht wirklich ins Gewicht.

Gegen Hadamar erwartet Schaaf eine enge Partie. „Hadamar hat eine gestandene Mannschaft, die zahlreichen Spitzenmannschaften das Leben schwer gemacht hat“, weiß Schaaf. Dabei verweist er gerne auf das Hinspiel, als der TSV beim 3:1-Erfolg einen großen Aufwand betreiben musste. „Entscheidend ist für uns, dass wir uns auf die Platzverhältnisse einstellen. Gegen Flieden ist uns das sehr gut gelungen, gegen Ederbergland weniger.“ Denn bei der aktuellen Wetterlage wird an der Richard-Müller-Straße wie schon im Derby wohl auf natürlichem Geläuf gespielt.

Autor: Max Lesser

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