Schafft Darmstadt den Sprung auf Platz eins?

Verbandsliga Süd: Rot-Weiß gastiert in Wald-Michelbach

05. September 2017, 14:43 Uhr

Darmstadts Trainer Dominik Lohrer möchte mit seiner Mannschaft in Wald-Michelbach punkten, um an die Tabellenspitze zu klettern. Foto: Oliver Müller

Am sechsten Spieltag haben in der Verbandsliga Süd alle drei Mannschaften (Vatanspor Bad Homburg, Türk Gücü Friedberg, FV Bad Vilbel), die zuvor vor Darmstadt platziert waren, gepatzt. Für Rot-Weiß bietet sich nun also die Chance im Nachholspiel am Mittwoch Abend in Wald-Michelbach an die Tabellenspitze zu klettern. Ein Unentschieden würde dabei schon reichen, doch auch die Eintracht benötigt dringend Punkte, um aus dem Keller der Tabelle zu gelangen.

Eintracht Wald-Michelbach - Rot-Weiß Darmstadt (Mittwoch, 20 Uhr)

Erklimmt Darmstadt am sechsten Spieltag die Tabellenspitze? Im Nachholspiel haben die Rot-Weißen am Mittwoch in Wald-Michelbach die Chance dazu. Dass die Partie nachgeholt wird und nicht wie gewohnt am Wochenende stattgefunden hatte, hat einen ganz einfachen Grund. In der Heimstättensiedlung in Darmstadt, in der der Verein beheimatet ist, war am zurückliegenden Wochenende Kerb, weshalb die Verantwortlichen um eine Spielverlegung gebeten hatten. Nun wird die Begegnung also unter Flutlicht ausgetragen, was nicht "die optimalen Bedingungen" seien, wie Darmstadts Trainer aufgrund der Anstoßzeit um 20 Uhr erklärte. Trotzdem freuen sich alle Beteiligten auf die Partie: "In den Spiele gegen Wald-Michelbach war schon immer etwas los. Vorletzte Saison haben wir dort zwei Platzverweise kassiert und ich erwarte auch dieses Mal eine kampfbetonte Partie", blickte Dominik Lohrer auf das 2:2-Unentschieden im Jahr 2015 zurück.

Am Ende dieser Spielzeit stiegen die Rot-Weißen dann in die Hessenliga auf und auch in dieser Runde sieht es für die Darmstädter gut aus. Ein Unentschieden bei der Eintracht würde schon reichen, um den Sprung auf Platz eins zu schaffen, da die Konkurrenten aus Bad Homburg, Friedberg und Bad Vilbel am Wochenende allesamt gepatzt hatten. Trotzdem verspürt Lohrer vor der Partie in Wald-Michelbach keinen Druck: "Wir haben uns einen sehr guten Lauf erarbeitet, aber es ist noch zu früh, um eine Prognose abzugeben." Dabei soll die Mannschaft, wie auch schon in den zurückliegenden Wochen mit Selbstvertrauen auftreten und mutig nach vorne spielen. Für diese Aufgabe wird Marvin Deusser nicht zur Verfügung stehen, weil er Gelb-Rot gesperrt ist. Außerdem fällt Mario Barusic (berufliche Gründe) und Martin Schwarz (verletzungsbedingt) aus. Christopher Felter, Stefan Scholz und Ali Mehmet Koyuncu sind derweil noch fraglich.

"Für diese Leistung sind es zu wenig Punkte"

Während sich Darmstadts Coach noch gut an das letzte Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften in Wald-Michelbach erinnern kann, kam sein Gegenüber erst in der Rückrunde als Co-Trainer zur Eintracht. Wie Dominik Lohrer wurde Ralf Ripperger vor der Saison zum Chefcoach, da sich die ehemaligen Trainer beider Vereine für einen Wechsel in der Sommerpause entschieden hatten. Das ist derzeit aber auch die einzige Gemeinsamkeit zwischen Wald-Michelbach und Darmstadt, denn die Eintracht befindet sich aktuell im Tabellenkeller der Verbandsliga Süd. Die Mannschaft von Ripperger musste dabei auch einige Gegentore in der Nachspielzeit hinnehmen, was einige Zähler gekostet hat: "Für die Leistung, die wir erbracht haben, sind es zu wenig Punkte. Deshalb wollen wir uns daran momentan nicht messen, sondern nur auf unsere Leistung schauen."

Gegen den Favoriten aus Darmstadt erwartet Ripperger eine schwierige Partie, in der sich seine Spieler aber nicht vom Gegner einschüchtern lassen sollen. "Wir müssen den Spielverlauf abwarten, aber einen Punkt würden wir schon gerne Zuhause behalten. Wenn es am Ende drei sind umso besser", so Eintrachts Trainer. Aktuell steht Wald-Michelbach mit vier Punkten auf dem drittletzten Tabellenplatz, was neben den knappen Siegen wohl auch an der 2:6-Niederlage in Friedberg gegen Türk Gücü lag. "In Friedberg haben wir auch in der Höhe verdient verloren, weil wir für unsere Fehler bestraft wurden", erinnerte sich Ripperger ungerne zurück. Gegen die Rot-Weißen soll es nun anders laufen, damit sich die Mannschaft für ihren Aufwand belohnen kann. Dabei wird nur Almedin Besic verletzungsbedingt ausfallen. Ansonsten kann das Trainerteam aus den Vollen schöpfen.

Autor: Selina Eckstein

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