Schersadeh beim zweiten "Länderspiel" im Königreich im Kader

Voll hofft auf 500 Zuschauer gegen Afghanistan

22. Juli 2015, 07:00 Uhr

Ob Imal Schersadeh (rechts) zum Einsatz kommt, ist noch unklar. Der Angreifer von Borussia Fulda steht aber auf jeden Fall im Kader. Foto: Charlie Rolff

Wenn Hessenligist SV Buchonia Flieden am Mittwoch (18.30 Uhr) die Nationalmannschaft Afghanistans am Weiher empfängt, dann wird es das zweite "Länderspiel" der Fliedener gegen eine Landesauswahl sein.

Selbst Frank Happ musste lange überlegen, wann Fliedens bislang einziges "Länderspiel" gegen die Nationalmannschaft von Malta stattfand. "Es müsste 2001 gewesen sein, und wir haben vor 700 Zuschauern mit 1:2 verloren. Malta hat damals übrigens, wie Afghanistan jetzt, in Deutschland ein Trainingslager abgehalten", erinnert sich Fliedens Zweiter Vorsitzender.

Speziell für das heutige Freundschaftsspiel wurden im Königreich Einlaufkids aus Frielendorf und Gläserzell organisiert sowie die Nationalflaggen von Afghanistan und Deutschland bestellt. "Volles Programm also. Auch die Hymnen werden gespielt", sagt Happ mit einem Schmunzeln. Zudem wird Borusse Imal Schersadeh im Kader der afghanischen Auswahl stehen, der, wie Voll in einem Gespräch mit Nationaltrainer Slaven Skeledzic erfuhr, einen ordentlichen Eindruck hinterlassen hat. Auch wegen Schersadeh hofft man in Flieden auf eine stattliche Kulisse.

"Die Einlaufkinder aus der Nähe von Fritzlar kommen zwei Bussen und bringen zahlreiche Familienangehörige mit, das sind schon mal 100 Leute. Dazu kommen aus Fulda bestimmt 150 bis 200 Freunde und Bekannte alleine wegen Imal, dann noch das Stammpublikum aus Flieden. 500 Zuschauer wären schon ordentlich und dem Rahmen angemessen", sagt Trainer Meik Voll. Ähnlich sieht es Happ: "Zwischen 250 und 1000 Zuschauern ist alles möglich, es ist einfach sehr schwer einzuschätzen. Wir sind jedenfalls auf alles vorbereitet und bieten auch muslimische Spezialitäten an."

Personell wird Voll alles aufbieten, was ihm zur Verfügung steht. Lediglich Sebastian Dinov (Kapselverletzung im linken Knöchel) wird den Buchonen fehlen. "Diese Erfahrung möchte ich keinem nehmen", betont Voll, der sich mit Blick auf das erste Ligaspiel am Samstag (15 Uhr) bei Aufsteiger Watzenborn-Steinberg nicht in die Karten blicken lassen möchte.

"Sicherlich werden ein paar Namen in der Startaufstellung identisch sein, doch gerade am Samstag wird es die eine oder andere Überraschung geben", verrät Voll. Zudem verdeutlicht der B-Lizenz-Inhaber, dass das Spiel gegen afghanische Auswahl, bei der drei aktuelle Nationalspieler dabei sind, nicht nur ein Schaulaufen werden soll. "Im Vordergrund steht natürlich, dass sich niemand verletzt. Trotzdem wollen wir nichts herschenken und uns ordentlich verkaufen", so Voll.

Autor: Max Lesser

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