Schersadeh: "Kann in Welkers ohne Druck arbeiten"

31-Jähriger erklärt seinen Wechsel

07. März 2017, 20:45 Uhr

Imal Schersadeh träumt von einem Aufstieg zum Abschied. Foto: Charlie Rolff

"Ich bin 31 Jahre alt, fühle mich topfit und denke, dass ich jetzt bereit für das Amt des Spielertrainers bin", sagt Imal Schersadeh, scheidender Allrounder beim Verbandsligisten SV Buchonia Flieden und künftiger Spielertrainer beim Fulda-Rhön-A-Ligisten SV Welkers.

Bislang konnte Schersadeh lediglich in der Spielzeit 2014/15 Erfahrungen als Spielertrainer sammeln. Damals sprang er bei der Reserve des SC Borussia Fulda ein und rettete das Team vor dem Abstieg in die B-Liga. Nun wird sich der Angreifer im Sommer in ähnliche Gefilde begeben, schließlich kämpft die Concordia derzeit noch um den Klassenerhalt in der A-Liga. Seine Zusage hat Schersadeh aber klassenunabhängig gegeben. "Weil der Verein mir in den Gesprächen einfach sehr sympathisch war und die Leute mir offen begegnet sind. Natürlich hoffe ich, dass die Mannschaft die Liga halten wird, aber die Klasse ist nicht entscheidend für mich", so Schersadeh.

Den Ausschlag habe letztlich gegeben, dass der Ex-Borusse sich in Welkers vervielfältigen und in Ruhe arbeiten könne. "Der Verein hat nicht als Ziel ausgerufen, dass wir nächstes Jahr Erster, Zweiter oder Dritter werden sollen, sondern vielmehr steht die Weiterentwicklung der Mannschaft im Fokus. Die Altersstruktur stimmt zudem, es sind einige junge Spieler dabei, die den nächsten Schritt machen möchten", erklärt Schersadeh, der selbst gespannt ist, wie er sich in der Trainerrolle zurecht finden wird. "Es wird auch für mich ein Versuch. Ich möchte einfach einiges ausprobieren, um dann nach zwei, drei Jahren sagen zu können: Ja, das Trainergeschäft ist etwas für mich - oder eben nicht."

Von Vorteil könnte sein, dass Schersadeh bereits unter zahlreichen Trainern der Region gespielt hat. "Oliver Bunzenthal, Henry Lesser, Bardo Hirsch, Jürgen Krawczyk oder das letzte halbe Jahr bei Borussia Fulda mit Thomas Brendel - ich hatte die besten Trainer der Region und bin überzeugt, dass es für mich ein Vorteil bei meiner ersten Station sein wird", sagt Schersadeh, der in Welkers allerdings nicht alles umschmeißen möchte. "Sicherlich werde ich den einen oder anderen Neuzugang mitbringen, aber es wird sich alles im Rahmen halten. Das Handy stand seit der Bekanntgabe jedenfalls nicht still", verrät "Scherse".

Noch ist es aber nicht so weit, zunächst hat der 31-Jährige noch einiges vor in seinem letzten Halbjahr bei Buchonia Flieden. "Es wäre für mich ein absoluter Traum, wenn ich mich mit einem Aufstieg verabschieden könnte. Die Mannschaft hat jedenfalls Blut geleckt und ich kann versprechen, dass ich in jedem Spiel 110 Prozent geben werde", so Schersadeh, der mit guten Leistungen seinen Teil zum Erfolg beitragen möchte.