Schick: "Wir haben es selbst in der Hand"
Gruppenliga Frankfurt Ost: Spannung im Abstiegskampf
VFB Oberndorf – JSK Rodgau (Sonntag, 15 Uhr)
Als Tabellenführer und Meisterschaftsfavorit fährt der JSK Rodgau nach Oberndorf. Nach der Niederlage eine Woche zuvor (1:2 gegen Dietzenbach) verlor auch Verfolger Rosenhöhe (1:4 gegen Obertshausen), womit der Vorsprung von vier Punkten bestehen bleibt. Oberndorf selbst ist zufrieden mit dem bisherigen Saisonverlauf. Durch den 3:1-Sieg im Nachholspiel in Somborn am Donnerstagabend hat der Aufsteiger nun 49 Punkte und sein Ziel erreicht, frühzeitig nichts mehr mit dem Abstieg zu tun zu haben, um die restliche Runde entspannt anzugehen.
"Der Gegner ist nicht ohne", warnt JSK-Trainer Andreas Humbert und erinnert an das 2:2-Unentschieden im Hinspiel. Der Übungsleiter der Jügesheimer erwartet deshalb ein "körperliches Spiel gegen eine heimstarke Mannschaft, gegen die wir bestehen wollen."
SV Eintracht Altwiedermus – SG Rosenhöhe Offenbach (Sonntag, 15 Uhr)
Die Niederlage gegen Obertshausen ist für die Rosenhöhe abgehakt, nun geht es nach Altwiedermus. Die Eintracht ist mit 51 Punkten Vierter und kann dem Zweitplatzierten aus Offenbach, die 53 Zähler haben, mit einem Heimsieg den Rang ablaufen. "Daran denken wir nicht. Wir sind diese Runde gut damit gefahren, nur auf uns zu schauen. Es geht am Sonntag einfach um drei Punkte", relativiert SGR-Sprecher Tim Kleinschmidt diese Gefahr. Die Rosenhöhe will aus diesem Grund versuchen, jedes Spiel zu gewinnen. So auch dieses. "Der Fokus liegt jetzt auf der nächsten Partie, gegen die Kickers haben wir das nicht so gut hinbekommen. Wir wissen, dass Altwiedermus zuhause sehr stark ist", so Kleinschmidt.
FC Hochstadt – 1. FC Langen (Sonntag, 15 Uhr)
Nach dem 3:0-Sieg im Hanauer Kreispokal gegen den Ligarivalen aus Marköbel, steht für den FC Hochstadt am Sonntag in der Liga das Heimspiel gegen den 1. FC Langen auf dem Programm. "Natürlich freuen wir uns, dass wir weiter sind, aber der Klassenerhalt in der Liga hat Vorrang und Langen ist ein schwerer Gegner. Die verdienen Respekt und wollen, wie wir, in dieser Liga bleiben. Das Vertrauen in unseren Trainer ist nach wie vor da", so FCH-Vorstand Manfred Maier.
Für den Aufsteiger hingegen geht es darum, Wiedergutmachung zu leisten, nachdem unter der Woche das Nachholspiel gegen Türk Gücü Hanau knapp mit 2:3 verloren wurde. "Wir haben es selbst in der Hand und nun zwei wichtige Partien vor uns, in denen wir bestehen müssen", sagte Langens Pressesprecher Waldemar Schick zur Ausgangslage. Aktuell hat der FC nämlich sechs Zähler Vorsprung auf Hochstadt und könnte mit einem Sieg die Abstiegsränge verlassen.
SG Marköbel – FSV Bischofsheim (Sonntag, 15 Uhr)
"Das ist das Erste von mehreren Sechs-Punkte-Spielen, das wir gewinnen wollen", stellt Marköbels Sprecher Luca Topitsch den Stellenwert der Begegnung klar. Bischofsheim hat 30 Punkte, steht auf dem 14. Platz und damit einen Punkt hinter Dietzenbach, die den ersten Nichtabstiegsplatz belegen. Einen Zähler hinter dem FSV liegt Marköbel.
Für beide Mannschaften also eine richtungsweisende Partie, in der es für Marköbel auch um Wiedergutmachen für das Hinspiel geht, das mit 0:3 verloren wurde. Außerdem dürfte sich der Blick bei der SGM schnell nach vorne richten, nachdem das Kreispokalspiel am Donnerstagabend in Hochstadt mit 0:3 verloren wurde. "Die Liga hat nun ganz klar Priorität", fügt Topitsch hinzu.
Kickers Obertshausen – SVG Steinheim (Sonntag, 15 Uhr)
Nach dem Sieg unter der Woche bei der SG Rosenhöhe (4:1) geht es für Kickers Obertshausen gegen Steinheim nun um die nächsten "Big Points", wie Siggi Herth betont: "Wir wollen genauso engagiert auftreten, wie am Dienstag und alles rein werfen." Mit nun 35 Punkten ist die Messe im Abstiegskampf noch lange nicht gelesen für die Kickers. Fünf Zähler beträgt der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Dabei bleibt zu bedenken, dass durch die viele Nachholtermine die Kickers das Team mit den meisten absolvierten Spielen im Kampf um den Klassenerhalt ist. "Wir brauchen weiter unsere Tugenden und jeder muss für jeden kämpfen", so Herth. Steinheim befindet sich mit 45 Punkten auf Rang acht im gesicherten Mittelfeld.
Türk Gücü Hanau – 1. FC 06 Erlensee (Sonntag, 15 Uhr)
Unter dem neuen Trainer Fatih Kaynak gelang Türk Gücü unter der Woche ein 3:2-Sieg in Langen. Damit stockte TGH sein Konto auf 47 Punkte auf. Abgesehen vom ausstehenden Urteil des Drei-Punkte-Abzuges steht Türk Gücü damit wieder auf dem Sprung in die Spitzengruppe der Liga. Im Derby gegen Erlensee trifft der Siebte nun auf Erlensee, die momentan Dritter sind. "Es wird ein interessantes Spiel. Erlensee ist ja nur knapp zehn Kilometer von uns entfernt. Das Hinspiel ging mit 0:5 in die Hose, aber wir werden jetzt sehen, was der Trainerwechsel bringt", ist Hanaus Sprecher Mehmet Bayram gespannt auf die Partie.
Germania Klein-Krotzenburg – Sportfreunde Seligenstadt (Sonntag, 15 Uhr)
Im Duell zweier Tabellennachbarn geht es vor allem um eines: die bessere Ausgangsposition im Abstiegskampf. Klein-Krotzenburg ist mit 38 Punkten Neunter, Seligenstadt mit zwei Zählern weniger dahinter. "Der Sieger könnte eine Woche durchatmen", weiß Germania-Trainer Wolfgang Kaufmann um die Bedeutung der Partie und um die Tatsachen, dass seine Mannschaft mit einem Dreier die 40-Punkte-Marke knacken könnte: "Dieser Sprung ist das nächste Ziel. Wer es richten wird, ist hingegen noch nicht ganz klar. Vor zwei Wochen hatten wir noch viele Spieler zur Verfügung, aber plötzlich ist die Personaldecke wieder sehr dünn", so Kaufmann, der keine guten Erinnerungen an das Hinspiel gegen die Einhardstädter hat: "Das war eines der schlechtesten Spiele von uns. Seligenstadt steht unter Wert in der Tabelle. Wir werden eine richtig gute Leistung brauchen."
SV Somborn – Germania Großkrotzenburg (Sonntag, 15 Uhr)
Beim designierten Absteiger aus Somborn sollte für Großkrotzenburg ein Sieg Pflicht sein. Mit 47 Punkten steht die Germania momentan auf Platz sechs, kann nach oben aber noch etwas bewirken. "Beim Tabellenletzten ist das Ziel natürlich ein Sieg. Dennoch werden wir das ernst nehmen und mit Respekt dorthin fahren", stellt Germania-Sprecher Gerald Trageser klar. Beide Teams haben dabei nur eine kurze Regenerationszeit, da sie noch am Donnerstagabend im Einsatz waren. Während die Großkrotzenburger das Pokalspiel bei Germania Dörnigheim knapp mit 2:3 verloren, musste sich auch der SV Somborn im Derby gegen Oberndorf mit 1:3 geschlagen geben.
Nun freut sich der SVS auf das Wiedersehen mit einigen Akteuren, die vor der Saison zur Germania gewechselt sind. "Ich hoffe, dass wir eine ähnlich gute Leistung, wie gegen Oberndorf abrufen, dann haben wir die Möglichkeit was mitzunehmen. Aber Großkrotzenburg ist natürlich der Favorit", äußerte sich Somborns Sportlicher Leiter Harald Bossert zum kommenden Heimspiel.
Autor: Valentin Schwing

