Elfmeterschießen entscheidet
Schirmer ist "froh, dass wir verloren haben" – Fotos
Lieferten sich rassige Zweikämpfe im Mittelfeld: Hosenfelds Neuzugang Cino Schwab (oben) und Edelzell/Engelhelms' Co-Trainer Robert Schorstein. Foto: Charlie Rolff
Ganz, ganz lange sah es nach einer Überraschung aus. Edelzell/Engelhelms führte bis zur 90. Minute mit 2:1, musste dann aber zunächst den Ausgleichstreffer durch Niklas Schneider hinnehmen. Bitter: Matthias Grenzer hatte auf der Gegenseite die Chance zur Entscheidung, das Tor fiel im direkten Gegenzug. Anschließend musste bei immer stärker werdendem Gewitter ein schnelles Elfmeterschießen herhalten. Nachdem Hosenfelds Maximilian Braun früh verschossen hatte, hatte Routinier Robert Schorstein den Siegtreffer auf dem Fuß. Doch der Co-Trainer scheiterte genauso an Hosenfelds neuem Keeper Lukas Richter wie anschließend Spielertrainer Daniel Schirmer, so dass Cino Schwab den entscheidenden Elfmeter verwandelte.
"So blöd es klingt: Ich bin froh, dass wir verloren haben", konstatierte Schirmer anschließend überraschenderweise. "Ich bin einfach kein Freund von Pokalspielen. Es ist unmöglich, eine Vorbereitung vernünftig zu planen." Zufrieden war der Abwehrorganisator allerdings mit dem Auftreten seiner Jungs, "wir hatten sehr gute Kombinationen dabei". Gerade in der ersten Halbzeit war die Heimmannschaft mehr als ebenbürtig, verzeichnete sogar ein deutliches Chancenplus und führte deshalb verdient. Erst nutzte Schorstein einen Foulelfmeter (5.) – Leon Gehendges hatte Jan Niklas Herber gelegt –, ehe Grenzer einen herrlichen Spielzug und eine Hereingabe von Manuel Will verwertete (31.).
Den Hosenfeldern war anzumerken, dass defensiv eine ganze Achse fehlte – Torhüter Christoph Grösch sowie die Abwehrspieler Andre Gajic und Radomir Vlk waren unter anderem nicht dabei. Dafür zeigte sich Neuzugang Schwab gut aufgelegt, wenngleich er bei seinem Treffer von einem Patzer des SGEE-Keepers Andre Hartung profitierte (16.). Pech hatte der Ex-Johannesberger bei seinem Freistoß an die Latte (44.). Ansonsten hatte Marc Wettels für die Gäste die ein oder andere gute Chance, agierte vor dem Tor aber unglücklich.
Generell wäre ein Heimsieg nach 90 Minuten nicht unverdient gewesen, zumal die ganz dicke Ausgleichschance lange ausblieb und die SGEE durch Lukas Vogel, der freistehend nur die Unterkante der Latte traf, das dritte Tor hätte erzielen müssen (85.). Entsprechend konstatierte Gästetrainer Thorsten Weber, dass "der Glücklichere gewonnen hat. Nach zwei Tagen Training hatten wir natürlich keine große Erwartungshaltung, und wir wussten, dass Edelzell/Engelhelms eine gute Kreisoberliga-Mannschaft ist. Wichtig für die Jungs war einfach, mal wieder ein Trikot anziehen zu dürfen."
Die Statistik:
SG Edelzell/Engelhelms: Hartung – Eller, L. Vogel, Schirmer, J. Herber – Will, Bohl, Schorstein, Auth – F. Herber, Grenzer (Höhl, Glozbach, N. Vogel).
Spvgg. Hosenfeld: Richter – Braun, Mouangue Mouangue, Müller, Beyer – Hack – Gehendges, Gesang – Schwab – Schneider, Wettels (Firle, Aquiteme Pitakani, Hudeg).
Schiedsrichter: Aaron Fritz (TSV Weyhers).
Zuschauer: 150.
Tore: 1:0 Robert Schorstein (5., Foulelfmeter), 1:1 Cino Schwab (16.), 2:1 Matthias Grenzer (31.), 2:2 Niklas Schneider (90.).
Elfmeterschießen: 1:0 Michel Eller, 1:1 Marc Wettels, 2:1 Matthias Grenzer, Maximilian Braun schießt vorbei, 3:1 Niklas Bohl, 3:2 Jan-Luca Firle, 4:2 Lukas Vogel, 4:3 Niklas Schneider, Robert Schorstein scheitert an Lukas Richter, 4:4 Roger Mouangue Mouangue, Daniel Schirmer scheitert an Lukas Richter, 4:5 Cino Schwab.

