Schmidt spricht sich für eine Reform aus
"So etwas habe ich noch nie erlebt"
"So etwas habe ich noch nie erlebt", sagt Lauters Trainer Sebastian Schmidt, dessen Team seit dem 8. Oktober nur noch zwei Spiele absolvieren konnte. Der Rest fiel witterungsbedingt aus und muss im neuen Jahr nachgeholt werden. "Ich weiß gar nicht, wie das werden soll. Wir müssen uns im neuen Jahr auf zahlreiche englische Wochen einstellen und damit rechnen, dass wir an sämtlichen Feiertagen im Einsatz sind. Ich habe meinen Spielern bereits gesagt, dass sie sich diese Tage für den Fußball freihalten soll. Ich hoffe, die Jungs halten sich daran", erklärt Schmidt.
Für den SG-Trainer sei es ohnehin an der Zeit, dass sich im Fußball etwas verändert: "Mit den zahlreichen Spielabsagen kann es ja nicht weitergehen, zumal niemand weiß, wie die Plätze im März aussehen werden. Ich will mir gar nicht ausmalen, was passiert, wenn noch weitere Spiele nicht stattfinden. Ich bin ohnehin der Meinung, dass die Sommerpause verkürzt werden und die Saison früher beginnen sollte. Außerdem sollten in der schönen Jahreszeit Doppelspieltage stattfinden, damit die Verein im Winter nicht so einen Termindruck haben", spricht sich Schmidt für eine Reform des Spielplans aus. Dass im Sommer die Urlaubszeit zahlreicher Spieler sei, zählt für Schmidt derweil nicht als Argument. "Es ist doch inzwischen so, dass die Spieler sowieso dann ihren Urlaub nehmen, wann sie es für richtig halten. Auf die Ferienzeit nehmen nur die wenigsten Rücksicht."
Mit dem Verlauf der bisherigen Saison ist Schmidt derweil aber zufrieden, nach 13 Spieltagen stehen 20 Zähler auf der Habenseite. "Unser Ziel ist eine Platzierung im gesicherten Mittelfeld. Dafür stimmt der Punkteschnitt. Trotzdem warne ich davor, die Restrunde auf die leichte Schulter zu nehmen. Natürlich haben wir noch fünf Nachholspiele, aber du musst diese erst einmal gewinnen. Denn wenn dir eine Spieler verletzungsbedingt wegbrechen und du in eine Negativspirale gerätst, kannst du ganz schnell im Abstiegskampf landen", warnt Schmidt, der deshalb eine knackige Wintervorbereitung ankündigt. "Nur wenn du zu 100 Prozent fit bist, kannst du dieses Mammutprogramm bewältigen." Personelle Veränderungen werde es bei den Vogelsbergern derweil keine geben.


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