Scholz' logischer Schritt: "Ein Verein für Fußballromantiker"
25-Jähriger will vor dem "grünen Nachbarn" landen
Eine Entscheidung, die Scholz nicht leicht gefallen ist. "Ich hatte sechs überragende Jahre in Lehnerz. Sportlich war diese Zeit nicht zu toppen. Wir sind ungeschlagen in die Hessenliga aufgestiegen, haben die Aufstiegsrunde zur Regionalliga vor 4000 Zuschauern sowie zahlreiche geile Derbys gespielt. Das war schon der Wahnsinn", berichtet Scholz, der aber auch neben dem Platz jede Menge Spaß beim TSV hatte. "Ich habe einige Sensationstypen kennenlernen dürfen und freue mich, dass ich Dinge erlebt habe, von denen ich irgendwann mal meinen Enkelkindern erzählen werde", sagt Scholz und fügt an, "dass diese Zeit eigentlich nicht in Worte zu fassen ist."
Jetzt sei es für den 25-Jährigen aber die richtige Zeit, im Fußball ein wenig kürzerzutreten. "Bei mir stand der Beruf immer an erster Stelle - und der Aufwand in der Hessenliga ist doch enorm. Ich glaube, jetzt ist der richtige Zeitpunkt gekommen und ich bin mir sicher, dass ich mit Künzell einen sehr guten Verein gefunden habe, der mir schon immer sehr sympathisch war", erklärt Scholz, dessen Schritt vom TSV zum TSV fast schon logisch ist. Schließlich stehe Künzell für ein familiäres und geselliges Umfeld mit gewachsenen Strukturen, bei dem die Jugendarbeit eine gewichtige Rolle spiele.
"Es ist eben ein Verein für Fußballromantiker mit jeder Menge Tradition", sagt Scholz, der an den Tannen auf seine guten Freunde Thomas Röher und David Bettendorf trifft. "Das hat mir die Entscheidung natürlich erleichtert. Ich freue mich auf die neue Aufgabe", macht der gebürtige Hofbieberer klar, der sich in Sachen Zielsetzung für die kommende Saison noch in Zurückhaltung übt, sich eine kleine Spitze zum Lokalrivalen TSV Bachrain aber nicht verkneifen kann. "Ich kenne die Liga noch zu wenig, um mich zu Kampfansagen an die Konkurrenz hinreißen zu lassen. Wenn ich aber sehe, wie die anderen Vereine aufrüsten und was für Spieler verpflichtet werden, dann wird die Liga in der kommenden Saison sicherlich nicht schlechter sein. Aber klar: Wir wollen eine bessere Saison als im Vorjahr spielen und möglichst vor dem grünen Nachbarn landen."


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