Schuch ist in Sachen Klassenkampf Realist

Verbandsliga: Asbachs Kapitän weiß, dass es schwer wird

10. Dezember 2015, 18:11 Uhr

Augen zu und irgendwie durch den Abstiegskampf durch: Der SVA um Sebstian Schuch. Foto: Friedhelm Eyert

Sebastian Schuch (27) gilt als einer der strebsamsten Arbeiter in der Verbandsliga. Als Kapitän des SVA Bad Hersfeld geht er stets voran, muss aber aktuell dennoch konstatieren, dass es mit dem Klassenverbleib ganz eng werden könnte.

Der Blick des SVA darf sich nicht alleine auf die Verbandsliga beschränken, schließlich beträgt der Rückstand auf Neuhof bereits acht Punkte. Der SVN belegt den ersten Nichtabstiegsplatz, wenn man von fünf Absteigern ausgeht. Dies wäre aktuell auch der Fall, weil es einerseits um die Stuttgarter Kickers und den VfB Stuttgart II in der 3. Liga schlecht bestellt ist, spätestens dadurch der TSV Steinbach in der Regionalliga in höchsten Abstiegssorgen steckt und sich im Falle des Abstiegs eben jener Steinbacher auch mindestens vier Teams aus der Hessenliga runter müssten. Und da sind mit Vellmar (Vorletzter), Borussia Fulda (Drittletzter), Baunatal (Viertletzter) und Flieden (Siebtletzter) gleich vier Teams gefährdet sind, die die Zahl der Absteiger in der Verbandsliga erhöhen könnten. Bei einem der vier genannten würden vier Teams aus der Verbandsliga runter müssen, bei zwei oder mehr der, wären es fünf. Der Rechenschieber wird auch in dieser Saison lange bemüht werden müssen.

Und Schuch blickt diesen Tatsachen ganz tief ins Auge: "Wenn es fünf Absteiger werden, dann wird es ganz eng. Da müsste schon ganz viel für uns laufen. Wir sollten so realistisch sein und hoffen, dass nur vier Teams absteigen." Schuch macht seine Prognose auch an einer nicht unwichtigen Begleiterscheinung fest: Asbach muss noch neunmal reisen, hat aber nur noch vier Heimspiele und ohnehin mit 19 schon mit die meisten Partien ligaweit bestritten. Dass es nach dem Umbruch so läuft wie jetzt, hätte der Oberaulaer nicht erwartet, die Gründe kennt er aber: "Wir wollten die jungen Spieler langsam aufbauen, jetzt mussten sie sofort ins kalte Wasser geworfen werden, da fehlt es an Erfahrung. Letztes Jahr standen wir ja auch nicht dramatisch besser, die Punkte die jetzt im Gegensatz dazu fehlen, würde ich daran festmachen."

Für Schuch selbst ist die Zukunft in Asbach noch längst nicht in Stein gemeißelt: "Ich wurde ja schon öfters gefragt und es ist einfach so, dass ein neuer Anreiz sicherlich interessant wäre. Aber beschäftigen will ich mich damit aktuell nicht, der Fokus gilt ganz alleine dem Abstiegskampf mit dem SVA."

Autor: Johannes Götze

Kommentieren