Seligenstadt braucht noch ein paar Punkte

Hessenliga: Sportfreunde haben es in der Hand

03. Februar 2017, 10:16 Uhr

Eden Kouami Dalmeida (rechts, hier im Duell mit Alzenaus Aret Demir) ist der beste Torschütze seines Teams. Foto: Patrick Scheiber

Die Sportfreunde Seligenstadt stehen in der Tabelle der Hessenliga auf Rang zehn. Sollten die kickers Offenbach und Teutonia Watzenborn-Steinberg in der Regionalliga Südwest die Klasse halten und somit nur drei mannschaften aus Hessens höchster Spielklasse absteigen, ist der Klassenverbleib für die Mannschaft von Trainer Lars Schmidt schon fast perfekt. Um aber ganz sicher zu gehen, müssen noch ein paar Punkte eingefahren werden.

Situation vor der Saison:

Nachdem die Sportfreunde in der Abschlusstabelle der Vorsaison auf Rang neun landeten, wurde der Kader auch in der Breite verstärkt. Mit Viktor Krist, Patrick Hilser und Kevin Hillmann kamen alleine drei Spieler vom 1. FC Eschborn, die allesamt sofort Stammspieler geworden sind. Dazu kam mit Daniel Duschner eine neue Nummer eins und mit Eden Kouami Dalmeida ein spielstarker Stürmer. Zwar haben auch einige Spieler die Sportfreunde verlassen, doch alles in allem ist der Kader verstärkt worden.

Saisonverlauf:

Im bisherigen Saisonverlauf wechseln sich Niederlagen und Erfolge in schöner Regelmäßigkeit ab. Mehr als zwei Spiele in Folge haben die Sportfreunde bisher noch nicht verloren. Überraschungssiegen, wie dem 2:1-Erfolg gegen Rot-Weiss Frankfurt folgten auch wieder unerwartete Niederlagen. So ist Seligenstadt das einzige Team, das gegen Schlusslicht Viktoria Urberach als Verlierer vom Platz gegangen ist.

Zahlen und Fakten:

Die bisherige Bilanz der Seligenstädter ist relativ ausgeglichen. Sieben Siegen stehen acht Niederlagen gegenüber. Fünfmal kam es zu einer Punkteteilung. Somit stehen 26 Punkte zu Buche. Auffällig ist, das sich die Mannschaft von Lars Schmidt auf fremdem Platz wohler zu fühlen scheint. 15 Zähler konnten in der Fremde eingefahren werden. In der Auswärtstabelle belegen die Sportfreunde den fünften Rang. Das Torverhältnis von 36:30 entspricht in etwa dem Tabellenstand und ist weder besonders gut, noch auffallend schlecht.

Torjäger und Einsatzminuten:

Mit Kouami Eden Dalmeida haben die Sportfreunde den zweitbesten Torschützen der Liga in ihren Reihen, der genauso wie Steinbachs Daniel Hanslik in der Hinrunde 14 Treffer erzielen konnte. Auch Carlos McCrary hat mit bislang neun Toren seine Treffsicherheit schon unter Beweis gestellt. In Sachen Einsatzminuten ist der Kapitän unangefochtener Spitzenreiter. Michele Piarulli bestritt bisher alle 20 Begegnungen von der ersten bis zur letzten Minute. Ihm folgt Viktor Krist, der ein Spiel verpasste und 1710 Minuten auf dem Platz gestanden hat.

Gelbe Karten und Platzverweise:

Zwar liegt Seligenstadt in der Fairnesstabelle "nur" auf Platz fünf, die Sportfreunde sind aber das einzige Team, dem in dieser Saison noch kein Spieler vom Platz gestellt wurde. Es gab weder eine Rote, noch eine Gelb-Rote Karte zu beklagen. Die 51 Gelben Karten sind im Ligavergleich eher Durchschnitt.

Ausblick und Perspektiven:

Auch wenn der Ernstfall eintreteten sollte und sowohl Watzenborn-Steinberg, als auch der OFC aus der Regionalliga absteigen würden und es somit fünf Absteiger geben würde, sollte die Qualität von Seligenstadt eigentlich reichen, um nicht bis zum Saisonende um den Klassenerhalt zittern zu müssen. Denn die Sportfreunde sind in allen Mannschaftsteilen gut besetzt und haben mit dalmeida einen Mann in ihren reihen, der zu jeder Zeit den Unterschied machen kann. Bitter ist der Ausfall von Evanggelos Bellos, der sich in der Halle einen Kreuzbandriss zugezogen hat und für den Rest der Saison ausfallen wird.

Neben den Aufgaben, die im Ligabetrieb auf Seligenstadt warten, dürfen sich die Anhänger der Sportfreunde noch auf ein echtes Highlight freuen. Am 4. März empfangen die Sportfreunde Ligakonkurrent Rot-Weiß Hadamar im Halbfinale des Hessenpokals. Der Pokalsieger ist in der kommenden Runde zur Teilnahme am DFB-Pokal berechtigt.

Autor: Daniel Bolz

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