Senad Mujakic ist "heiß" auf die Reserve von Rot-Weiss Frankfurt
Gruppenliga Frankfurt West: Sandzak kann den Sack zumachen
SV FC Sandzak – 1. FC-TSG Königstein (Sonntag, 15 Uhr)
Aufstiegskampf gegen Abstiegskampf pur: Nach dem Remis in Bad Nauheim ist der SV FC Sandzak auf einen weiteren Sieg angewiesen, wollen sie die Meisterschaft klar machen. Spielt Verfolger Rot-Weiss II nur Remis, ist Sandzak die Meisterschaft bei aktuell einem Punkt Vorsprung wegen des gewonnenen direkten Vergleiches nicht mehr zu nehmen. Sollten die "Roten" ihr Spiel beim SV BKC Bosnien gewinnen, müsste der SV gegen die Königsteiner ebenfalls gewinnen, um den zweiten Platz und die damit verbundene Aufstiegsrunde zu umgehen. Königstein steht derweil am unteren Ende in einer Gruppe aus fünf potenziellen Absteigern, die die letzten zwei bis drei Nichtabstiegsplätze einnehmen wollen. "Sandzak muss gewinnen, von daher ist es eine schwierige Ausgangslage“, so der sportliche Leiter Till Sommerfeld, der nur drei Tage nach dem Kreispokal-Finale gegen Vatanspor in der Gruppenliga das nächste Finale erwartet: "Im Fußball ist alles möglich", sagt Sommerfeld.
SV BKC Bosnien – Rot-Weiss Frankfurt II (Sonntag, 15 Uhr)
"Ich lasse die Frage unbeantwortet“, ließ sich Rot-Weiss' Trainer Hicham Tahrioui am vergangenen Sonntag nicht in die Karten blicken, was einen möglichen Aufstiegsverzicht angeht. Vermehrt war die Frage unter Kollegen aufgekommen, nachdem die erste Mannschaft den direkten Aufstieg in die Regionalliga verpasst hat. Auch bei der Vorschau auf das Spiel bei den Bosniern blieb der Übungsleiter eher geheimnisvoll: "Ich mag die Bosnier, mir waren die immer sympatisch.“ Fakt ist: Mit einem Sieg wäre die Teilnahme an der Aufstiegsrunde gesichert, bei einer Niederlage könnte die Reserve von Rot-Weiss Frankfurt noch vom SC Dortelweil verdrängt werden. Der Gegner vom SV BKC Bosnien konnte sich durch zwei Tore des scheidenden Spielertrainers Senad Mujakic am vergangenen Spieltag den Klassenerhalt sichern, dennoch will Mujakic nach der 0:7-Hinspielklatsche in seinem Abschiedsspiel nichts herschenken: "Ich bin richtig heiß auf das Spiel. Wir haben noch etwas gut zu machen. Wenn sie aufsteigen wollen, müssen sie uns auf dem Hartplatz schlagen", so Mujakic.
SC Dortelweil – Olympia Fauerbach (Sonntag, 15 Uhr)
Beide Vereine stehen vor dem letzten Spieltag zwischen zwei Ligen. Mit einer Niederlage des Tabellenzweiten Rot-Weiss II könnte sich der SC Dortelweil auf den letzten Drücker für die Aufstiegsrunde qualifizieren. Am anderen Ende der Tabelle würde die Olympia mit einem Sieg definitiv die Klasse halten. Momentan stehen die Fauerbacher mit 37 Punkten auf dem 12. Platz, dem ersten sicheren Nichtabstiegsplatz, doch drei Vereine stehen in unmittelbarer Schlagdistanz. "Keiner weiß, wie viele Mannschaften absteigen. Du musst bis Samstag warten, bis die Verbandsliga ihren Spieltag rum hat“, wartet Pressesprecher Jürgen Güssgen auf die Ergebnisse aus Kalbach und Usingen, und weiter. "Du musst in Dortelweil gewinnen, da herrscht alles oder nichts.“
1. FC Oberstedten – FC Neu-Anspach (Sonntag, 15 Uhr)
In der Begegnung zwischen Oberstedten und Neu-Anspach geht es primär für die Gastgeber um wichtige Zähler. Tabellarisch hat der FCNA keine Chancen mehr auf das Erreichen der Aufstiegsrunde. Doch nach der Andeutung eines möglichen Aufstiegsverzichtes der SG Rot-Weiss II könnten die Neu-Anspacher bei einer Niederlage des SC Dortelweil diese vom dritten Platz verdrängen: "Wir haben im ganzen Jahr nur ein Spiel verloren und wollen auch gegen Oberstedten gewinnen“, wünscht sich Trainer Rico Henrici einen Sieg zum Saisonabschluss. Für Oberstedten geht es nach wie vor um wichtige Zähler im Kampf um den Klassenerhalt. "Es wird ein brutaler letzter Spieltag. Wir haben eine harte Nummer mit Neu-Anspach", ist sich Trainer Artur Rissling der Schwere der Aufgabe bewusst. Aus dem abstiegsbedrohten Quintett hat der 1. FC mit 38 Punkten zumindest die beste Ausgangslage, doch Rissling weiß: "Am Ende entscheiden die Nerven.“
VFB Friedberg – TSV Bad Nauheim (Sonntag, 15 Uhr)
Mit 48 Punkten hat der Aufsteiger vom VFB Friedberg seit Wochen nichts mehr mit dem Abstiegskampf zu tun und war über weite Strecken der Saison sogar im Verfolgerrennen um die Aufstiegsplätze. Mit einem Sieg würde der VFB die 50-Punkte-Marke überbieten und könnte sich den fünften Platz sichern. Ganz anders sieht es beim Mitaufsteiger aus Bad Nauheim aus. Mit 36 Punkten hat der TSV den Klassenerhalt nicht mehr in eigenen Händen, doch da die Abstiegskonkurrenten gegen Mannschaften spielen, die ebenfalls punkten müssen, ist die Rettung in letzter Sekunde nicht unrealistisch: "Wir müssen gewinnen. Für den VFB geht es um nichts mehr, aber es ist immernoch ein Derby“, sagt der sportliche Leiter es Türkischen Sportvereins Deniz Can Außerdem ist der TSV auf Niederlagen von Fauerbach und Oberstedten angewiesen: "Wir hoffen natürlich, dass Dortelweil und Neu-Anspach gewinnen“, so Can abschließend.
Spvgg. Griesheim – Germania Enkheim (Sonntag, 15 Uhr)
Nachdem die Griesheimer am vergangenen Spieltag von außen zuschauen mussten, wie die Konkurrenz im Abstiegskampf spielt, dürfen sie am letzten Spieltag wieder ins Spielgeschehen eingreifen. Nach aktuellem Stand der Dinge steht die Spielvereinigung mit 37 Punkten und Platz 13 auf einem Nichtabstiegsplatz. Doch abhängig von den Ergebnissen der Verbandsliga Süd vom Samstag könnte eben jener Platz auch den Abstieg in die Kreisoberliga bedeuten. Mit Bad Nauheim und Königstein steht Griesheim von gleich zwei Teams mit 36 Punkten unter Druck. Allerdings genießt die Kossack-Elf als eines von zwei Teams den Luxus, gegen Mannschaften zu spielen, die nicht mehr zwingend um Punkte kämpfen müssen. Der Gegner aus Enkheim steht mit 30 Punkten seit zwei Spieltagen als zweiter Absteiger fest.
SG Bornheim – TuS Merzhausen (Sonntag, 15 Uhr)
Im Kampf um die Plätze in der oberen Tabellenhälfte hat die SG Bornheim momentan drei Punkte Vorsprung auf den TuS Merzhausen. "Wir haben einige Jungs zu verabschieden, die ihre Einsatzzeit bekommen werden. Das Ergebnis steht nicht primär im Fokus“, ist Bornheim-Coach Maik Rudolf dennoch gewillt, am kommenden Sonntag die 50-Punkte-Marke zu durchbrechen: "Merzhausen hat Qualität, die sie dieses Jahr nicht abrufen konnten“, so der Übungsleiter weiter.
SG Ober-Erlenbach – TSG Nieder-Erlenbach (Sonntag, 15 Uhr)
Für das Tabellenschlusslicht aus Ober-Erlenbach hat das Ergebnis am letzten Spieltag nur noch statistischen Wert. Etwa 20 Tore müsste die SG gegen Nieder-Erlenbach erzielen, um bei einer möglichen Niederlage Enkheims noch an der Germania vorbeiziehen zu können. Die TSG hingegen steht mit 45 Punkten im gesicherten Mittelfeld. Vor dem letzten Spieltag haben sowohl Bornheim, Friedberg und Seckbach 48 Punkte.
(sly)
Wettbewerbe
Mannschaften
- 1. FC Oberstedten
- 1. FC-TSG Königstein
- FC Germania Enkheim
- FC Neu-Anspach
- FC Olympia Fauerbach
- FG Seckbach
- FSG Merzhausen/Weilnau/Weilrod
- SC Dortelweil
- SG Bornheim Grün-Weiss
- SG Ober-Erlenbach
- SG Rot-Weiss Frankfurt II zg.
- SV FC Sandzak
- SV der Bosnier
- Spvgg. 02 Griesheim
- TSG Nieder-Erlenbach
- Türkischer SV Bad Nauheim
- VfB Friedberg


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