SG Barockstadt beantragt keine Drittliga-Lizenz
Am Montag will sich die SG Barockstadt dazu noch einmal ausführlich in einer Pressemitteilung äußern und weitere Hintergründe nennen. Vorstandssprecher Martin Geisendörfer verriet aber bereits einige Details: „Wir haben keine Rasenheizung. Das würde bedeuten, dass wir in den schlechten Monaten für sechs Heimspiele die Arena in Wiesbaden anmieten müssten. Das würde uns pro Heimspiel 90.000 Euro kosten. Das können wir nicht stemmen und auch unseren Anhängern wir nicht zumuten, zu Heimspielen 130 Kilometer anzureisen.“
SG Barockstadt: Keine Lizenz für 3. Liga beim DFB beantragt
Dazu kommt die geringe sportliche Chance. „Wir hätten alleine für die Lizensierung etwa 25.000 Euro in die Hand nehmen müssen und das bei eine sehr geringen Wahrscheinlichkeit.“ Am Freitag hätten die Unterlagen beim DFB eintreffen müssen, für die Drittliga-Lizenz gibt es hohe Auflagen . Was eine mögliche Qualifikation für den DFB-Pokal betrifft, würde die SG Barockstadt übrigens im heimischen Stadion bleiben und keinesfalls umziehen. „Bis dahin können wir 7500 Zuschauer reinlassen. Egal, welcher Gegner kommen würde, wir werden auf keinen Fall umziehen, sondern würden in Fulda spielen“, sagt Geisendörfer. Für die Qualifikation wäre der Hessenpokalsieg nötig. Soll heißen: Mit dem Viertelfinale in Erlensee müssten dazu noch drei Siege her .
Auf Krücken traf man Marius Löbig im Stadion an. Der Mittelfeldspieler fällt bereits die gesamte Saison mit seiner schweren Knöchelverletzung aus. Vergangenen Dienstag musste er nun operiert werden. Eine Operation, die er gerne umgangen hätte. Löbig ist nach wie vor nicht sicher, ob es mit dem Fußball überhaupt noch einmal etwas werden wird: „Es bleibt dabei, dass wir abwarten müssen. Aktuell sieht es eher nicht gut aus. Mal sehen, wie sich das Ganze in den kommenden Monaten entwickelt. Ganz aufgegeben habe ich den Wunsch noch nicht.“


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