9:3-Sieg der SGE
Skelas Raffinesse begeistert die 500 Fans
Eintracht-„Oldies“ sorgen für kurzweiligen Abend in der niederschlagsfreien Rhön
Eintracht-Veteran Slobodan Komljenovic (in schwarz) ist vor Poppenhausen Kevin Badesheim am Ball. Foto: Kevin Kremer
Es war ein kurzweiliger Abend in der Sportanlage im Lüttergrund. Die Frankfurter waren mit einem attraktiven Aufgebot in die Rhön gekommen, mussten sich aber gerade zu Beginn erstmal auf die Gegenwehr der Poppenhausener einstellen. „Klar haben die nicht volle Pulle gegeben, das war ja auch von vornherein nicht beabsichtigt. Dennoch war ich echt begeistert, wie wir teilweise das Bällchen haben laufen lassen“, war der frühere Coach des TSV, Frank Hauke, begeistert von der Leistung seiner Mannschaft, auch wenn in regelmäßigen Abständen die Gegentore fielen.
Bei der Eintracht gefiel vor allem Mittelfeldwirbler und albanische Ex-Nationalspieler Ervin Skela, der einige Kabinettstückchen zeigte und das Publikum bisweilen zum Johlen brachte. Aber auch die Nichtabstiegs-Helden von 1999, Alexander Schur und Uwe Bindewald, deuteten in freilich defensiverer Rolle an, warum sie es mal bis in die Bundesliga gebracht haben.
Ebenfalls mit dabei war Michael Fink, früherer UEFA-Cup Teilnehmer mit den Hessen, derzeitiger Hessenligameister als Spieler mit Gießen und aktuell noch kurzfristig zum Interimscoach von Hanau 93 berufen, der demnächst mit dem SV Neuhof in der Aufstiegsrunde zur Hessenliga antritt. „Für den ist das eine gelungene Abwechslung vor den wichtigen Spielen“, wusste Schur. Dem Aufstiegs-Siegtorschützen gegen Reutlingen, Schur, gefiel die Atmosphäre in der Rhön total: „Die haben das Event hier echt super aufgezogen.“
Die Poppenhausener Recken waren indes zufrieden, beide sportlichen Ziele erreicht zu haben. Die Alten Herren des TSV verloren nicht zweistellung und erzielten durch einen schönen Heber von Raphael Sochor, einen Strafstoß von Mitinitiator und WEMAG-Geschäftsführer Christopher Schaus sowie einen Abschluss ins lange Eck von Benjamin sogar drei Tore.
Rundum zufrieden war Cheforganisator Sebastian Helfrich. Zum einen brachten die dunklen Wolken kein Unheil in Form von Regen, die erhofften 500 Zuschauer hatten den Weg nach Poppenhausen gefunden. Für den Spielball hatte Boris Kiauka von der Flugschule Papillon gesorgt, den nötigen Wortwitz hatte Stadionsprecher Matthias Arnold im Gepäck.
Die Statistik:
TSV Poppenhausen: Elmar Wehner, Frank Hauke, Stefan Breitung, Christoph Krick, Michael Schrehardt, Thomas Freier, Andreas Hamm, Heiko Weber, Andreas Spörer, Johannes Heller, Benjamin Kropp, Markus Farnung, Christopher Schaus, Christian Will, Bernd Breidung, Alexander Kern, Raphael Sochor, Kevin Badesheim, Holger Höhl, Steffen Mehler, Marco Bieber.
Eintracht Frankfurt: Hans-Peter Steinle, Uwe Bindewald, Rudi Bommer, Ronald Borchers, Manfred Binz, Matthias Dworschak, Holger Friz, Slobodan Komljenovic, Ervin Skela, Norbert Nachtweih, Tuncay Nadaroglu, Claus Peter Zick, Michael Fink, Alexander Schur, Christian Balzer.
Schiedsrichter: Markus Schel (SV Kirchhasel). Zuschauer: 500. Tore: 0:1 Michael Fink (22.), 0:2 Slobodan Komljenovic (28.), 0:3 Matthias Dworschak (40.+1), 0:4 Stefan Breitung (45., Eigentor), 1:4 Raphael Sochor (58.), 1:5 Ervin Skela (61.), 1:6 Uwe Bindewald (67.), 2:6 Christopher Schaus (69., Foulelfmeter), 3:6 Benjamin Kropp (73.), 3:7 Ervin Skela (75.), 3:8 Slobodan Komljenovic (79.), 3:9 Christian Balzer (80.).


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