Soden sucht Stürmer, Voll gegen seinen Schwager
Verbandsliga: Derby schon am Freitagabend
SV Buchonia Flieden - RSV Petersberg (Freitag, 18.15 Uhr).
Ohne Mohammed Habakzah, der wie heute bereits berichtet rausgeworfen wurde, und ohne die drei Langzeitverletzten, dafür mit Imal Schersadeh geht Buchonia Flieden das Derby gegen Petersberg an. "Es gilt endlich den ersten Dreier vor den eigenen Fans einzufahren. Wir müssen an die Leistungen aus den Spielen gegen Hünfeld und bei Bosporus Kassel anknüpfen, dann sollten wir auch in der Lage sein, Petersberg zu schlagen", erklärt Buchonen-Trainer Meik Voll. Für Voll ist das Spiel gleich wegen zwei Faktoren besonders: 19 Jahre schnürrte er für den RSV die Schuhe, außerdem spielt sein Schwager Philipp Mötzung beim Gegner, in der Vorsaion war er noch für Flieden am Ball.
Petersberg steht derweil noch mit null Punkten am Tabellenende, lange wird sich dieses Tabellenbild aber nicht standhaft halten - glaubt zumindest Voll: "Das Team kommt über die mannschaftliche Geschlossenheit und wird schnell Punkte holen. Das wünsche ich meinem alten Verein auch von ganzem Herzen, anfangen soll er damit aber erst nächste Woche."
CSC 03 Kassel - SG Bad Soden (Samstag, 15.30 Uhr).
Der CSC 03 ist hervorragend in die Saison gestartet, unter Beweis stellte der Aufsteiger dies beim 4:3-Sieg in Hünfeld vor Wochenfrist, als er zwar Schwächen im Abwehrverbund offenbarte, darfür allerdings im Offensivspiel groß auftrumpfte: Angetrieben von Kapitän Christian Käthner im defensiven Mittelfeld, ging fast jeder Angriff über die schnellen Außen David Simoneit und Sven Pape. "Wir informieren uns natürlich auch über den Gegner, wissen, dass er eine gute Qualität hat", sagt Soden-Coach Sead Mehic, der die Situation beim Gegner mit der eigenen vor einem Jahr vergleicht: "Das war ganz ähnlich. Wir hatten eine große Euphorie im Team, wir können das gut einschätzen, weswegen Vorsicht geboten ist."
Allerdings ist die Qualität im Soden-Kader wahrscheinlich noch höher, dennoch bedarf es um zu bestehen mehr: "So etwas wie beim 1:3 gegen Schwalmstadt wird uns nicht jede Woche passieren. Der Gegner macht zwei Traumtore, wir schaffen es aber auch nicht, richtig dagegenzuhalten, wenn der Gegner unser Umschaltspiel stören will." Mehr körperliche Präsenz erwartet der Trainer daher und hofft gleichermaßen, dass der Abschluss zielstrebiger gesucht wird. Indes bemühen sich die "Sprudelkicker" noch um einen neuen Stürmer, der sofort weiterhelfen kann: "Allerdings ist das in der Phase nicht einfach", sagt Mehic. Das Transferfenster schließt am 31. August.
KSV Hessen Kassel II - Hünfelder SV (Sonntag, 15 Uhr).
Nein, berauschend war der Auftritt gegen CSC 03 Kassel nicht wirklich. Gerade die Fehlerquote im Aufbauspiel war frappierend. "Da müssen wir einfach besser agieren, müssen mehr Stabilität und Spielkontrolle ins eigene Spiel bringen", sagt HSV-Coach Dominik Weber, der klar sagt: "Das Selbstvertrauen, das die Spieler normal haben müssten, sollen sie auch zeigen. Sie müssen mit breiter Brust agieren und dürfen sich nicht in die Hose machen, wenn sie den Ball haben, sondern müssen den Ball fordern." Dies sei unabdingbar für die eigene Spielweise, die auch vonnöten sein werde, um in Kassel zu bestehen: "Da erwarten uns gut ausgebildete Spieler, was für uns heißen wird, dass wir im Zweikampf eng dran sein müssen." Kevin Krieger und Niklas Wahl drohen weiterhin auszufallen, auch Kapitän Niclas Rehm ist für einen Einsatz in einem Ligaspiel noch nicht bereit. Für Weber nur bedingt ein Problem: "Wir haben andere Spieler, die einspringen können."
SV Adler Weidenhausen - SV Neuhof (Sonntag, 15 Uhr).
Licht und Schatten wechselten sich im Spiel des SVN gegen Hessen Kassel II ab. Am Ende überwog das Licht, weshalb der zweite Saisonsieg gefeiert werden durfte und das Team somit nicht von Beginn an im Abstiegsstrudel feststeckt. Nun geht es für die Elf von Radek Görner ans Chattenloh in Weidenhausen. Die Adler sind wie so oft nicht gut aus den Startlöchern gekommen und konnten bislang nur in Melsungen (2:1) gewinnen und kassierten knappe Niederlagen gegen Rothwesten und in Willingen.


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