Soisdorfs Wunsch: Ein Ehrentreffer gegen den FFC
Bundesligist reist mit voller Kapelle an
Als die erste Frauenfußball-Mannschaft des SC Soisdorf 1987 ins Leben gerufen wurde, war die heutige Trainerin Karolin Hahn-Schwalbach bereits mit an Bord. Hahn-Schwalbach, die später mit dem FSV Schwarzbach selbst in der Bundesliga gespielt hat, weiß um den Aufwand, der für Kontinuität im Frauenfußball nötig ist. Viele ehrenamtliche Stunden und unermüdliches Engagement seien ein Muss, um Spielerinnen gezielt zu fördern und keine Langeweile aufkommen zu lassen.
Dass diese Herausforderungen beim SC Soisdorf inzwischen 30 Jahre lang mit allen Höhen und Tiefen gemeistert wurden, soll nun mit dem Jubiläumsspiel gegen den 1. FFC Frankfurt gebührend gefeiert werden. „Die Vorfreude ist natürlich groß. Uns ist ganz wichtig, dass alle Spielerinnen Spaß daran haben und niemand den Kopf in den Sand steckt“, so die SCS-Trainerin: „Das Ergebnis ist eher zweitrangig, aber wenn wir unter 15 Gegentoren bleiben würden, wäre das okay. Und vor allem wollen wir versuchen, selbst ein Tor zu erzielen.“
Aufbieten will der SCS in beiden Halbzeiten in etwa gleichstarke Formationen, die ausschließlich aus Spielerinnen des aktuellen Gruppenliga-Kaders bestehen: „Wir haben einfach einen großen Kader und deshalb sollen alle auf ihre 45 Minuten Einsatzzeit kommen“, berichtet Hahn-Schwalbach, die sich wünscht, dass viele ehemalige Weggefährtinnen den Weg an den Hauck finden werden. Etwa 175 Spielerinnen hatten in den vergangenen 30 Jahren die Schuhe für den SCS geschnürt – sie alle wurden persönlich zum Jubiläumsspiel eingeladen.
Rund um die Partie haben sich die Soisdorferinnen einiges einfallen lassen. So wird ein dickes Stadionheft mit allerlei Informationen zum Jubiläum erscheinen, es gibt bei einem Tippspiel ein signiertes FFC-Trikot zu gewinnen oder es winkt beim Torwandschießen ein Rundflug mit einem Segelflugzeug. Zudem steigt nach dem Spiel eine Party mit „DJ Matze“.
Der 1. FFC Frankfurt hat den Soisdorferinnen jedenfalls angekündigt, mit voller Kapelle anreisen zu wollen. Allerdings fehlt das osthessische Gesicht des FFC: Die Fliedenerin Theresa Panfil, die sich nach mehreren Knieoperationen weiterhin im Aufbautraining befindet, wird urlaubsbedingt nicht mit nach Soisdorf reisen.


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