Somun will sich gegen "selbstbewusste Oberräder etwas ausdenken"
Gruppenliga Frankfurt West: Topspiel bei den "Speuzern"
Mehmet Tunay Somun will mit seiner Mannschaft gegen Spitzenreiter Oberrad bestehen. Foto: Jörg Schulz
FV Stierstadt – VfB Friedberg (Freitag, 20.30 Uhr)
Auch vor dem achten Spieltag mischt der FV Stierstadt als bester Aufsteiger weiter vorne mit. Zwischen Oberrad, Kalbach und Mitaufsteiger Sportfreunde belegt Stierstadt mit 13 Punkten den dritten Platz. Doch in der engen Gruppenliga ist das Momentum oft mitentscheidend, und das hat seit zwei Spielen auch der VfB. Durch sechs Punkte aus den Partien gegen Seckbach und Griesheim wollen sich die Friedberger mit weiteren Zählern aus der Abstiegszone schießen: „Es läuft im Moment, wir wollen da klar drei Punkte holen“, so VfB-Spielausschuss Carsten Lesiak, der erneut den abwesenden Trainer Andres Pelka an der Seitenlinie vertritt. Lesiak kündigte zudem die gleiche Startformation wie zuletzt gegen Griesheim an, „wenn sich keiner verletzt.“
SC Dortelweil – 1. FC Oberstedten (Freitag, 20.45 Uhr)
Durch gute Ergebnisse zum Start der Runde war der SC Dortelweil vor dem letzten Spieltag bis an die Tabellenspitze vorgedrungen. Durch das 0:1 bei der Spvgg. Oberrad musste diese jedoch schnell wieder abgegeben werden. Nun will der SC die in der letzten Saison von Co-Trainer Gökhan Kocatürk häufig angesprochene 'Achterbahnfahrt' vermeiden und auf heimischem Terrain gegen den 1. FC Oberstedten zurück in die Spur finden. Sowohl Dortelweil als auch Oberstedten spielten am letzten Spieltag freitags, somit werden beide Mannschaften mit der gleichen Regenerationszeit in die Partie gehen. Mit einem Sieg würde der 14. Oberstedten bis auf einen Zähler an den Vierten Dortelweil heranrücken.
FFV Sportfreunde – Spvgg. Oberrad (Sonntag, 15 Uhr)
Das tabellarische Top-Spiel des achten Spieltags steigt im Frankfurter Gallusviertel. Vor wenigen Monaten trennten die Sportfreunde und Oberrad noch ganze zwei Ligen, heute sind es zwei Punkte. Mit einem Sieg der Gastgeber würden die "Speuzer" am Tabellenführer vorbeiziehen und könnte bei Punktverlusten von Stierstadt und Kalbach selbst als Spitzenreiter in die neue Woche gehen. „Wir spielen zu Hause und müssen zeigen, dass wir aus den zwei Heimniederlagen gelernt haben“, so FFV-Coach Mehmet Somun, der hofft, dass seine Truppe „die Tugenden, die in der Gruppenliga benötigt werden, endgültig verinnerlicht hat.“ Gegen eine „selbstbewusste Oberräder Mannschaft“ wolle man sich „etwas ausdenken.“
SV BKC Bosnien – TSG Nieder-Erlenbach (Sonntag, 15 Uhr)
„Wenn wir so weiter machen, steigen wir ab“, lautete nach der 0:3-Niederlage in Seckbach das Urteil von TSG-Abteilungsleiter Kalle Buhl. Nur drei Tage später zeigte die Mannschaft zu Hause gegen die Speuzer ein besseres Gesicht, FFV-Trainer Mehmet Somun empfand Nieder-Erlenbach „besser, als es der Tabellenplatz aussagt.“ Dennoch blieb die TSG nach dem 1:2 erneut ohne Punkte und trifft nun auf den SV BKC Bosnien, der am vergangenen Sonntag gegen Hausen siegte. Bosniens sportlicher Leiter Admir Malohodzic erwartet „ein offenes Spiel. Nieder-Erlenbach darf man nicht unterschätzen. Wir wollen unser bestes geben und an die Leistung der letzten zwei Wochen anknüpfen.“
FG Seckbach – TuS Merzhausen (Sonntag, 15 Uhr)
Gemessen an den Erwartungen von Außen, sowie den eigenen Ansprüchen erwischten die FG Seckbach und der TuS Merzhausen einen eher holprigen Start. Seckbach steht mit zwei Siegen, zwei Remis und zwei Niederlagen mit acht Zählern auf dem elften Platz. Merzhausen, das ein Spiel mehr ausgetragen hat, steht mit einem Zähler mehr auf Platz sechs. Die aktuelle Form spricht wohl eher für die Gäste, die nach drei Spielen ohne Sieg zum Auftakt in den folgenden vier Spielen ohne Niederlage blieben. Trainer Enis Dzihic hofft, dass das letzte spielfreie Wochenende der Seckbacher für den TuS „nicht schlecht sein muss“, doch in erster Linie „konzentriere ich mich nur auf meine Jungs.“
SG Bornheim – SKV Beienheim (Sonntag, 15 Uhr)
Acht Punkte aus sechs Spielen: Den Saisonstart hatten sich die Bornheimer anders vorgestellt. Dennoch, aufgrund der Ausgeglichenheit der Liga und dem ein oder anderen überraschenden Ergebnis konnte sich an der Spitze noch keine Mannschaft absetzen. Die Teams sind noch dicht beisammen. So könnte die SG am Sonntag theoretisch vom Tabellenvorletzten überholt werden. Der SKV Beienheim, der nur zwei Punkte mehr hat als die Bornheimer, käme mit einem Sieg auf 13 Punkte, einem weniger als der aktuelle Tabellenführer. Nachdem die Beienheimer gegen Merzhausen, Kalbach und Neu-Anspach ungeschlagen geblieben sind, sollte der SKV auch in Bornheim mit breiter Brust auftreten.
FV Hausen – FC Neu-Anspach (Sonntag, 15 Uhr)
Eine kleine Achterbahnfahrt erlebte zu Saisonbeginn der FC Neu-Anspach. Auf zwei souveräne 2:0-Siege folgte ein krachender 8:0-Erfolg über den SV BKC Bosnien. Nach dem Hoch folgte das Tief, die nächsten beiden Spiele gingen mit insgesamt zehn Gegentreffern verloren. Am letzten Spieltag hielt das Team von Trainer Rico Henrici beim torlosen Remis beim SKV Beienheim zumindest hinten wieder die Null. Acht Tage später geht es zum nächsten Aufsteiger, dem FV Hausen, der mit acht Punkten aus sieben Spielen den schwächsten Punkteschnitt der fünf Aufsteiger vorzuweisen hat. Dennoch sollte ein Sieg gegen die Anspacher reichen, um vorübergehend in die obere Tabellenhälfte zu klettern.
FSV Friedrichsdorf – FC Kalbach (Sonntag, 15 Uhr)
Durch den 4:2-Erfolg gegen die SG Bornheim hat der FC Kalbach die nächsten wichtigen Punkte eingefahren und in der Tabelle Rang zwei erobert. Nur der Mitabsteiger aus Oberrad hat noch einen Punkt mehr als der FCK, der zum Aufsteiger nach Friedrichsdorf reist. Dieser steht bei sieben Zählern aus sechs Spielen auf dem 13. Platz. Siege gab es bislang gegen den Letzten respektive Vorletzten der Tabelle. Unabhängig vom FSV glaubt Kalbach-Trainer Elton da Costa, dass alle Gegner „wenn sie gegen Kalbach spielen 100 Prozent geben. Aber wir haben die Qualitäten um uns in jeder Lage einen Vorteil zu verschaffen. Wir haben einen guten Lauf und können uns nur selbst stoppen.“
(sly)


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