Sorgas Witalij Bertram denkt bescheiden

A-Liga Hersfeld-Rotenburg: Doppelspieltag steht bevor

14. September 2016, 12:00 Uhr

Sieben Tore gehen auf das Konto von Witalij Bertram. Foto: Friedhelm Eyert

Die A-Liga Hersfeld-Rotenburg bleibt auch in diesem Jahr eine der spannendsten Ligen der Region. Wieder ganz oben mit dabei ist die SG Sorga/Kathus, die am Sonntag allerdings nicht über ein 2:2 bei der Reserve der SG Aulatal hinausgekommen ist. Dennoch ist ein Spieler zuletzt in den Fokus gerückt: Witalij Bertram.

Sieben Saisontore gehen bereits auf das Konto des 25-Jährigen. In der vergangenen Saison war es gerade mal ein Treffer. „Letztes Jahr habe ich durch meinen Beruf die Vorbereitung verpasst und bin dann nie richtig fit geworden. Das war in diesem Jahr anders: Dieses Mal konnte ich die Sommervorbereitung gut mitmachen – und ein arg schlechter Fußballer war ich noch nie“, versucht der Angreifer seinen derzeitigen Lauf zu erklären.

Das bisherige Saisonhighlight war für ihn zweifelsohne das Derby gegen die Reserve seines Ex-Clubs Hohe Luft im August. Neben dem Fakt, dass beim FSV sein jüngerer Bruder Artur Fußball spielt, erwischte Witalij Bertram dort vor den Augen seiner Eltern einen Sahnetag: Insgesamt fünf Treffer steuerte der angehende Bundespolizist zu einem 10:0-Erfolg bei. „Ich habe mich an dem Tag einfach gut gefühlt, war gut drauf und wir hatten eine gute Truppe auf dem Platz stehen. Dass ich dann auch noch fünf Tore gemacht habe, war die Krönung des ganzen Tages“, berichtet der Rechtsfuß, der von seinen Teamkollegen natürlich ordentlich gefeiert wurde. Zu den Treffern zählte unter anderem ein Tor mit der Hacke.

In der Tabelle belegt die SG Sorga/Kathus derzeit den zweiten Rang hinter der SG Gudegrund/Konnefeld. „Ein Platz unter den ersten fünf Mannschaften ist auf jeden Fall drin. Meisterschaft oder Relegation wären natürlich toll“, so Bertram, der anfügt: „Wir lassen aber lieber erst mal die Bälle flach. Wir haben zwar jetzt noch einmal einen Schritt nach vorne gemacht, müssen unsere Leistung aber weiter konstant abrufen.“ Und schließlich sei auch die Konkurrenz nicht zu verachten: Gudegrund, Mühlbach oder Nentershausen seien gerade offensiv stark besetzt und nicht umsonst derzeit in der Spitzengruppe zu finden.

Am kommenden Wochenende will Sorga/Kathus dennoch untermauern, dass der super Saisonstart nicht zufällig geglückt ist: Am Freitag steht zunächst das Nachholspiel gegen Ronshausen auf dem Programm, am Sonntag folgt das Topspiel gegen Gudegrund. Beide Partien finden vor heimischem Publikum statt: „Wir wollen natürlich mit drei weiteren Punkten ins Spitzenspiel gehen“, betont Bertram.

Autor: Viktoria Goldbach

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