Spätestens nächste Saison will Poppenhausen hoch

TSV-Trainer Marco Bieber: "In der B-Liga Rhön wird nicht mehr gebolzt"

16. Januar 2015, 17:00 Uhr

Marco Bieber und der TSV Poppenhausen: Das passt im Moment.

2009 ist der TSV Poppenhausen aus der Kreisoberliga abgestiegen, zwei Jahre später auch aus der A-Liga. Doch langsam aber sicher geht es am Fuße der Wasserkuppe wieder aufwärts. Unter Marco Bieber, der das Team im Sommer von Almir Secic übernommen hatte, steht der Rhöner B-Ligist auf Rang drei. Mit Hilders, Großenbach und Wiesen wird der TSV wohl den Meister ausmachen dürfen.

"Wir sind zufrieden", sagt Bieber nicht zu überschwänglich, aber auch sehr bestimmend. Schließlich wird das ausgegebene Ziel - Platz fünf - wohl übertroffen. Und grundsätzlich war das Ziel gar kein kurzfristiger Erfolg: "Wir haben uns schon vor der Saison auf einen Zwei-Jahres-Vertrag geeinigt. Es ist einfach wichtig, dass man Zeit bekommt, um etwas nach seinen Vorstellungen aufzubauen." Ohnehin scheint es ein Trend zu sein, Trainer und Spieler wieder mit längerfristigen Kontrakten auszustatten. Bieber findet das gut.

Zeit wollte er beispielsweise bekommen, um das System umzustellen - obwohl er als Trainer selbst sogar skeptisch war, ob die Viererkette funktioniert: "Aber die Mannschaft wollte es und hat es von Anfang an gut hinbekommen." Organisieren kann die Abwehrreihe Bieber nach wie vor auf dem Feld, schließlich hütet der 38-Jährige noch immer das Tor: "Solange es die Knochen noch mitmachen. Aber auf Kunstrasen gehe ich nicht mehr, auch an Doppelspieltagen stehe ich nur einmal im Tor. Das packe ich einfach nicht mehr."

Im mittlerweile gediegenen Alter ist er aber nur die zweitälteste Stammkraft, die Fäden zieht Poppenhausens Ex-Trainer Frank Haucke, der ein paar Monate älter ist. Vermutete Machtkämpfe gibt es da nicht: "Frank nimmt sich schon sehr zurück. Er hat ganz einfach auch familiäre Prioritäten. Am Platz ist er natürlich super wichtig. Außerdem hat er auch schon zwei-, dreimal das Training geleitet", erklärt Bieber die Wichtigkeit des Leaders.

Obwohl die Tabelle arg verzerrt ist, gibt es für Bieber einen klaren Titelfavoriten: "Ich denke, Großenbach wird es machen. Der Abstieg aus der A-Liga scheint mir bei denen ein Betriebsunfall gewesen zu sein. Das ist für mich eine gute A-Liga-Mannschaft." Den Platz dahinter würde der Ex-Lüttner dann schon gerne einnehmen: "Wenn es dieses Jahr aber nicht mit dem Aufstieg klappen sollte, dann würden wir ihn nächstes Jahr schon auch als Ziel ausgeben können." Grundsätzlich sei das Niveau in der B-Liga Rhön für ihn sehr gut, im Vergleich mit den anderen B-Ligen vielleicht sogar das beste in der Region: "In der Rhön-Staffel wird nicht mehr gebolzt, da wird Fußball gespielt." So wie in Poppenhasen.

Autor: Johannes Götze

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