Speuzer ringen Bornheim nieder
Gruppenliga Frankfurt West: Griesheim gleicht spät aus
SC Dortelweil – FSV Friedrichsdorf 2:2 (0:0)
Im torlosen ersten Durchgang hatte Friedrichsdorfs Patrick Bussian die beste Chance, als sein Kopfball nach drei Minuten an der Latte landete. Tore fielen erst nach dem Seitenwechsel. Nach einem Fehlpass in der Dortelweiler Hintermannschaft schob Bussian zum 0:1 ein. Nach einem Foul von Julien Smith an Stefan Ljujic verwandelte Markus Vancura den fälligen Strafstoß zum 1:1. Nur wenige Minuten später lenkte Dortelweils Jonas Müller eine Hereingabe von Francesco Marino ins eigene Netz. Doch kurz vor dem Abpfiff glich Vancura mit einem wuchtigen Kopfball in den Winkel erneut aus. In der Nachspielzeit hatten die Hausherren sogar noch die Chance zur Führung, diese wäre laut Co-Trainer Gökhan Kocatürk jedoch "nicht verdient gewesen. Wir sind über die 90 Minuten nie zu unserem Spiel gekommen und hatten eine hohe Fehlpassquote. Erfreulich war, dass die Mannschaft nach dem Eigentor "eine tolle Moral bewiesen hat, aber insgesamt können wir nicht zufrieden sein.“
Schiedsrichter: Wolfgang Geipel (TuS Nordenstadt).
Zuschauer: 80.
Tore: 0:1 Patrick Bussian (49.), 1:1 Markus Vancura (71./FE), 1:2 Jonas Müller (78./ET), 2:2 Markus Vancura (90.).
FV Stierstadt – FG Seckbach 0:1 (0:0)
Das Chancenverhältnis vor der Pause lag laut Seckbach-Trainer Thorsten Spahn bei 5:1 für seine Truppe. Elvir Pintol und Milad Wardak trafen nur das Aluminium. Auf der Gegenseite ließ der laut Spahn "überragende Fußballer“ Altan Sack drei Seckbacher stehen, auch er scheiterte an der Latte. Zu Beginn der zweiten Halbzeit wurde Wardak von Stierstadts Torwart Marcel Dumann außerhalb des Strafraums gefällt – den fälligen Freistoß verwandelte Spielertrainer Manuel May aus 18 Metern zum 0:1-Siegtreffer. Im Anschluss hatten die Seckbacher weitere Gelegenheiten, erst nach einer taktischen Umstellung tauchte der Aufsteiger des Öfteren vor Seckbach-Schlussmann Mark Lüdtke auf, der die drei Punkte mit mehreren guten Aktionen festhielt. Spahn sah über die 90 Minuten einen "verdienten Sieg, heute haben wir das nötige Quäntchen Glück gehabt.“
Schiedsrichter: Roshan Safi (Hanau).
Zuschauer: 150.
Tore: 0:1 Manuel May (53.).
Spvgg. Griesheim – FV Hausen 2:2 (1:1)
Laut Griesheim-Vorstand Christian Kossack hätten die Gastgeber schon zur Halbzeit „mit vier oder fünf Toren führen müssen.“ Schon nach acht Minuten brachte Murat Tiryaki die Griesheimer nach einem schönen Ball von Daniel Sousa in Führung. In der Folge verpassten Daniel Sikorski, Daniel Sousa und Kai Brandenburger das 2:0. Kurz vor dem Pausenpfiff glich Tolga Kocak per Kopfball aus. Kurz nach Wiederbeginn erzielte der laut Kossack beste Gästeakteur Sina Shakouri per Freistoß die Führung, die erst in der 85. Minute durch Tiryakis zweites Tor erneut egalisiert wurde. Zuvor waren Griesheims Leonardo Kovacevic mit rot und Hausens Shakouri mit gelb-rot vom Platz geflogen. "Die zweite Halbzeit war zerfahren, da war es kein gutes Fußballspiel mehr. Wer die Chancen nicht reinmacht, hat es nicht verdient zu gewinnen“, so die nüchterne Bilanz Kossacks.
Schiedsrichter: Erik Vardanjan (RSV Würges).
Zuschauer: 60.
Tore: 1:0 Murat Tiryaki (8.), 1:1 Tolga Kocak (43.), 1:2 Sina Shakouri (52.), 2:2 Murat Tiryaki (85.).
Gelb-Rot: Sina Shakouri (Hausen/83.).
Rot: Leonardo Kovacevic (Griesheim/78.).
1. FC Oberstedten – TuS Merzhausen 1:2 (1:2)
Alle drei Treffer zwischen dem FCO und dem TuS fielen in der Anfangsphase der Begegnung. Zunächst traf Vincent Warnecke zum 1:0 für Oberstedten, Haben Tesfamicael glich nur fünf Minuten später aus. In der 16. Minute traf Stefan Hickl vom Elfmeterpunkt aus zum 1:2 für Merzhausen, das auf die 1:6-Schlappe vom Wochenende mit einem Sieg antworten konnte. Oberstedtens Trainer Artur Rissling war bedient: "Die haben nicht gewonnen sondern wir haben verloren. Wir hatten kaum Biss, kaum Leidenschaft. Das war ein Tag für die Tonne, ich bin enttäuscht“, so der Übungsleiter.
Schiedsrichter: Niklas Rau (Gießen).
Zuschauer: 100.
Tore: 1:0 Vincent Warnecke (7.), 1:1 Haben Tesfamicael (12.), 1:2 Stefan Hickl (16./FE).
FFV Sportfreunde – SG Bornheim 5:4 (1:2)
Mächtig was los war an der Mainzer Landstraße in Frankfurt. Nach 90 Minuten sahen beide Trainer bessere Bornheimer in der ersten – und bessere Speuzer in der zweiten Halbzeit. Schon nach vier Minuten erzielte Danyal Tekin das 1:0. Aljoscha Richter und Mario Marx brachten die Bornheimer vor der Pause in Front. Die Führung wurde in der 54. Minute durch Simon Horn weiter erhöht, danach habe die SG laut Trainer Afom Haile "den roten Faden nicht mehr gefunden.“ Fatih Bosnak und Jannis Lerch glichen für den FFV aus, Neuzugang Alaa Aishouna brachte Bornheim erneut in Führung. Doch trotz des erneuten Rückschlags war Sportfreunde-Trainer Mehmet Somun "absolut glücklich, dass wir den Sieg geholt haben.“ Denn in der Schlussviertelstunde schlug Torjäger Okan Ilkiz gleich doppelt zu und bescherte seinen Mannen in der 87. Minute die drei Punkte. "Man hat gemerkt, dass sich die Mannschaft unbedingt belohnen wollte. Es ist gut für die Moral, dass mir gegen eine ambitionierte Mannschaft wie Bornheim mithalten können.“
Schiedsrichter: Philipp Reich (Viktoria Kelsterbach).
Zuschauer: 150.
Tore: 1:0 Danyal Tekin (4.), 1:1 Aljoscha Richter (11.), 1:2 Mario Marx (17.), 1:3 Simon Horn (54.), 2:3 Fatih Bosnak (59.), 3:3 Jannis Lerch (63.), 3:4 Alaa Aishouna (70.), 4:4 Okan Ilkiz (77.), 5:4 Okan Ilkiz (87.)
SKV Beienheim – TSG Nieder-Erlenbach 1:2 (1:1)
Im vierten Spiel musste der Aufsteiger aus Beienheim vor 130 Zuschauern seine erste Niederlage der Gruppenliga-Saison hinnehmen. Dabei ging die Partie für den SKV gut los, nach nur fünf Minuten traf Matthias Pircek zum 1:0. Nieder-Erlenbachs Ausgleich folgte druch Francesco Trulli in der 21. Minute. Bis in die Schlussphase hinein gab es Chancen aus beiden Seiten, die Gäste sollten jedoch das bessere Ende für sich behalten. Drei Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit erzielte Torjäger Ante Paradzik das 2:1 aus Sich der TSG, die durch den späten Treffer zu ihren ersten drei Punkten gekommen ist. "Es war ein super Spiel“, analysierte SKV-Pressesprecher Michael Major: "Unter dem Strich wäre ein Unentschieden gerechter gewesen, denn beide Mannschaften haben sich nichts geschenkt.“ Dennoch sei die erste Niederlage für Beienheim "kein Beinbruch.“
Schiedsrichter: Tobias Vogel (VfB Unterliederbach).
Zuschauer: 130.
Tore: 1:0 Matthias Pircek (5.), 1:1 Francesco Trulli (21.), 1:2 Ante Paradzik (87.).
(sly)
Spvgg. 05 Oberrad - FC Kalbach 0:2 (0:0)
Im Duell der beiden Verbandsliga-Absteiger behielten die Gäste aus dem Frankfurter Norden die Oberhand. Mit Kadir Fil und Florian Kister (per Foulelfmeter) erzielten ausgerechnet zwei ehemalige Oberräder die beiden Tore für die Kalbacher im zweiten Abschnitt. Den Hausherren wurde vor nur 75 Zuschauern ein Foulelfmeter an Spielertrainer Baldo Di Gregorio verweigert, der den Ausgleich hätte bringen können. "Das war ein klarer Elfmeter", sagte im Anschluss Di Gregorio, der trotz der Niederlage seinem Team keinen Vorwurf machen wollte: "Wir haben alles abgerufen, aber die bessere Mannschaft hat das Spiel gewonnen. Wir haben nicht clever genug agiert". Auch der Sportliche Leiter Mario Di Falco merkte an: "Wir hatten Kalbach in der ersten Hälfte gut im Griff. Es war ein hartumkämpftes Spiel, aber der Schiedsrichter hat nicht den sichersten Eindruck hinterlassen. Letztlich hat Kalbach die Tore gemacht, wir aber nicht". FCK-Mittelfeldspieler Kadir Fil sprach von einem "verdientem Sieg. Wir hatten durch unseren guten Spielaufbau das Spiel unter Kontrolle. Oberrad stand gut, fiel aber nur durch aggressives Zweikampfverhalten aus. Das Spiel war sehr hitzig, aber der Schiedsrichter wollte es mit elf gegen elf beenden".
Schiedsrichter: Marcel Reinke (Gelnhausen).
Zuschauer: 75.
Tore: 0:1 Kadir Fil (56.), 0:2 Florian Kister (72./Foulelfmeter).
(pa)


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