Spielt die Statistik der SG Freiensteinau in die Karten?

03. Mai 2024, 09:51 Uhr

Nico Hohmann (links) und die SG Freiensteinau befinden sich in einem Mehrkampf um den Relegationsplatz. © Charlie Rolff

Die halbe Gruppenliga steckt im Abstiegskampf – und auch im Aufstiegsrennen. Die SG Freiensteinau hat da mit sechs Auswärtsspielen die schlechtesten Karten. Oder doch nicht?

Mit Wehmut schauen sie bei der SG Freiensteinau auf die letzten beiden Heimspiele. Nach zwei 4:0-Siegen gegen Petersberg und Bad Soden II schien die SGF im Flow, setzte allerdings die Heimspiele gegen Schlüchtern und zuletzt Johannesberg in den Sand. Statt Platz zwei mit vier Punkten Vorsprung auf die Verfolger ist es Platz sechs mit zwar nur zwei Zählern Rückstand, aber dem deutlich schwereren Restprogramm.

Sechs Auswärtsspiele in Folge: Kein schlechts Omen für SGF?

Denn der Spielplan hält dem amtierenden Vize-Meister nur noch Auswärtsspiele bereit . Entsprechend schätzt Verteidiger Nico Hohmann die Chancen für eine erneute Relegationsteilnahme ein: „Sehr schwierig, denn da sind sehr schwere Partien bei Oberzell/Züntersbach, Hönebach oder Aulatal dabei.“ Doch Hohmann kennt auch die Statistik, dass sich die SGF auswärts deutlich leichter tut als im „Blauen Eck“. Während Freiensteinau die Heimspiele mit einer negativen Bilanz abschloss, stehen auswärts erst zwei Niederlagen in sieben Spielen zubuche. „Es ist schon skurril, weil wir im vergangenen Jahr zuhause eine Macht waren. Ich kann zumindest nicht erklären, warum es so ist“, sagt Hohmann.

Nach gutem Start in die Saison mit neun Punkten aus den ersten drei Spielen schlich sich eine Krise in Freiensteinau ein, in den folgenden acht Spielen gab es nur noch einen Erfolg. „Zwischenzeitlich haben uns sieben, acht Spieler gefehlt. Das fängst du in der Gruppenliga nicht auf. Aber das ist nicht der einzige Grund, denn es lag auch an uns. Wir haben unsere vielen Torchancen nicht genutzt. Wir stehen zwar oben, haben aber zu wenig Tore geschossen“, kritisiert der 30-Jährige. Nur die abstiegsbedrohten FSV Thalau und SG Kerzell erzielten weniger Treffer als die im Aufstiegsrennen beteiligten Freiensteinauer (32).

Gruppenliga Fulda: Zwei oder drei direkte Absteiger?

Der Start in den die Saison beendenden Auswärtsmarathon legt der Tabellensechste beim SV Großenlüder (Sonntag, 15 Uhr) hin. Für die SGFwohl schon ein vorentscheidendes Spiel: „Dort wollen wir uns den Push für die letzten Wochen holen, um die erfolgreich zu gestalten. Großenlüder lag uns in der Vergangenheit sehr gut. Wir kommen mit der vollen Kapelle, deshalb bin ich guter Dinge.“ Und so könnte die Statistik vielleicht einen Hinweis darauf geben, dass mit der SG Freiensteinau in der verrückten Gruppenliga-Saison (Hohmann: „Wahnsinn, was da abgeht.“) trotz sechs Auswärtsspielen zum Abschluss zu rechnen sein wird.

Bereits heute Abend nimmt der Abstiegskampf Fahrt auf, wenn der RSV Petersberg im Heimspiel gegen den FV Horas (18.45 Uhr) Punkte für den Klassenerhalt sammeln will und darauf hofft, dass der TSV Künzell gegen die SG Kerzell (18.30 Uhr) punktet. Auch für den TSV geht es um wichtige Punkte im Abstiegskampf, denn sollte der FC Eichenzell aus der Verbandsliga direkt absteigen, was mit einem Abstieg des SV Steinbach aus der Hessenliga ein realistisches Szenario wäre, würden drei Teams aus der Gruppenliga direkt absteigen, während der Tabellen-13. relegiert.

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