Spitzenspiel steigt in Friedberg

Verbandsliga Süd: Aufsteiger Sandzak empfängt TSO

22. August 2017, 13:55 Uhr

Sandzaks Goran Dokic (rechts) erzielte gegen den Hanauer SC (hier Abdulkadir Okutan, Mitte) die 1:0-Führung und empfängt nun mit seiner Mannschaft die TS Ober-Roden. Foto: Patrick Scheiber

Für die Vereine der Verbandsliga Süd steht eine englische Woche auf dem Programm. Die ersten vier Spiele werden dabei schon am Mittwoch Abend ausgetragen. Den Anfang macht Germania Ober-Roden, die Rot-Weiß Darmstadt zum Heimspiel empfangen. Eine Dreiviertelstunde später wird dann das Spitzenspiel zwischen Friedberg und Bad Vilbel angepfiffen. Ab 20 Uhr sind dann auch der SV FC Sandzak (gegen TS Ober-Roden) und Vatanspor Bad Homburg (gegen Eintracht Wald-Michelbach) gefordert.

Germania Ober-Roden - Rot-Weiß Darmstadt (Mittwoch, 18.45 Uhr)

"Ich denke wir können mit dem Start zufrieden sein. Bad Vilbel hat sich im ersten Spiel als gefestigter und kompakter Gegner gezeigt. Die haben schon eine gute Rückrunde gespielt. Aber die letzten beiden Spiel haben gepasst, Vor allem die Torausbeute mit elf Treffern aus zwei Spielen", so Darmstadts Trainer Dominik Lohrer, der sich von der Niederlage des kommenden Gegners gegen Urberach nicht blenden lassen. "Die sind trotzdem gut gestartet und wir sind gewarnt. Wir müssen nach den zwei Siegen auf dem Boden bleiben und weiter hart arbeiten."

Auf der Gegenseite sprach Ober-Rodens Präsident Norbert Rink nach der "Last-Minute"-Niederlage gegen Viktoria Urberach "vom schwächsten Spiel in dieser Saison. Wir sind bestraft worden." Dennoch darf der Saisonstart mit vier Zählern aus drei Spielen als ordentlich bezeichnet werden. Derzeit steht für den Aufsteiger der sechste Platz zu Buche. Zudem fügt Darmstadts Trainer Lohrer an." Mit Marco Christophori und Mohammed Hakimi haben die zwei absolute Qualitätsspieler vorne drin." (db)

Türk Gücü Friedberg - FV Bad Vilbel (Mittwoch, 19.30 Uhr)

Am letzten Sonntag setze es zwar für Türk Gücü Friedberg die erste Saisonniederlage, davon sollten sich aber die Schützlinge von Mustafa Fil nicht aus dem Konzept bringen lassen. Grundsätzlich fehlte beim 0:1 in Nidda oftmals die letzte zündende Idee, oder der an diesem Nachmittag alles überragende Torwart Tim Kuhl stand den Friedbergern im Weg. Jetzt heißt es, gegen den Tabellenführer aus Bad Vilbel sich neu zu sortieren: "Gegen Nidda hat die letzte Konsequenz beim Torabschluss gefehlt. Wir hätten viele Situationen einfach zu Ende spielen müssen. Nichtsdestotrotz hat das Nidda vor allem kämpferisch klasse gemacht", sagt Türk Gücüs Co-Trainer Gültekin Cagritekin. Gegen Bad Vilbel erwartet Cagritekin am Mittwoch Abend ein ganz andere Partie: "Sie werden über die spielerische Komponente kommen. Wir werden darüber nachdenken, ob wir unsere Elf entsprechend anpassen werden. Das entscheidet sich im Abschlusstraining."

Besser hätte es für die Brunnenstädter bis jetzt nicht laufen können: Neun Punkte aus drei Spielen sprechen schon eine eindeutige Sprache. Nach zuletzt zwei Auswärtsspielen steht nun das Dritte in Folge an: "Wir sollten gut erholt sein nach dem schwierigen Spiel in Ober-Roden", sagt Bad Vilbels Coach Amir Mustafic. Das 2:0 bei der TS Ober Roden zerrte schon sehr an den Kräften seiner Mannschaft. Beim Spitzenspiel in der Jahnstraße in Ober-Rosbach erwartet Mustafic eine offensive Partie und "wer weniger Chancen zulässt und mit seinen Möglichkeiten effektiver umgeht, der wird als Sieger vom Platz gehen", so der Coach des Tabellenführers (cw)

Vatanspor Bad Homburg - Eintracht Wald-Michelbach (Mittwoch, 20 Uhr)

Nachdem der Rasenplatz nun fertig ist, können die Bad Homburger ihr erstes Spiel auf dem heimischem Rasen bestreiten. Zu Gast wird dabei am Mittwoch Abend Eintracht Wald-Michelbach sein. Nach zwei Siegen und einem Unentschieden zum Start will Vatanspor nun "mit geballtem Selbstbewusstsein" nachlegen, wie es der Sportliche Leiter formuliert. Hüseyin Güven ist dabei optimistisch und zuversichtlich, dass der zweite Heimsieg in Folge gelingt: "Wald-Michelbach hat eine offensivstarke Mannschaft und ich sehe uns auf Augenhöhe. Deshalb wird es wichtig sein, mit mannschaftlicher Geschlossenheit aufzutreten und sich gegenseitig zu helfen", so Güven. Im letzten Aufeinandertreffen beider Kontrahenten siegten die Gäste klar mit 4:0. "Es ging für beide Seiten am Saisonende um nichts mehr und wir haben mit dem letzten Aufgebot gespielt." Nun allerdings befinden sich beide Mannschaft noch am Beginn der Saison und trotzdem plagen den Bad Homburgern personelle Probleme. Neben Moritz Kulick, der noch im Urlaub ist, fällt Stürmer Eugen Schiffmann verletzungsbedingt aus (wie berichtet). Eine gute Gelegenheit also für die Spieler aus der zweiten Reihe sich zu beweisen und für weitere Aufgaben zu empfehlen.

Während die Bad Homburger noch ohne Niederlage sind, musste die Eintracht am zweiten Spieltag eine herbe 2:6-Pleite in Friedberg hinnehmen. Deshalb kam das spielfreie Wochenende genau richtig, um die Niederlage aus den Köpfen der Spieler zu bekommen. Außerdem konnte sich die Mannschaft des neuen Trainers Ralf Ripperger gezielt auf die Begegnung bei Vatanspor vorbereiten. "Wir müssen kompakt stehen und aggressiv spielen, darauf wird es ankommen", sagt Wald-Michelbachs Chefcoach vor der "schwierigen Auswärtspartie" und spricht auch deshalb von einem schweren Programm in der englischen Woche, da seine Mannschaft am Sonntag beim Aufsteiger Germania Ober-Roden gefordert ist. Um die beiden Spiele erfolgreich zu bestreiten soll eine andere Leistung als bei der Niederlage in Friedberg abgerufen werden. "Wir haben nicht an das angeknüpft, was wir im ersten Spiel gegen Alsbach abgerufen haben. Wir haben die Gegentreffer selbst verschuldet und dabei entscheidende Räume in der Abwehr nicht geschlossen", nennt Ripperger die Gründe für das Scheitern. Trotzdem sehe der Trainer seine Spieler nun auf einem guten Weg und hofft, dass die Mannschaft mit einer anderen Geschlossenheit in Bad Homburg auftritt, um etwas Zählbares aus dem Flutlichtspiel mitnehmen zu können. (se)

SV FC Sandzak - TS Ober-Roden (Mittwoch, 20 Uhr)

Mit einem Sieg und einem Unentschieden ist der SV FC Sandzak in die neue Saison gestartet, was die Verantwortlichen beim Aufsteiger positiv stimmt. Nach den Spielen beim SC 1960 Hanau und gegen den FC Alsbach steht nun das zweite Heimspiel in Folge auf dem Programm. "Zwei spielstarke und junge Mannschaften treffen aufeinander und es ist am Mittwoch Abend alles möglich. Ich bin gespannt", sagt Murat Sejdovic, der in der vergangenen Saison noch als Spielertrainer in der Gruppenliga agierte und nun vor der Saison von Aleksandar Pajic auf dem Chefposten abgelöst wurde. Dafür kam Sejdovic in den ersten beiden Spielen von Beginn an zum Einsatz und freut sich nun auf das "Topspiel", bei dem das erste Tor bereits entscheidet sein könnte, wie Sandzaks Spieler erklärt. Wie der Gegner aus Ober-Roden auftreten könnte, davon konnten sich die Verantwortlichen des Aufsteigers am ersten Spieltag bei der Partie zwischen der TSO und Rot-Weiss II ein Bild machen. "Wir können uns auf sie einstellen und sie kennen uns nicht. Das ist schon ein Vorteil", äußerte sich Sejdovic zum Status als "große Unbekannte" der Liga.

Und da die Ober-Rodener den SV FC Sandzak nicht kennen, möchte Trainer Daniel Nister, dass sich seine Mannschaft auf sich selbst fokussiert und die eigene Leistung abruft. "Wir wissen nichts über den Gegner und es ist unter der Woche in Frankfurt. Es ist schwierig zu sagen, was uns erwartet. Wir müssen auf uns schauen und deshalb haben wir das Spiel gegen Bad Vilbel analysiert und die Dinge angesprochen, die nicht gut liefen", sagte Ober-Rodens Coach nach der 0:2-Niederlage gegen Bad Vilbel, die gleichzeitig die erste Pleite in dieser Saison war. Außerdem fügte Nister hinzu: "Es wird wichtig sein, dass wir das Positive von dieser Partie mitnehmen und in den Köpfen behalten. Außerdem sollten wir an unsere Leistungen, die wir in den ersten drei Spielen gezeigt haben, anknüpfen. Dann sind mit Sicherheit die drei Punkte drin, die vielleicht auch gegen Bad Vilbel drin gewesen wären."

Nach nun drei Heimspielen zum Auftakt folgt in der englischen Woche das erste Auswärtsspiel für die TSO, das erfolgreich bestritten werden soll. Dabei könnte es Veränderungen in der Startelf geben, wie Ober-Rodens Trainer nach der Niederlage ankündigte: "Wir haben einen breiten Kader, schließlich müssen wir auch auf die Belastung achten, deshalb könnte es den einen oder anderen Wechsel geben." Auch die Gastgeber können aus den Vollen schöpfen und haben keine verletzten Spieler zu beklagen. (se)

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