"Stehen mit dem Rücken zur Wand - aber wir stehen noch"
Fabian Kallée glaubt weiter an seinen SVA Bad Hersfeld
Fabian Kallée (rechts) will mit dem SVA Bad Hersfeld in der Rückrunde noch das eine oder andere Mal jubeln. Foto: Florian Volk
Das macht Kallée auch Mut: „Wir haben häufig nicht wie ein Tabellenletzter agiert, uns aber durch individuelle Fehler um unseren Lohn gebracht“, sagt Kallée, der die aktuelle Situation wie folgt beschreibt: „Wir stehen mit dem Rücken zur Wand, aber wir stehen noch. Wir sind uns der Lage bewusst, haben aufgrund der Tabellensituation die schlechtesten Voraussetzungen in der Liga.“ Wichtig sei aber gewesen, dass der SVA kurz vor der Winterpause gegen Schlitzerland (5:1) und Eiterfeld/Leimbach (3:0) zwei Siege einfahren konnte.
„Damit sind wir weiter in Schlagdistanz. Jetzt müssen wir mit einer intensiven Vorbereitung mehr machen als andere Vereine in der Liga“, so der Spielertrainer, der aufgrund des Kunstrasenplatzes in Asbach optimale Bedingungen für die Wintervorbereitung vorfindet. „Entscheidend wird sein, dass wir frühzeitig in die Spur finden. In den ersten fünf Begegnungen nach der Winterpause haben wir mit Schlüchtern/Elm, Kerzell, Haimbach und Borussia Fulda II vier direkte Konkurrenten im Kampf um den Ligaverbleib. Wenn wir dann von Beginn an bei der Sache sind, wird noch einmal ein Ruck durch das Team gehen, davon bin ich überzeugt“, sagt der 36-jährige Angreifer, der mit 14 Treffern die interne Torschützenliste deutlich vor Nils Wenzel (3) anführt.
Entscheidend sei, dass der SVA frühzeitig viele Teams mit in den Abstiegssumpf hineinzieht. „Je mehr Vereine unten feststecken, desto schneller kannst du dich unten befreien. Der Glaube ist weiterhin da“, untermauert Kallée, der sich nicht vorstellen kann, dass der Verein auf dem winterlichen Transfermarkt noch einmal groß nachbessert. „Wintertransfers heißen immer, dass du tief in die Tasche greifen musst. Wir wollen grundsätzlich nichts ausschließen, sind aber der festen Überzeugung, dass der vorhandene Kader die Qualität zum Ligaverbleib hat“, so der Ex-Hünfelder. Zunächst aber müssen die Hausaufgaben gemacht und in den direkten Duellen gepunktet werden. Erst dann befinde sich seine Elf wieder „in solchen Sphären, in denen wir nach der Konkurrenz gucken dürfen“.


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