Steinbach oder Soden?
Verbandsliga: Herbsttitel wird in die Region vergeben
SV Steinbach - SC Willingen (Sonntag, 14.30 Uhr).
Der tolle Auftritt in Schwalmstadt (3:1-Sieg) wirkt bei Steinbachs Übungsleiter "Kalle" Müller noch nach: "Nicht nur das Ergebnis, sondern auch die Art und Weise, wie wir den Gegner auf dem unruhigen bespielt haben - das war taktisch und spielerisch vor allem in der ersten Halbzeit überragend." Durch den Erfolg fehlt gegen Willingen nur noch ein Punkt für die Herbstmeisterschaft: "Darüber sollten wir uns keine Gedanken machen, aber natürlich wollen wir auch am Sonntag wieder punkten." Leicht wird es nicht, schließlich gibt es eine Menge Fragezeichen: Michael Wiegand (Scharlach), Fabian Wiegand (Magen-Darm) und Florian Münkel (krank) liegen flach, dazu bekam Sebastian Bott in der Schwalm einen Pferdekuss verpasst. "Wir müssen sehen, dass wir den einen oder anderen bis Sonntag noch fit bekommen, ansonsten heißt es gegen robuste Willinger geduldig zu spielen, Lösungen zu kreieren und nicht in Konter zu laufen", erklärt Müller.
TSV Lehnerz II - 1. FC Schwalmstadt (Sonntag, 14.30 Uhr).
Der 1. FC Schwalmstadt muss zum Abschluss der osthessischen Wochen nach Lehnerz. Die bisherigen Auftritte in Bad Soden (1:2) und gegen Steinbach (1:3) waren nicht von Erfolg gekrönt: "Deswegen ist es eher ein schlechter Zeitpunkt, um gegen Schwalmstadt zu spielen. Die werden nicht ein drittes Spiel in Folge verlieren wollen", erwartet TSV-Coach Marco Lohsse einerseits bissige und offensive Gäste. Er spricht gar von einem "Alles-oder-nichts-Spiel" für die Gäste, die, wenn alles schief läuft, am Sonntag neun Punkte von der Spitze entfernt sein könnten. Zumindest das könnte Lehnerz, das diesmal wieder auf Naturrasen spielt, entgegenkommen. Lohsse, dessen Team mit 27 Punkten aus 15 Spielen die identische Ausbeute wie das Hessenliga-Team vorzuweisen hat, geht vollkommen entspannt in die Partie: "Das ist zum Abschluss der Hinrunde noch einmal ein richtiges Highlight. Mit einem Punkt könnte ich sehr gut leben." Munir Tekleyes und Michael Scholz sind noch angeschlagen.
SG Bad Soden - SG Schauenburg (Samstag, 14.30 Uhr).
Das Spitzenspiel in gut drei Wochen wirft schon seine Schatten voraus: "Wenn alles optimal läuft spielt da in Steinbach Erster gegen Zweiter. Genau darauf wollen wir die nächsten zwei Spiele hinarbeiten", erklärt Sodens Trainer Sead Mehic, der nach nun sieben Spielen ohne Niederlage rundum zufrieden ist: "Ich bin stolz auf die Entwicklung. Die Mannschaft legt ein sehr professionelles Verhalten an den Tag, hat sich Platz zwei hart erarbeitet. Wir sind immer mehr ein eingeschworener Haufen, die Tabelle lügt nunmal nicht." Im letzten Heimspiel - danach geht´s noch nach Rothwesten und Steinbach - soll natürlich noch ein Dreier her: "Ich bin guter Dinge, die Jungs sind gut drauf. Wir wollen das Spiel erfolgreich gestalten." Sollte gegen den Vorletzten, der den fremden Platz sieben von acht Spielen als Verlierer verließ, von der Papierform her auch kein größeres Problem sein.
SV 07 Eschwege - SVA Bad Hersfeld (Samstag, 15 Uhr).
Für den SVA Bad Hersfeld bleibt es dabei: Nach schwachem Saisonstart sind die erhofften 20 Punkte bis zum Ende der Hinrunde noch möglich. Allerdings benötigt man dazu einen Dreier in Eschwege, und das ist zweifelsohne einer der Mannschaften der Stunde. Fünf Siege in Folge, dabei 20 Tore erzielt und in den letzten vier nicht ein einziges kassiert. Nach miserablem Saisonstart, so wie eigentlich in fast jedem Jahr, sind die Nullsiebener wieder in der Spur und werden mit dem Abstieg wohl nichts zu tun haben.
SSV Sand - Hünfelder SV (Sonntag, 14.30 Uhr).
Trotz der bislang mauen Ausbeute von nur 22 Punkten, ist man im Lager des Hünfelder SV so selbstbewusst, nicht von Abstiegskampf zu sprechen: "Das sollte uns keine Bauchschmerzen machen. Dann müsste sich Sand ja auch dahingehend Gedanken machen", erklärt Trainer Dominik Weber, der beide Mannschaften zu gut für die aktuelle Tabellenregion aufgestellt sieht. Der HSV hat trotz Platz neun die zweitbeste Defensiven der Liga, vorne hakt es jedoch: "Ich hoffe, dass Robert Simon nach seinem Tor wieder Auftrieb bekommt. Er hat jetzt zwei, drei Wochen kontinuierlich gefehlt, das war vorher anders. Wir brauchen ihn, er ist wichtig", unterstreicht Weber, der auch wieder Niclas Rehm an Bord hat. Erfolgreich am Meniskus wurde Steffen Witzel operiert: "Drei Monate wird er wohl pausieren müssen. Steffen muss man dann wohl eher ein bisschen bremsen, er wird mit Vollgas zurückkommen."
TSV Korbach - SV Neuhof (Sonntag, 14.30 Uhr).
Das große Ziel des SV Neuhof ist klar: Mit mindestens 20 Punkten in die Rückrunde zu gehen. Dafür ist ein Sieg in Korbach, mit 58 Gegentoren die Schießbude der Liga, notwendig. "Nach dem eher schwachen Oktober, als nur unsere Konkurrenten richtig gepunktet haben, wäre ein Sieg wichtig", sagt Neuhofs Sportlicher Leiter Alexander Bär, der sich jedoch um die Schwierigkeit der Aufgabe bewusst ist: "Beide Mannschaften wissen um was geht, nämlich um den Klassenerhalt. Das wird ein kampfbetontes und enges Spiel." Der SVN muss weiterhin auf Niklas Heiliger verzichten, ansonsten aber personell auch etwas jonglieren, schließlich gilt es auch für die zweite Mannschaft, die gegen den TV Neuhof spielt, wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt zu holen.

