Stierstadt fängt nicht an zu träumen

Gruppenliga Frankfurt West: Dortelweil sieht Nieder-Erlenbach als abgezockte Mannschaft

01. September 2017, 09:44 Uhr

Ömer Dursun möchte mit den "Speuzern" den vierten Sieg einfahren, um weiter um die vorderen Plätze mitzumischen. Foto: Jörg Schulz

Auch der sechste Spieltag der Gruppenliga-West-Staffel startet mit einem Freistagspiel. Um 20.15 Uhr gastiert die TSG Nieder-Erlenbach beim SC Dortelweil, der sich noch an die beiden engen Duelle der Vorsaison erinnert. Im Spitzenspiel reist der FC Kalbach am Sonntag Nachmittag zum FC Neu-Anspach, während die Speuzer im Frankfurter Gallus den benachbarten SV BKC Bosnien empfangen.

SC Dortelweil – TSG Nieder-Erlenbach (Freitag, 20.15 Uhr)

Bereits am Freitag Abend eröffnen die Kicker aus Dortelweil und Nieder-Erlenbach den sechsten Spieltag. Nach nunmehr fünf Spieltagen mussten sich beide Kontrahenten vor allem gegen eine Reihe hochmotivierter Aufsteiger zeigen. Der SC Dortelweil holte aus vier Spielen gegen die Liganeulinge nur fünf von zwölf möglichen Zählern, bei der TSG waren es in drei Spielen sogar nur drei von neun möglichen Punkten. "Nieder-Erlenbach ist eine abgezockte Mannschaft, letztes Jahr gab es zwei enge Duelle“, erinnert sich SC Dortelweils Co-Trainer Gökhan Kocatürk an ein 0:0 sowie ein 3:2-Heimsieg aus dem Vorjahr: "Wenn wir taktische Disziplin, Laufbereitschaft und unsere fußballerischen Tugenden an den Tag legen, ist es möglich, drei Punkte zu holen.“

FC Neu-Anspach – FC Kalbach (Sonntag, 15 Uhr)

Das Top-Spiel steigt in Neu-Anspach. Der FCNA, der nach drei Siegen zum Start mit 2:5 im Derby gegen Merzhausen die ersten Punkte abgeben musste trifft auf den ehemaligen Verbandsligisten aus Kalbach, der gleichzeitig etwas überraschend mit 2:3 beim forschen Aufsteiger aus Beienheim verlor. Zwar entsprechen die Ergebnisse beim FC Kalbach noch nicht den Vorstellungen, dafür ist vom ersten Spieltag an auf Florian Kister Verlass. Mittlerweile kommt der Offensiv-Mann auf acht Tore und damit über 70% der Kalbacher Ligatreffer. Das Gegenteil ist bei den Anspachern der Fall. Zwar erzielte Torschützenkönig Marco Weber bereits vier Treffer, insgesamt trafen jedoch schon zehn verschiedene Akteure ins Schwarze.

FV Hausen – SKV Beienheim (Sonntag, 15 Uhr)

Sechs der sieben Liga-Neulinge befinden sich nach den ersten Spielen in der oberen Tabellenhälfte. Die einzige Ausnahme ist der FV aus Hausen, der mit fünf Punkten aus fünf Spielen dennoch alles andere als einen Fehlstart hinlegte. Nun will die Reyschmidt-Elf beim Mitaufsteiger aus Beienheim weitere Zähler sammeln, um nicht im unteren Tabellendrittel stecken zu bleiben. Auch beim SKV ist man sich der Schwere der Aufgabe bewusst: "Wenn wir dort etwas mitnehmen können, wäre es toll. Aber wir wissen, dass es keine leichten Spiele gibt“, kündigte Beienheims Pressesprecher Michael Major zudem an, dass die Mannschaft im Vergleich zum defensiv geprägten Kalbach-Spiel mit einer "anderen“ Taktik antreten wird.

SG Bornheim – TuS Merzhausen (Sonntag, 15 Uhr)

Zwei weitere ambitionierte Teams treffen in Bornheim aufeinander. Keine drei Tage nach dem 3:1-Heimsieg unter der Woche gegen den 1. FC Oberstedten emfpängt die SG Bornheim den TuS Merzhausen, der seinerseits nach anfänglichen Startschwierigkeiten zuletzt zweimal gewinnen konnte. Bornheim-Coach Maik Rudolf freut sich bereits auf das Aufeinandertreffen mit dem Gästetrainer Enis Dzihic, einem "ambitionierten Trainer, der immer das Letzte aus seinen Mannschaften rausholt.“ Am Wochenende wolle die SG "sicherer, zielstrebiger und mit mehr Körperspannung auftreten“ als im Oberstedten-Spiel, das laut Rudolf zu "ängstlich und verkrampf“ gewesen sei.

FV Stierstadt – Spvgg. Oberrad (Sonntag, 15 Uhr)

Von "gefühlten 50 Torchancen“ berichtete Oberrads Spielertrainer Baldo di Gregorio beim vergangenen Spiel gegen Griesheim. 49 davon verfehlten ihr Ziel, am Ende sprang lediglich ein 1:1 heraus. Mit dem Tabellenführer aus Stierstadt erwartet di Gregorio sieben Tage später einen Aufsteiger "mit breiter Brust, der nach vorne gut besetzt“ ist und "aus zwei Chancen zwei Tore machen kann.“ Stierstadt-Coach Thomas Zampach betonte, dass der aktuelle Tabellenstand nur eine "Momentaufnahme“ sei: "Wir nehmen es gerne mit, aber wir fangen nicht an zu träumen.“ Dennoch will man auch gegen Oberrad nichts herschenken: "Vielleicht liegt es uns ja, wenn wir gegen spielstärkere Mannschaften agieren müssen.“

FG Seckbach – VfB Friedberg (Sonntag, 15 Uhr)

Auf die Frage, ob angesichts der vierten Niederlage im vierten Spiel beim VfB Friedberg noch Ruhe herrsche, antwortete Spielausschuss Carsten Lesiak: "Wir spielen am Dienstag im Pokal gegen Fauerbach. Nach dem Spiel können wir gucken, wie ruhig wir dann noch sind.“ Das Gastspiel beim Gruppenliga-Absteiger ging mit 1:3 verloren, nun muss der VfB fünf Tage nach dem Pokalaus bei der FG Seckbach antreten, die ebenfalls noch in die Spur kommen muss, will man den eigenen Ansprüchen gerecht werden: "Alles andere als ein Sieg wäre eine klare Enttäuschung“ peilt Trainer Thorsten Spahn in den kommenden drei Heimspielen die maximale Ausbeute an.

Spvgg. Griesheim – 1. FC Oberstedten (Sonntag, 15 Uhr)

In der vergangenen Saison kämpfte sowohl die Spvgg. Griesheim als auch der 1. FC Oberstedten bis zum Schluss um den Klassenerhalt, erst am letzten Spieltag gelang die Rettung. Auch zum Start der laufenden Saison kämpfen beide Teams um jeden Zähler. Mit drei Remis und jeweils einem Sieg und einer Niederlage konnten die Griesheimer bislang sechs Punkte holen, Oberstedten steht bei vier Zählern aus fünf Partien. "Wir fahren nach Griesheim, um zu punkten“, lautet die klare Zielsetzung von FCO-Spielausschuss Pascal Rau. Trotz geringem Etat und genereller Außenseiterrolle mache man sich sportlich "nicht kleiner, als wir sind. Wenn wir 100 Prozent abrufen, können wir gegen jeden punkten.

FFV Sportfreunde - SV BKC Bosnien (Sonntag, 15 Uhr)

Keine 20 Minuten Fußweg trennen die Sportplätze der beiden Gallus-Clubs. Den kurzen Weg wird am Sonntag der SV BKC Bosnien aufnehmen und in der Mainzer Landstraße bei den Sportfreunden gastieren. Mit dem vierten Saisonsieg könnten die Speuzer weiterhin vorne mitmischen, die Bosnier hingegen stecken noch ohne Sieg im hinteren Teil des Feldes fest. Tore sollten die Zuschauer in jedem Fall zu sehen bekommen. In den fünf Spielen mit Speuzer-Beteiligung fielen schon 27 Treffer, auch bei den Spielen des SV BKC gab es 18 Tore zu bestauenen. Beide Mannschaften kennen sich bereits aus zahlreichen Partien aus der Kreisoberliga. Vier der letzten fünf Aufeinandertreffen gewann der SV BKC.


(sly)

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