Suat Türker: „Jedes Spiel hat Finalcharakter“

Hessenliga: Griesheim will unter die ersten sieben

02. Februar 2017, 16:29 Uhr

Suat Türker ist seit Sommer Trainer bei Viktoria Griesheim.

Nach einer tollen Hinrunde mit 27 Punkten aus 20 Begegnungen will der SC Viktoria Griesheim in der Hessenliga nun den nächsten Schritt gehen. Coach Suat Türker ruft daher einen Platz unter den ersten sieben als Saisonziel aus.

Dabei geht Türker mit nahezu unverändertem Personal in die Restrunde. Lediglich Offensivspieler Amos Buso, den es zurück in seine Heimat Japan zog, wird dem Ex-Profi nicht mehr zur Verfügung stehen. Auf Neuverpflichtungen verzichtete die Viktoria gänzlich. „Wir haben mit 25 Spielern gerade in der Breite einen sehr starken Kader. Da habe ich keine Bedenken“, sagt Türker, der hofft, dass seine Elf anders als in der Hinrunde diesmal vom Verletzungspech verschont bleibt.

„Wir hatten teilweise elf, zwölf Verletzte, darunter ganz wichtige Stützen. Das konnten wir in dieser Phase nicht kompensieren“, erinnert sich Türker, der daher noch immer mit einem Auge auf die Abstiegsränge schauen muss. Bei maximal fünf Absteigern beträgt der Vorsprung auf das rettende Ufer derzeit fünf Zähler. „Bei zwölf ausstehenden Begegnungen hat jedes Spiel für uns Finalcharakter. Wir wollen von Anfang an da sein“, macht der Ex-Offenbacher deutlich, der in den ersten zwei Begegnungen mit Lohfelden und Lehnerz jeweils Mannschaften empfängt, die mit Griesheim auf Augenhöhe agieren.

„Punkten wir in diesen Partien, können wir uns schnell von hinten absetzen und unser Ziel, eine Platzierung unter den ersten sieben, in Angriff nehmen. Doch gerade die Spiele gegen Lohfelden und Lehnerz sind tückisch, weil beide Vereine den Erwartungen hinterherhinken“, erklärt Türker. Verbessern will der frühere Angreifer vor allem das Offensivspiel seiner Mannschaft, hat Griesheim mit 23 Treffern doch die zweitschwächste Offensive der Liga. „An der Anzahl der Chancen liegt es nicht“, sagt Türker und führt aus, „dass die Chancenverwertung unser größtes Defizit ist. Das ist sicherlich eine Frage der Qualität, wenngleich ich überzeugt bin, dass unsere Angreifer in der Restrunde noch einmal einen großen Schritt nach vorne machen werden.“

Verlass ist nach wie vor auf die Defensive der Südhessen, die mit 27 Gegentreffern die viertbeste der Hessenliga ist. „Schade, dass wir uns in den letzten beiden Spielen im Jahr 2016 noch sieben Gegentreffer haben einschenken lassen. Das hat unser Torverhältnis ein wenig verzerrt“, ärgert sich Türker, der die Abwehrreihe als das Prunkstück des Teams bezeichnet. Entscheidend sei aber die hervorragende Einstellung der Mannschaft. „Das habe ich in der Wintervorbereitung wieder gemerkt. Alle Spieler haben sich an die Pläne gehalten, sodass wir nicht bei null, sondern bei 40, 50 Prozent einsteigen konnten.“

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