SV Steinbach macht Werbung in eigener Sache

Verbandsliga: Paliatka trifft doppelt gegen Eschwege

29. April 2015, 20:58 Uhr

Petr Paliatka (rechts) machte zwei Tore selbst und auf der Sechs ein überragendes Spiel. Foto: Charlie Rolff

In einem Verbandsliga-Spiel der allerersten Gütekategorie schlug der SV Steinbach am Abend den SV 07 Eschwege nach großem Kampf und noch besserer spielerischer Klasse mit 4:3 (2:1). Damit ist Steinbach wieder Hünfelds Verfolger Nummer eins im Rennen um Platz zwei.

„Jetzt ist der Tank leer“, dachten die meisten der 220 Zuschauer, als Steinbach nach überragender erster Hälfte kaum einen Fuß mehr vor den anderen bekam und nach dem 2:2-Ausgleich von Eschweges Doppeltorschütze Stephan Hoffmann (56.) drauf und dran war, das Spiel in Gänze aus der Hand zu geben. Pustekuchen! Ab Minute 65 zeigte der SVS famosen Offensivfußball, erspielte sich dank starkem Kombinationsfußball Chancen in Hülle und Fülle. Dass dann ausgerechnet Florian Münkel das vorentscheidende 3:2 per Hinterkopf nach perfektem Freistoß Julian Rohdes erzielte (81.), passte zur Geschichte des Spiels. 


Warum, das erklärt Münkel selbst:„Ich nehme mir da Thomas Müller als Vorbild. Der sagt: Wenn du 89 Minuten ein Scheiß-Spiel machst, kannst du immer noch ein Tor schießen.“ Schlecht war Münkels Leistung sicherlich nicht, da ein Mittelstürmer aber an Toren gemessen wird, hätte er einen möglichen Punktverlust auf seine Kappe nehmen müssen, denn er ließ zuvor die beiden dicksten Chancen fahrlässig liegen. Petr Paliatka machte in der Schlussminute schließlich den Deckel drauf, als er SVE-Keeper Göhler beim Elfmeter (Terentew kam zu Fall) verlud. Der Anschlusstreffer Soleckis hatte nur statistischen Wert, der umsichtige Unparteiische Simon Müller (Oberzell) pfiff erst gar nicht mehr an. 


Auch in Halbzeit eins spielte Steinbach schon stark, setzte durch Rohdes Freistoß in der 5. Minute das erste Ausrufezeichen. Das Tor gelang allerdings Eschwege im direkten Gegenzug. Das ansonsten starke Innenverteidiger-Duo Becker/Trabert schien sich nicht einig, Hoffmann profitierte. Doch dann trumpfte Steinbach auf:Linksverteidiger Michael Rübe spielte Vordermann André van Leeuwen frei, der sah Petr Kvaca und der Rest war famos, denn wie Kvaca den Ball behauptete, seine Gegenspieler frisch machte und dann Landsmann Paliatka freispielte, war ganz alleine das Eintrittsgeld wert (20.). Beim 2:1 nur acht Minuten später, war der ohnehin indisponierte André Thüne endgültig von allen guten Geistern verlassen:Eine vollkommen harmlose Flanke Fabian Wiegands Richtung Niemandsland, köpfte Eschweges Innenverteidiger ins eigene Netz (29.). Der Rest war "überragend", wie SVS-Trainer "Kalle" Müller befand, die ersten 20 Minuten nach der Pause mal ausgenommen.

Steinbach: Motzkus – Wiegand, Becker, Trabert, Rübe (60. S. Bott) – Terentew, Paliatka – van Leeuwen, Rohde, Kvaca – Münkel. 

Eschwege: Göhler – Cucu, Thüne (46. Jarosz), Minne, Witschewatsch – Fondos, Kwiatkowski – Kaufmann, Wagner – Solecki, Hoffmann. 

Schiedsrichter: Simon Müller (Oberzell). 

Zuschauer: 220. 

Tore: 0:1 Stephan Hoffmann (6.), 1:1 Petr Paliatka (20.), 2:1 Andre Thüne (29., Eigentor), 2:2 Stephan Hoffmann (56.), 3:2 Florian Münkel (81.), 4:2 Petr Paliatka (90.,Foulelfmeter), 4:3 Mariusz Solecki (90.+2).

Autor: Johannes Götze

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