SVA darf mit Schiri-Gespann hadern
Gruppenliga: Zwei strittige Situation
Asbachs Stephan Wiegand (links, hier im Spiel gegen Schlüchtern/Elm) war das Glück bei einigien umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen heute nicht hold. Foto: Willi Schmitt
Die 300 Zuschauer in Asbach schauten schon etwas verdutzt, wie befreit der Gastgeber trotz der mauen Punktausbeute auftrat: Ohne jegliche Verunsicherung, dafür mit einer stabilen Fünferkette und jeder Menge Esprit im Offensivspiel war die zusammengewürfelte Notelf vor der Pause das bessere Team. Gerade Lucas Führer im rechten Mittelfeld erwischte einen klasse Tag, nutzte die größte Gelegenheit nach Christoph Wiegands Flanke per Kopf allerdings nicht (36.). Der Gast schaffte es hingegen nicht, Geschwindigkeit in seine Aktionen zu bringen. So wurde es nur nach Standards richtig gefährlich, allerdings bekam Kapitän Steffen Aumann keinen seiner zwei guten Kopfbälle im Tor unter (4., 41.).
Nach der Pause ließ das Niveau merklich nach, was sicherlich auch dem tiefen Boden und der hohen Intensität im ersten Durchgang geschuldet war. Doch eines stimmte bei Asbach weiterhin: der Einsatz. Die Rechnung hatten die Hausherren allerdings ohne das Schiedsrichtergespann gemacht, das bei zwei strittigen Situationen für den Gast entschied. Erst hatte Stephan Wiegand schon Eiterfelds Keeper Gerald Pachner umkurvt, wurde allerdings zu Unrecht im Abseits gewähnt (65.), dann wurde es ganz unübersichtlich: Stephan Wiegand wurde freigespielt, ließ sich 35 Meter (!) vor dem Tor von einem Foul Pachners nicht stoppen, von dort aus sprang der Ball zu Sven Wrzos, der allerdings im Abseits gestanden haben soll. Der Schiedsrichter pfiff und gab Gelb für Pachner. Rot wäre hier zwingend gewesen, allerdings war Wrzos wohl auch nicht im Abseits und hätte den Ball ins leere Tor schieben können (78.).
Und Eiterfeld/Leimbach? War nur bei Standards, da allerdings bei fast jeder gefährlich, allerdings bekamen Ali Dogru (49.) und Co. das Leder nicht im Kasten unter. Bitter für Asbach: Der stärkste Mann am Platz, Lucas Führer, musste genau wie Jannik Holl verletzt vom Platz. Der Personalnotstand beim SVA nimmt also noch größere Ausmaße an. Heute durfte schon Stand-by-Spieler René Altmann sein Comeback feiern.
SVA Bad Hersfeld: Sauerbrei - Steinberg, Kohlstädt, Schmidt-Wecken, Geist, Holl (75. Wrzos) - Führer (69. Mainz), C. Wiegand, Schuch, St. Wiegand - Kallée (90.+3 Altmann).
Eiterfeld/Leimbach: Pachner - Draht, Schilling, Busold, Bernt - St. Aumann, Braun - T. Aumann - Fischer, Dogru, Gutberlet.
Schiedsrichter: Tim Waldinger (TSV Schwabendorf).
Zuschauer: 300.
Tore: -
Gelb-Rote Karte: Yannik Mainz (91., Asbach).

