Tahrioui: "Die Aufstiegsrunde ist das i-Tüpfelchen"

Gruppenliga Frankfurt West: Fauerbach und Bad Nauheim müssen runter

28. Mai 2017, 18:00 Uhr

Coach Hicham Tahrioui freut sich mit der zweiten Mannschaft von Rot-Weiss Frankfurt auf die Aufstiegsrunde. Foto: Mithat Gürser

Die Hessenliga-Reserve der SG Rot-Weiss Frankfurt hat sich mit einem 5:3 (3:0)-Auswärtserfolg beim SV BKC Bosnien als Vizemeister für die Aufstiegsrunde der Verbandsliga qualifiziert. Dort erwartet die Roten die SG Unter-Abtsteinach aus der Gruppenliga Darmstadt, sowie Viktoria Nidda aus der Gruppenliga Frankfurt Ost. Trotz eines 3:0 (2:0)-Sieges über den VFB Friedberg muss Aufsteiger TSV Bad Nauheim den direkten Gang zurück in die Kreisoberliga gehen. Zudem ist nach der 0:6 (0:2)-Niederlage beim SC Dortelweil auch der FC Olympia Fauerbach abgestiegen.

SV BKC Bosnien – Rot-Weiss Frankfurt II 3:5 (0:3)

Gegen die bereits geretteten Bosnier brauchte die Hessenliga-Reserve einen Punkt um sich für die Austiegsrunde zu qualifizieren. Zwei frühe Treffer von Benjamin Fuilu brachten die 'Roten' auf die Siegerstraße, Sercan Demir erhöhte gar auf 0:3. Doch nach der Pause „haben wir ein bisschen leichtsinnig gespielt“. So zumindest die Sicht des Gästetrainers Hicham Tahrioui, der zusehen musste, wie Michele Burgio, Adi Musli und Adis Pita innerhalb von einer Viertelstunde den Ausgleich erzielten. Zehn Minuten vor dem Ende brachte Riki Hirakawa Rot-Weiss erneut in Front, nach Myeonghun Gos Treffer in der 87. Minute war das Spiel endgültig entschieden.

Nach dem Spiel äußerte sich Tahrioui zudem darüber, ob der Verein an der Aufstiegsrunde zur Verbandsliga teilnehmen möchte: „Warum nicht?“, so der Übungsleiter, der die Bedeutung der Extra-Paarungen gegen die SG Unter-Abtsteinach und Viktoria Nidda herunterspielte: „Die Aufstiegsrunde ist gar nicht so wichtig, sondern einfach ein i-Tüpfelchen.“

Schiedsrichter: Recep Akcura (Maintaunus).
Tore: 0:1, 0:2 Benjamin Fuilu (8., 12.), 0:3 Sercan Demir (28.), 1:3 Michele Burgio (50.), 2:3 Adi Musli (62.), 3:3 Adis Pita (66.), 3:4 Riki Hirakawa (80.), 3:5 Myeonghun Go (87.).

SC Dortelweil – Olympia Fauerbach 6:0 (2:0)

Mit einem Kantersieg hat sich der SC Dortelweil aus der Saison verabschiedet und dabei gleichzeitig den FC Olympia Fauerbach in die Kreisoberliga geschossen. Dominik Steffen und Stefan Ljujic sorgten für die 2:0-Pausenführung. Nach der Halbzeit erhöhte Steffen auf 3:0. Etwa zum gleichen Zeitpunkt gelang dem SV BKC Bosnien eine Aufholjagd gegen Rot-Weiss Frankfurt II: „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht. Das Spiel von Rot-Weiss konnten wir nicht beeinflussen“, so SCD Co-Trainer Gökhan Kocatürk, der sich über ein weiteres Tor der Bosnier gefreut hätte. Denn mit einer Niederlage der 'Roten' hätten sich die Dortelweiler für die Aufstiegsrunde qualifiziert. Doch während Markus Vancura, Fidel Zegai und erneut Steffen das Ergebnis auf 6:0 erhöhten, siegte auch Rot-Weiss II bei den Bosniern. Dennoch sei man in Dortelweil „stolz auf die Mannschaft.“ Um an der Aufstiegsrunde teilzunehmen, habe man aber „über 32 Spiele wir zu viel Berg- und Talfahrt gehabt.“

Schiedsrichter: Dominik Weber (Offenbach).
Zuschauer: 70.
Tore: 1:0 Dominik Steffen (17.), 2:0 Stefan Ljujic (45.), 3:0 Dominik Steffen (63.), 4:0 Markus Vancura (73.), 5:0 Fidel Zegai (74.), 6:0 Dominik Steffen (83.).

1.FC Oberstedten – FC Neu-Anspach 3:0 (1:0)

Schon in der ersten Minute ging der abstiegsbedrohte FCO durch Daniel Wolf in Führung. Kurz nach der Pause erhöhte Kapitän Tobias Eichsteller auf 2:0 für seine Mannschaft, der man zu jeder Zeit der Begegnung den Ernst der Lage anmerkte. „Die Mannschaft hat auf den Punkt 100 Prozent abgeliefert und auch in der Höhe verdient gewonnen“, so Sportlicher Leiter Rüdiger Rau, der mit Blick auf die Ergebnisse der Konkurrenz schon nach dem 2:0 etwas entspannter wurde. Spätestens mit dem 3:0 durch Wolfs zweiten Treffer war der Klassenerhalt perfekt: „Mit 41 Punkten haben wir sieben Mannschaften hinter uns gelassen, und das mit dem kleinsten Etat. Vor Spielern, Offiziellen und Trainer muss man den Hut ziehen. Für uns ist das eine riesen Geschichte“, so der euphorische Rau weiter.

Schiedsrichter: Andreas Luschberger (Rheingau-Taunus).
Zuschauer: 200.
Tore: 1:0 Daniel Wolf (1.), 2:0 Tobias Eichsteller (46.), 3:0 Daniel Wolf (78.).

VFB Friedberg – TSV Bad Nauheim 0:3 (0:2)

Obwohl der TSV Bad Nauheim seine Hausaufgaben im Derby beim VFB Friedberg erledigte, muss der Aufsteiger nach einem Jahr zurück in die Kreisoberliga. Schon nach acht Minuten traf Silvio Penava zum 0:1 für Bad Nauheim, Spielertrainer Tufan Tosunoglu legte eine halbe Stunde später das zweite Tor nach. „Wir haben unterirdisch gespielt“, resümierte der scheidende VFB-Coach Jürgen Ohl die erste Halbzeit. Trotz einer Leistungssteigerung nach der Pause gelang Friedberg kein Treffer. In der 83. Minute war es auf Seiten des TSV erneut Penava, der den 0:3-Endstand erzielte, der dennoch nicht zum Klassenerhalt reichte. Da auch die Konkurrenz aus Griesheim und Oberstedten ihre Spiele gewinnen konnte, beendet der Verein die Saison einen Punkt hinter dem rettenden Ufer auf Platz 13. Mitaufsteiger Friedberg zeigte sich mit der Platzierung im oberen Tabellendrittel gänzlich zufrieden: „Das ist schon beeindruckend, was die Mannschaft geleistet hat. Da kann man nur den Hut ziehen“, so Ohl, der sich zumindest bis zum Winter eine Fußballpause gönnen will.

Schiedsrichter: Dominik Roß (Dieburg).
Zuschauer: 200.
Tore: 0:1 Silvio Penava (8.), 0:2 Tufan Tosunoglu (38.), 0:3 Silvio Penava (83.).

SG Bornheim – TuS Merzhausen 6:2 (2:2)

Der negative Höhepunkt des Spiels ereignete sich bereits nach wenigen Minuten, als sich Merzhausens Torwart Freddy Allen die Achillessehne riss. Für ihn kam nach nur 12 Minuten Marc Heinrich zwischen die Pfosten. Mit einem Doppelschlag von Manuel Elford und Niklas Troll gingen die Bornheimer Mitte der ersten Halbzeit mit 2:0 in Führung. Doch durch ein Eigentor des Torschützen Troll und einem weiteren Tor von Julian Ivan kam der Gast noch vor der Pause zum Ausgleich: „Merzhausen ist verdient zum Ausgleich gekommen und hatte danach auch mehr vom Spiel“, so Bornheim-Coach Maik Rudolf, dessen Truppe dennoch das Tempo halten konnte, während der TuS nach und nach abbaute. In den letzten 20 Minuten sorgten Moritz Schneider, Josei Yasukawa, Troll mit seinem zweiten Tor und auch Schneider mit seinem zweiten Tor für einen deutlichen 6:2-Erfolg. Dass die SGB nun auf Platz fünf die Runde beendet, hätte laut Rudolf „vor drei Monaten keiner gedacht. Das freut mich für die Jungs.“

Schiedsrichter: Christian Vogel (Odenwald).
Zuschauer: 100.
Tore: 1:0 Manuel Elford (21.), 2:0 Niklas Troll (23.), 2:1 Niklas Troll (29./ET), 2:2 Julian Ivan (44.), 3:2 Moritz Schneider (71.), 4:2 Josei Yasukawa (78.), 5:2 Niklas Troll (81.), 6:2 Moritz Schneider (85.).

SG Ober-Erlenbach – TSG Nieder-Erlenbach 3:3 (1:2)

Im tabellarisch bedeutungslosen Erlenbacher Duell gab es trotz Führungen auf beiden Seiten keinen Sieger. Zunächst traf der Spielertrainer der Gäste, Vito Raimondi zum 0:1. Gut fünf Minuten später glich Dejan Alempic zum 1:1 aus, ehe Andreas Eifert noch vor der Pause die erneute Führung der TSG erzielte. Nach etwas über einer Stunde gelang dem Tabellenschlusslicht durch Michael Pottmeyer der erneute Ausgleich, Sebastian Grassler erzielte darauf hin erstmals die Führung für die SGO. Doch kurz vor dem Abpfiff gelang Nieder-Erlenbachs Karl Cost der dritte Ausgleich der Begegnung zum 3:3-Endstand.

Schiedsrichter: Daniel Wittmann (Gelnhausen).
Tore: 0:1 Vito Raimondi (19.), 1:1 Dejan Alempic (25.), 1:2 Andreas Eifert (43.), 2:2 Michael Pottmeyer (63.), 3:2 Sebastian Grassler (77.), 3:3 Karl Cost (89.).
Gelb-Rote Karte: (78., Nieder-Erlenbach).

(sly)