TGF macht Sandzak im Kollektiv platt

Verbandsliga Süd: Sechs Buden im Nachholspiel

08. März 2018, 23:15 Uhr

Das für ursprünglich Sonntag vorgesehene Spiel wurde schnell nachgeholt. Foto: Christoph Weß

Der Tabellenführer der Verbandsliga Süd Türk Gücü Friedberg hat sich beim abstiegsbedrohten Aufsteiger SV FC Sandzak keine Blöße gegeben. Mit dem nie gefährdeten 6:0 (3:0)-Auswärtssieg bleiben die Burgstädter in der Spur und haben im Nachholspiel in erster Linie gegenüber dem FV Bad Vilbel vorgelegt.

SV FC Sandzak - Türk Gücü Friedberg 0:6 (0:3)

Gut bestückt auf der Ersatzbank mit zum Beispiel Baris Özdemir und Masse Bell Bell, war Türk Gücü Friedberg gleich mit Spielbeginn eine massive Entschlossenheit anzumerken. Sofort testete Kapitän Florian Decise Sandzaks Keeper Elvis Nurkovic mit einem schnellen Kopfball-Aufsetzer, da war gerade einmal eine Minute gespielt. Dem Druck des Tabellenführers konnte die Balkan-Truppe, die zweimal rotgesperrt und darüber hinaus ersatzgeschwächt angetreten war, nicht lange Stand halten. Einen Schuss von Jonathan Tesfaldet konnte Nurkovic zwar mit dem Fuß noch abwehren, aber bei Metim Bezimis reaktionsschnellem Handeln war Sandzaks Torwart schon geschlagen, als er weit aus dem Kasten an der Strafraumkante sich gerade noch Vuk Toskovics entgegenstellen konnte (10.).

Drei Minuten später der zweite Streich der Fil-Elf durch Kevin Effiong aus dem Gewühl, und Abdussamed Gürsoy mit dem 3:0 in der 36. Minute bedeuteten zu diesem Zweitpunkt schon die klare Entscheidung. Sandzak bei Standards nicht ungefährlich, wenn sie von Aleksandar Mastilovic aus dem Halbfeld scharf hereinflogen. Einen finalen Abnehmer fanden sie aber nicht. Nach einer Abstimmungsschwierigkeit zwischen Sebastian Weigand und Vladan Grbovic, der zu seinem ersten Punktspieleinsatz kam, weil der etatmäßige Torwart Kamber Koc verhindert war, führte zwar kurzfristig mal zu Irritationen, zu mehr aber auch nicht.

Sandzak war stets bemüht

Im zweiten Abschnitt ging die Partie genau dort weiter, wo sie aufgehört hatte. Der SV stets bemüht und niemals aufgebend, Türk Gücü Friedberg allerdings immer mit der Fernbedienung in der Hand, um wahlweise nach Belieben einen Gang hoch- oder runterzuschalten. Hochschalten bedeutete das 4:0 durch Jonathan Tesfaldet. Danach eine Demonstration ihrer technischen Qualität, die immer wieder aufblitzte, nachdem Bezimi mit viel Umsicht quer auf den eingewechselten Masse Bell Bell legte, der nur noch einzuschieben brauchte (66.). Oder aber der verwandelte Foulelfmeter durch Decise, dem ein Foulspiel von Fatmir Omerovic an Luki Matondo, der anders nicht zu bremsen war, vorausging.

Der Ehrentreffer, den sich die Balkan-Truppe auf jeden Fall verdient hätte, sollte sich einfach nicht einstellen. Am nächsten war der Gastgeber dran, als Itaru Umeda den herauseilenden Grbovic gefühlvoll überlupft hatte, Weigand kratzte den Ball aber noch deutlich vor der Torlinie aus der Gefahrenzone. "Ich bin soweit zufrieden. Es sind drei Punkte, nicht mehr und nicht weniger. Das Ergebnis spielt keine Rolle. Von meiner Elf habe ich heute eine geschlossene Mannschaftsleistung gesehen", urteilte Türk Gücü Friedbergs Coach Mustafa Fil nach der Partie.

Die Statistik:

SV FC Sandzak: Nurkovic - Omerovic, Ljubicic, Hirakawa, Jukic - Geith, Umeda, Bejtovic, Sabotic - Mastilovic, Derdemez - Trainer: Anwar Naamnih.
Türk Gücü Friedberg: Grbovic - Weigand, Effiong, Aljusevic, El Mai Mouni (72. Boulahfa) - Mezimi, Decise, Tesfaldet, Usic, Gürsoy (58. Matondo) - Toskovic (63. Bell Bell) - Trainer: Mustafa Fil.

Schiedsrichter: Malte Kirschner (Mainz-Kastel).
Zuschauer: 80.
Tore: 0:1 Betim Mezimi (10.), 0:2 Kevin Effiong (13.), 0:3 Abdussamed Gürsoy (36.), 0:4 Jonathan Tesfaldet (54.), 0:5 Masse Bell Bell (66.), 0:6 Florian Decise (75., Foulelfmeter).

Autor: Christoph Weß

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