Thalau triumphiert im Spitzenspiel

Gruppenliga: 3:0 gegen Eichenzell

12. März 2017, 16:44 Uhr

Florian Storch (links) brachte den FSV Thalau auf die Siegerstraße. Foto: Charlie Rolff

Wird es nun doch ein Dreikampf um den Titel in der Gruppenliga? Thalau sammelte hierfür jedenfalls jede Menge Argumente, denn die Art und Weise, wie der Dritte den Zweiten Eichenzell zu Hause mit 3:0 (0:0) besiegte, beeindruckte. Dass Spitzenreiter Johannesberg auch noch in Kerzell strauchelte, war für die Thalauer nur noch Wasser auf die Mühlen.

Schon beim Blick auf die taktischen Formationen wurde deutlich, dass die Trainer Jörg Meinhardt und Heiko Rützel ihren Ankündigungen, das Spiel gewinnen zu wollen, Taten folgen lassen: Jeweils mit zwei klaren Stürmern gingen die Teams ins Spiel, da war dann allerdings zumindest 15 Minuten lang abwarten angesagt, wenngleich Eichenzell relativ hoch presste, während Thalau eher auf Fehler lauerte, um danach das Spielfeld schnell überbrücken zu können.

Eröffnet wurde das Spitzenspiel durch Martin Kriwoscheins Möglichkeit, als ihm nach Gabriel Mahrs Hereingabe ein paar Zentimeter Körpergröße fehlte (16.), auch Benedikt Müller (26.) und Lucas Maierhof (30.) hatten aussichtsreiche Einschussmöglichkeiten. Die dickste Möglichkeit vor der Pause vergab allerdings Patrick Broschke, der in dieser Situation eigentlich alles richtig gemacht hatte: In vollem Tempo umspielte er Christian Kirbus, für den geschlagenen Eichenzeller Keeper klärte jedoch Innenverteidiger George Kitagenda klasse auf der Linie (28.), zudem bekam Moritz Müller noch einen Fuß in Florian Storchs Schuss aus sieben Metern (34.).

Heumüller: "Verdient, aber zu hoch"

„Wir wollten versuchen, das Mittelfeld schnell zu überbrücken, was uns in der ersten Halbzeit noch nicht so gut gelungen ist“, resümierte Meinhardt, der für seinen Mut belohnt wurde, neben Spielmacher Storch und Broschke mit Denis Strom einen weiteren klaren Stürmer aufzustellen, belohnt wurde. Denn: „Die weiten Bälle kamen nach der Pause besser, gerade nach der Führung hatten wir dadurch noch unsere Möglichkeiten“, erklärte Meinhardt, der mit dem Ergebnis mehr als zufrieden war und froh ist, „dass Geschehen oben noch spannend zu halten“.

Nach der Pause ging Thalaus Konzept noch besser auf, die Meinhardt-Elf stand äußerst kompakt und schaltete rasend schnell um, die Führung fiel genau nach jenem Schema, als Eichenzells Innenverteidigung bei Thomas Weichleins langem Schlag unglücklich agierte und Florian Storch plötzlich frei vor Kirbus stand und dabei kalt wie Hundeschnauze blieb (57.). Nur einmal hätte Eichenzell zurück ins Spiel finden können, allerdings verpasste Kriwoschein Jonathan Müllers Hereingabe um Zentimeter (66.).

Auf der Gegenseite vergab vor allem Broschke mehrfach eine vorzeitige Entscheidung, den Deckel machten dafür die beiden Joker drauf: Erst Munir Tekleyes nach einer Ecke aus dem Gewühl (89.), dann Timo Müglich nach blitzsauberem Konter über Storch und Weichlein (90.+3). „Das Ergebnis war sicherlich etwas zu hoch, im Grunde aber verdient“, resümierte Eichenzells Kapitän Matthias Heumüller, der für den grippekranken Rützel das Sprachrohr gab, sich mit der Analyse des eigenen Spiels aber schwer tat und zugeben musste, „dass wir spielerisch keine Mittel gefunden haben“.

Die Statistik:

Thalau: Herber - Fischer, Vardar, T. Baumann - Zimmer (87. Müglich), Kücükler, Weichlein, Koch (73. Tekleyes) - Storch - Strom, Broschke.
Eichenzell: Kirbus - C. Müller, M. Müller, Kitagenda, Schlag - B. Müller, Heumüller - Kriwoschein, Schultheis (71. Meister) - Mahr (64. J. Müller), Maierhof.
Schiedsrichter: Steffen Gaschitz (TSV Lehnerz).
Zuschauer: 350.
Tore: 1:0 Florian Storch (57.), 2:0 Munir Tekleyes (89.), 3:0 Timo Müglich (90.+3).
Gelb-Rote Karte: Martin Kriwoschein (82., Eichenzell).

Autor: Johannes Götze

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