The German Nightmare is back
Eckerlin macht im Käfig kurzen Prozess und steht vor Hessenliga-Rückkehr
Christian Eckerlin (links, hier mit seinem Kumpel Prinz Markus von Anhalt) feiert seinen Blitzsieg. Foto: privat
Bereits nach 46 Sekunden war die Messe vor 1800 Zuschauern in der Friedrich-Ebert-Halle in Ludwigshafen gelesen. "Ich habe kurzen Prozess gemacht und meinen Gegner sofort kontrolliert. Mein Plan war, ihn früh auf den Boden zu bekommen und ihn dann zur Aufgabe zu zwingen. Genau dieser Plan ist eingetreten", freut sich Eckerlin, der damit den zweiten Kampf nach seinem Comeback im März diesen Jahres gewinnen konnte. Bei Superior FC 16 musste sich der "German Nightmare" noch dem Italiener Giovanni Melillo in der zweiten Runde nach Knockout geschlagen geben.
"Bei meinem Comeback hat mir ein bisschen die Lockerheit gefehlt. Ich war zu verkrampft, vielleicht auch, weil die Arena in Darmstadt fast nur mit Fans von mir gefüllt und der Kampf quasi vor meiner Haustür war. Dieses Mal war ich entspannter", berichtet Eckerlin, der gerne in diesem Jahr noch einmal in den Käfig steigen möchte, auch um sich wieder für einen möglichen Titelkampf zu empfehlen. "Das Wichtigste ist, dass ich verletzungsfrei bleibe. In der Vergangenheit hat mich das immer wieder gebremst, weil ich wie ein Besessener trainiert habe. Jetzt höre ich mehr auf meinen Körper und gönne mir auch mal Ruhepausen."
"Dreieich und Lehnerz machen Meister unter sich aus"
Groß war derweil nicht nur der Zuspruch in der Halle, wo unter anderem Kerem Demirbay (Deutscher Nationalspieler, Anm. d. Red.), Prinz Markus von Anhalt (bekannt aus zahlreichen TV-Produktionen) oder Kollegah (Rapper) vor Ort waren, sondern auch medial. "Kevin Großkreutz, Tobias Kempe (beide Profis bei Darmstadt 98) oder Felix Sturm (früherer Boxweltmeister) haben mir unter anderem Videobotschaften für meinem Kampf geschickt. Dazu haben viele den Kampf live auf dazn.de verfolgt", berichtet der gebürtige Frankfurter, der nun aber wieder die Fußballschuhe schnüren möchte und sich schon einen Verein ausgeguckt hat.
"Ich trainiere derzeit beim SC Waldgirmes mit und habe bislang großen Spaß an der Sache. Das ist eine junge Mannschaft, die noch auf der Suche nach einem erfahrenen Spieler ist, der ein bisschen Härte mitbringt. Ich denke, da bin ich genau der richtige", so der beinharte Verteidiger, der hofft, dass mit den Mittelhessen eine Einigung erzielt werden kann. "Zuletzt habe ich einem Freund beim Wiesbadener Gruppenligisten Weyer ausgeholfen und mitgeholfen, dass der Abstieg verhindert werden kann. Jetzt will ich wieder ein bisschen kicken und mich fit halten, bis der nächste Kampf ansteht. Das ist eine gelungene Abwechslung, beides gleichzeitig ist aber unmöglich. Acht bis zehn Wochen vor einem Fight trainiere ich jeden Tag dreimal. Da kann ich unmöglich abends noch ins Fußballtraining gehen", schildert Eckerlin.
Im Blick hat der 30-Jährige nach wie vor seine Ex-Vereine TSV Lehnerz und Hessen Dreieich, von denen er eine ganz hohe Meinung hat. "Der Erfolg der beiden Mannschaften wundert mich nicht, beide sind sehr gut aufgestellt und verfügen über jede Menge Potenzial. Ich gehe auch fest davon aus, dass diese Teams den Titel unter sich ausmachen werden. Die anderen Teams sind entweder zu schwach aufgestellt oder haben keine Breite im Kader."


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