Tomic: "Das Spiel hätte auch 16:4 ausgehen können"

Gruppenliga Frankfurt West: Ober-Erlenbach erster Absteiger

07. Mai 2017, 17:15 Uhr

SV BKC Bosnien-Kapitän Adi Musli musste mit seinem Team eine heftige 2:8-Klatsche gegen Germania Enkheim hinnehmen. Foto: Jörg Schulz

Am 31. Spieltag der Gruppenliga Frankfurt West ist der Germania aus Enkheim der vierte Sieg in Folge gelungen. Beim torreichsten Spiel der Liga-Saison konnte der SV BKC Bosnien mit 8:2 bezwungen werden. Mit dem Abstieg muss sich hingegen die SG Ober-Erlenbach anfreunden. Nach der 3:4-Auswärtsniederlage beim TuS Merzhausen beträgt der Rückstand auf den sicheren Nichtabstiegsplatz drei Spiele vor Toresschluss uneinholbare zehn Punkte.

Germania Enkheim – SV BKC Bosnien 8:2 (3:1)

In einem Tor-Festival konnte die Germania aus Enkheim den vierten Sieg in Folge einfahren. Durch zwei Treffer von Michael Peter und einem von Jakob Bickeböller stand es schon vor der Halbzeit 3:0. Zwei Treffer von Bosniens Spielertrainer Senad Mujakic brachten die Bosnier jeweils auf zwei Treffer heran, dazwischen traf Maximilian Krebs für die Hausherren. Mit der Entscheidung eine Viertelstunde vor dem Ende spielte sich die Germania in einen Rausch und erzielte durch Lennart Lampe, De Freitas Ferreira und Kristian Tomic insgesamt vier weitere Treffer zum 8:2-Endstand. „Das war ein ganz komisches Spiel und hätte auch 16:4 ausgehen können. Nach dem 2:0 haben wir die Sicherheit bekommen“, fasste Enkheims Trainer Tihomir Tomic die Begegnung zusammen: „Der Gegner ist dann auseinander gebrochen, und wir waren extrem euphorisiert.“

Schiedsrichter: Markus Grunenberg (Offenbach).
Zuschauer: 175.
Tore: 1:0 Michael Peter (7.), 2:0 Jakob Bickeböller (31.), 3:0 Michael Peter (38.), 3:1 Senad Mujakic (45.+1), 4:1 Maximilian Krebs (52.), 4:2 Senad Mujakic (68.), 5:2 Lennart Lampe (74.), 6:2 De Freitas Ferreira (77.), 7:2 Lennart Lampe (84.), 8:2 Kristian Tomic (88.).

Spvgg. Griesheim – SG Bornheim 0:2 (0:2)

Nach einer starken ersten Halbzeit konnten die Bornheimer die letzten Punkte gegen den möglichen Abstieg sichern. Till Schmanke verwandelte einen Freistoß aus 20 Metern direkt in die lange Ecke, Benjamin Beutel erzielte nach einem Eckstoß von Niklas Troll das 0:2. „Das war die beste erste Halbzeit in diesem Jahr. Es war ein Spiel auf ein Tor“, konnte sich Trainer Maik Rudolf zumindest über die ersten 45 Minuten freuen: „In der zweiten Halbzeit war es trotz einer knappen halben Stunde in Überzahl mit das schlechteste Spiel von uns.“ Begünstigt wurde die Überzahl die die gelb-rote Karte von Griesheims Romal Naziri. Nach einem Foul von Bela Schuster im Strafraum der Bornheimer hatte Nemanja Petos die Möglichkeit, das Spiel wieder spannend zu machen, doch Gianluca Colombo konnte den Strafstoß eine Viertelstunde vor dem Ende festhalten. „Der Klassenerhalt ist natürlich herausragend. Aber was das Spiel betrifft war in der zweiten Halbzeit mehr möglich“, so die Analyse Rudolfs.

Schiedsrichter: Kevin Steinmann (Bergstraße).
Zuschauer: 60.
Tore: 0:1 Till Schmanke (30.), 0:2 Benjamin Beutel (32.).
Gelb-Rote Karte: Romal Naziri (60. Griesheim).
Besonderes Vorkommnis: Gianluca Colombo (Bornheim) hält Foulelfmeter von Nemanja Petos (75.).

FG Seckbach – 1. FC-TSG Königstein 5:1 (1:1)

Schon beim Aufwärmprogramm der Gäste beobachtete Seckbachs Trainer Nico de Rinaldis einen „heißen und motivierten“ Gegner, der nach weniger als zwei Minuten durch den Debütanten Savvas Koutsidis in Führung gehen konnte. Kurz darauf provozierte Seckbachs Alan Kotarac ein Eigentor von Fatih Jäger zum 1:1-Pausenstand. Nach der Pause machte es die FGS besser: Zunächst traf Elvir Pintol nach Vorlage von Stanley Ike zur Führung, kurz darauf konnte sich Kotarac nun auch offiziell in die Torschützenliste eintragen. Mitte des zweiten Durchgangs traf Pintol aus 16 Metern per Dropkick in den Winkel, ehe Ike in der Schlussminute für den Endstand sorgte. Seckbachs de Rinaldis war bei seinem letzten Heimspiel als Trainer der FG nicht nur mit der Schiedsrichterleistung, sondern auch mit der Verabschiedung vom Trainerteam einverstanden: „Das letzte Heimspiel ist für einen scheidenden Trainer etwas besonderes, wir haben zwei Jahre lang viel Zeit in Seckbach verbracht. Das war ein sauberer Abschluss.“

Schiedsrichter: Maximilian Rother (Bergstraße).
Zuschauer: 70.
Tore: 0:1 Savvas Koutsidis (2.), 1:1 Fatih Jäger (11. Eigentor), 2:1 Elvir Pintol (56.), 3:1 Alen Kotarac (58.), 4:1 Elvir Pintol (67.), 5:1 Stanley Ike (90.).

1. FC Oberstedten – VFB Friedberg 2:2 (1:1)

Erst kurz vor der Pause fiel das erste Tor des Spiels durch Salih Yasaroglu. Vorausgegangen war eine strittige Einwurfentscheidung. Friedbergs Timo Dechert gab zunächst zu, den Ball als Letzter berührt zu haben, Schiedsrichter Bagdad Moukhtari blieb dennoch bei seiner ursprünglichen Entscheidung: „Das war vom Spieler eine mega faire Aktion. Und der Schiri sagt 'Ich entscheide' und gibt den Einwurf für Friedberg“, zeigte FCO-Coach Artur Rissling wenig Verständnis für die Entscheidung des Referees. Den fälligen Einwurf nutzte Friedberg zum 0:1, mit dem Pausenpfiff egalisierte Nouri Jeghan die Begegnung vom Punkt. Nach der Pause erzielte Jeghan per Traumtor aus 40 Metern das 2:1 für Oberstedten, doch nach einer Ecke konnte Waldemar Patzwald den erneuten Ausgleich herstellen. „In der ersten halben Stunde waren wir klar besser. Ich kann keinem einen Vorwurf machen“, war Rissling trotz des späten Ausgleichs zufrieden mit der Einstellung seiner Truppe: „Dadurch, dass alle anderen verloren haben ist es ein gewonnener Punkt.“

Schiedsrichter: Bagdad Moukhtari (Maintaunus).
Zuschauer: 100.
Tore: 0:1 Salih Yasaroglu (43.), 1:1 Nouri Jeghan (45.+3/FE), 2:1 Nouri Jeghan (64.), 2:2 Waldemar Patzwald (78.).

TuS Merzhausen – SG Ober-Erlenbach 4:3 (1:0)

Das einzige Tor im ersten Durchgang erzielte Merzhausens Ali Razai. Weitere Chancen, das Ergebnis zu erhöhen, verpassten seine Kollegen. „Wir hatten ein Dutzend Top-Chancen, haben aber aus unserem Chancenplus zu wenig gemacht“, haderte TuS-Abteilungsleiter Ralf Sartoris mit den vergebenen Möglichkeiten: „Die Reaktion auf das 1:1 war gut“, so Sartoris über die Antwort seiner Truppe auf den Ausgleichstreffer von Niklas Kraus. Robin Hartmann erzielte die erneute Führung, Julian Ivan erhöhte die Führung der Hausherren. In einer ereignisreichen Schlussphase kam die SGO durch Eric Kemen auf ein Tor heran, postwendend sorgte Ivan für das 4:2. Ober-Erlenbach kam erneut durch Marko Corlija zum Anschluss, dennoch musste man sich Merzhausen geschlagen geben. In Ober-Erlenbach plant man indes schon für die Kreisoberliga: „Die Mannschaft bleibt im Großen und Ganzen zusammen“, so Trainer Antonios Tsiakalos, der auch in der kommenden Spielzeit das Team von der Seitenlinie betreuen wird: „Wir gehen den Wiederaufstieg an, das ist unser Ziel.“

Schiedsrichter: Frank Pietruschka (Büdingen).
Zuschauer: 60.
Tore: 1:0 Ali Razai (18.), 1:1 Niklas Kraus (62.), 2:1 Robin Hartmann (72.), 3:1 Julian Ivan (74.), 3:2 Eric Kemen (76.), 4:2 Julian Ivan (80.), 4:3 Marko Corlija (85.).
Gelb-Rote Karte: Sebastian Grassler (90.+2 Ober-Erlenbach).

TSG Nieder-Erlenbach – SC Dortelweil 0:0

Trotz dem torlosen Remis sah Dortelweils Co-Trainer Gökhan Kocatürk ein Spiel, „das auch 2:2 oder 3:3 hätte ausgehen können.“ Christian Arnold vergab die erste große Chance für die Gäste. Kurz darauf lief TSG-Angreifer Rachid El Ghazouani zweimal auf Torwart Rene Gübler zu, der zweimal siegrich blieb. Vor der Pause verpassten nach einer Doppelchance sowohl Kevin Cholewa als auch Stefan Ljujic den Dortelweiler Führungstreffer nach tollen Paraden des TSG-Schlussmanns Tautvydas Tazokas. Nach der Pause hatte auf Seiten der Hausherren Ante Paradzik die Chance auf das 1:0. Zunächst wurde sein Distanzschuss von Gübler pariert, anschließend traf er mit links das Außennetz. Die letzte Doppelchance vereitelte erneut Tazokas. Ljujics Direktabnahme konnte er ebenso wie den Nachschuss von Dominik Steffen abwehren. „Es war ein hochklassiges Spiel mit zwei überragenden Torhütern“, so die Zusammenfassung Kocatürks: „Ich bin stolz auf die Truppe, es war eine gerechte Punkteteilung.“

Schiedsrichter: Patrick Rodrigues (Offenbach).
Zuschauer: 75.
Tore: Fehlanzeige.

(sly)

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