Torhüter der Region - Christian Beikirch (RSV Petersberg)

Siege nach 0:4-Rückstand und suizidgefährdete Eichhörnchen auf Drogen

05. Dezember 2017, 15:19 Uhr

Christian Beikirch hat unseren Steckbrief ausgefüllt.

Auch in diesem Jahr nutzen wir die Winterpause, um unseren Lesern Spieler aus der Region vorzustellen. Diesmal sind aber keine Kapitäne oder Spielführerinnen an der Reihe, sondern Torhüter. Wir stellen euch ab sofort jeden Tag die Keeper vor, die von Hessenliga bis KOL in ihrem Team bislang am häufigsten in dieser Saison zum Einsatz gekommen sind. Heute ist Christian Beikirch vom Verbandsligisten RSV Petersberg an der Reihe.

Name: Christian Beikirch

Spitzname in der Mannschaft: Bleifutt

Geburtsdatum: 07.07.1993

Im Verein seit Januar 2014

Bisherige Vereine: SV Steinbach

Familienstand: Ledig

Mein Lieblingsverein: RSV Petersberg

Das verrückteste Spiel meiner Karriere war: In der B-Jugend-Gruppenliga gegen Sinntal. Nach 0:4-Pausenstand (4x Julian Ankert) haben wir das Spiel noch 6:4 gewonnen. Ich war damals noch „Hobby-Sturmtank“ und habe zwei Mal genetzt. Mit Michi Wiegand und Leon Pomnitz als Außenverteidiger und Fabi Wiegand auf der 6 hatten wir aber auch eine Bombentruppe.

Mein bester Feind am Fußballplatz waren lange Zeit die Schiedsrichter, bis ich gemerkt habe, dass das eine eigene Spezies ist. Dann habe ich es aufgegeben und freue mich mittlerweile immer, wenn ich einen treffe, mit dem man auf menschliche Art und Weise kommunizieren kann.

Das wollte ich meinem ehemaligen Mitspieler Tobi Becker schon immer mal sagen: Lass vor dem Spiel/Training das Schweineblut weg. Dein Todesblick auf dem Platz gleicht auch so einem suizidgefährdeten Eichhörnchen auf Drogen.

Die schönsten Grätschen bekommt in unserer Mannschaft Adrian von Pazatka hin, weil es jedes Mal dunkelgelb ist und er damit spielentscheidende Szenen direkt an der Mittellinie pragmatisch und abgeklärt unterbindet. Nach diesen Grätschen lässt sich eine eigene Sportart kreieren.

Ich bin im Tor, weil der Dicke eben immer ins Tor muss.

Das Gegentor ist bei mir hängengeblieben: Schon zu viele „heiße Kartoffeln“ gefangen, als dass ich eins favorisieren möchte.

Dieses Tor hätte ich verhindern können: Grundsätzlich reflektiere ich jedes Gegentor und frage mich, was ich anders hätte machen müssen. Dann stelle ich fest, dass ein guter Keeper jedes dieser Gegentore verhindert hätte. Dann bleibt mir nur noch zu hoffen, dass es keinem aufgefallen ist.

Auf den Trainingsplatz kommt regelmäßig Kubilay Kücükler als Letzter – und hat dann folgende Ausrede parat: Es war keiner da, der mir die Schuhe binden konnte... wir haben gesammelt, jetzt trägt er Schuhe ohne Schnürsenkel. #adidasACE

Das wollte ich meinen ehemaligen Trainern Andreas Herzberg und Goran Gajic schon immer mal sagen:
Danke für die Verwechslung meines Nachnamens und Danke für die falsche Aussprache dieser Verwechslung (siehe Spitznamen).

Wenn ich ein Tier wäre, wäre ich ein Känguru am Cape le Grand in Australien.

Torhüter sind verrückt, weil sie es geil finden, bei jedem Gegentor der Depp zu sein und nur ruhig schlafen können, wenn Mitspieler und Zuschauer einstimmig alle Schuld auf den „Fliegenfänger hinten drin“ schieben.

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