Torsten Renz im Interview: Wilde ist schon sehr weit

Ziele sollen vorerst nicht revidiert werden

23. September 2014, 17:30 Uhr

Torsten Renz hat aktuell keinen Grund zum Meckern.

Der FV Horas grüßt in der Kreisoberliga Mitte von ganz oben. Nach acht Spielen stehen 21 Punkte zu Buche, nur am zweiten Spieltag setzte es eine deutliche 2:6-Klatsche gegen Schlitzerland. Trainer Torsten Renz (38) weiß, warum es so läuft, kennt die Favoriten der Liga und verteilt ein Sonderlob an den Youngster im Team.

Hättest Du solch einen Saisonstart für möglich gehalten?

Dass wir so gut aus den Puschen kommen, das hätte ich wirklich nicht gedacht. Die Vorbereitung war OK, aber nicht überragend. Deswegen war das wirklich nicht so zu erwarten.

Was sind die Schlüssel zum Erfolg?

Wir haben eine breite Qualität im Kader. Bei uns ist es wie bei jeder Mannschaft, denn es fehlen immer zwei, drei Spieler. Ich muss aber sagen, dass die Nummern 13, 14, 15 im Kader dann auch immer zur Stelle sind. Außerdem haben wir bislang vor allem gegen Mannschaften aus dem hinteren Tabellenbereich gespielt, wobei wir auch Glück hatten, dass wir Maar oder Steinau, die schnell da unten rauskommen werden, zum richtigen Zeitpunkt hatten.

Und wohin führt die Reise des FV Horas?

Wir hatten als Saisonziel einen Platz unter den ersten fünf, sechs Mannschaften ausgegeben. Ich denke, dass Schlitzerland und Müs ganz stark sind, bei Burghaun muss man noch abwarten, wie sich die vielen Neuzugänge integrieren. Wir würden einfach gerne bei diesem Quartett dabei sein. Um komplett neue Ziele auszugeben, dafür wäre es noch viel zu früh.

Juri Dieterle hat schon acht Tore gemacht, aber auch Daniel Wilde schon fünf. Wer überzeugt im Moment am meisten?

Daniel ist letzte Woche 18 Jahre alt geworden. Für sein Alter macht er das schon richtig gut, ist sehr weit. Juri ist immer für ein Tor gut. Aber auch ein Boris Loch oder Markus Keller sind wichtig für die Mannschaft. Es wäre falsch, den Erfolg an einzelnen Spielern festzumachen.

Am Wochenende geht´s im Derby gegen Lehnerz III. Eine Pflichtaufgabe?

Lehnerz III ist die Mannschaft, die man bislang am schwierigsten einschätzen kann. Die haben gegen gute Mannschaften schon tolle Ergebnisse erzielt, dann aber auch wie am Sonntag richtig auf die Mütze bekommen. Und da Mayk Tomic ja auch noch Horaser Vergangenheit mitbringt, ist das nochmal ein bisschen anders. Wir wissen das schon alles richtig einzuschätzen, wollen aber natürlich die drei Punkte holen.

Autor: Johannes Götze