Totgeglaubte Großenlüderer kommen doch noch zurück

Gruppenliga: Remis im Kellerduell - Lehmann verletzt

23. April 2017, 16:54 Uhr

Sascha Hasenauer rettete den Teutonen zumindest einen Punkt.

Big Points im Abstiegskampf waren für beide Mannschaften möglich, doch das zerfahrene Kellerduell in der Gruppenliga zwischen Teutonia Großenlüder und Schlüchtern/Elm hat beim 1:1 (0:0) keinen Sieger hervorgebracht. Während Heim-Trainer Thomas Reith seinem Team nach Abpfiff ein Kompliment aussprach, war Schlüchterns Coach Marco Link angefressen.

In einer Partie, die vor allem von der Spannung lebte, hätte Großenlüder mit etwas Glück alle drei Punkte einfahren können, doch mit Blick auf die vollen 90 Minuten konnten am Ende beide Seiten mit dem Unentschieden leben.

Gerade in den letzten zehn Minuten ging es vor dem Tor von Gästekeeper Fabian Zarnack noch einmal ordentlich zur Sache. Nach dem Ausgleichstreffer von Sascha Hasenauer nach einem Eckball von Moritz Reith (83.) hätte der Torschütze nur drei Minuten später den zweiten Treffer nachlegen können, doch Zarnack war zur Stelle. Als dann nach einem Freistoß von Reith Christopher Ripka in der Nachspielzeit noch einmal zum Schuss ansetzte, hatte das Heimpublikum den Torschrei bereits auf den Lippen, doch der Versuch wurde geblockt.

„Was wir in den letzten zehn Minuten geleistet haben, war aller Ehren wert. Ich habe eigentlich nach dem 0:1 gedacht, dass wir das nicht mehr packen. In den letzten zehn Minuten waren wir dem Sieg dann aber näher als Schlüchtern“, befand Thomas Reith, der von einem verdienten Unentschieden sprach.

Dagegen war Gästetrainer Marco Link schon eher angefressen, schließlich hätten die Schlüchterner nach ihrem Führungstreffer durch Mladen Puric (71.) den Deckel drauf machen können: Link ärgerte sich vor allem über die Aktion von Alban Hyseni, der bei einem Konter viel zu eigensinnig agierte und dann an Großenlüders Keeper Lukas Bauer scheiterte (79.). „Da hätte Alban querlegen müssen, dann steht es 2:0. Wenn wir das Spiel gewonnen hätten, wäre das die halbe Miete gewesen“, haderte Link, dem vor allem die Einstellung seiner Mannschaft nicht passte: „Wir sind hier im Abstiegskampf und es wird ja nicht leichter. Die Art und Weise, wie wir Fußball spielen, passt im Moment nicht“, ärgerte sich Schlüchterns Coach vor allem über eine Reihe an Fehlpässen sowie unnötige Zweikämpfe vor dem eigenen Tor.

Und so hätte Großenlüder unter dem Strich sogar alle drei Punkte einfahren können, denn bereits vor dem Gegentreffer hatte die Mannschaft von Thomas Reith die besseren Torchancen. So wurde Moritz Reith nach 56 Minuten eine gefährliche Aktion im Strafraum wegen eines angeblichen Handspiels abgepfiffen, ehe Julian Marx nach Zuspiel von Hasenauer an Zarnack scheiterte (59.)

In den ersten 45 Minuten hatten dagegen beide Teams mit jeweils einem Lattentreffer durch Bernd Lenz (Schlüchtern, 19.) und Florian Beier (Großenlüder, 40.) Pech. Bitter für Großenlüder: Torjäger Fabian Lehmann musste nach einem Foul bereits nach einer Viertelstunde humpelnd vom Feld. Der rechte Fuß schwoll anschließend direkt an, eine Diagnose steht noch aus.

Die Statistik:

Großenlüder: Bauer - Ripka, Ketteler (80. Michel), Lang - Martinez, Beier, Happel, Marx - Lang, Reith, Lehmann (23. Schönherr).
Schlüchtern/Elm: Zarnack - Qamar, Slowinski, Lotz, Schulz - Lenz, Nix, Mat (67. Arapi), Kostadinov (62. Zintel) - Hyseni, Puric.

Schiedsrichter: Thomas Vogel (Linden).
Zuschauer: 150.
Tore: 0:1 Mladen Puric (71.), 1:1 Sascha Hasenauer (83.)

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