Huder entspannt
"Treffen, Aufwärmen, Fußball spielen"
Relegation zur KOL Mitte: Huder und Margretenhaun ohne Schnickschnack
Florian Grösch (rechts) und die SG Michelsrombach/Rudolpshan sind zum Siegen verdammt. Der SV Welkers (hier Bukulu Rifa) kann nach dem Sieg in Spiel eins entspannt zusehen. Foto: Charlie Rolff
Da wäre Kevin Steudter auf der einen Seite zu nennen, der aufgrund einer Knieverletzung nicht spielen kann. Dafür schickt er beispielsweise seinen Vorgänger Romeo Schäfer ins Rennen und auch Torwart Michael Stock, Sascha Decher oder Alexander Körbel verfügen über jede Menge Erfahrung. In Welkers, als aus einem 0:3 immerhin noch ein 3:4 gemacht und damit die Chance auf den Klassenerhalt einigermaßen am Leben gehalten wurde, spielte überraschend auch Heiko Petrasch. Der Ex-Steinbacher wird diesmal aber nicht zur Verfügung stehen und Steudter deutet an, „dass es auch keine weiteren Überraschungen geben kann, wir haben schon alle Asse gezogen“.
Denen, die übrig sind, vertraut Steudter, „weil wir in Welkers eine richtig starke zweite Halbzeit gespielt haben“. Knüpfe sein Team an diese an, mache er sich keine Gedanken, das Spiel auch zu gewinnen. Und dann wäre der Klassenerhalt wieder greifbar, wie Steudter aus eigener Erfahrung zu berichten weiß. „Ich habe schon ein paar Mal Relegation gespielt. Mit Lehnerz sah es oft gut aus, doch dann haben wir es regelrecht verkackt. Warum sollte nicht diesmal Welkers das letzte Spiel am Freitag in Magretenhaun verlieren und wir als Erster durchgehen?“, fragt er sich und wird sicherlich auch den Rechenschieber bemüht haben, um zu wissen, dass bei einem heutigen Sieg mit zwei Toren Unterschied der Klassenerhalt sicher wäre, sofern Hünfeld II in die Gruppenliga aufsteigt. Dann nämlich sichern sich zwei der drei Teams einen Platz in der KOL Mitte.
Die breite Zuversicht ist Steudter anzumerken, doch auch sein Gegenüber Sören Huder, der ebenfalls nach der Relegation aus seinem Amt scheiden wird, ist entspannt. Eigentlich kaum zu glauben, schließlich vergeigte Margretenhaun zwei Relegationsrunden am Stück. „Alles soll so normal wie möglich ablaufen“, bekräftigt er und gibt eine einfache Marschroute aus: „Treffen, Aufwärmen, Fußball spielen.“ Kein Schnickschnack, kein Griff in die Trickkiste. Das erste Spiel der Kontrahenten sah er nicht, weil er auf einer Hochzeit in Wien weilte. „Infos habe ich mir natürlich besorgt und weiß, dass Michelsrombach den einen oder anderen Spieler ausgegraben hat. Doch vielleicht ist es unser Vorteil, dass wir die Saison mit hoher Konstanz im Kader absolvieren konnten, Michelsrombach sich aber nun erst finden muss.“ Gut für Huder: Er hat alle Mann an Bord.

