Tron erwartet Torfestival im Topspiel

Kreisoberligen: Borussia Fulda II spielt bei Verfolger Lauter

30. Oktober 2015, 09:50 Uhr

Können Marco Hühn und die SG Lauter Borussia Fulda II ärgern?

Das Topspiel des Wochenendes findet definitiv in der Kreisoberliga Mitte statt, wenn der Tabellenführer beim Zweiten gastiert. In der Süd-Staffel empfängt der Spitzenreiter das Schlusslicht, während der Trainer des Kreisoberliga-Nord-Primus weiter mit T-Shirt und kurzer Hose an der Seitenlinie steht.

Kreisoberliga Mitte:

Es ist das Topspiel des Wochenendes in den Kreisoberligen - Überraschungsmannschaft und Tabellenzweiter SG Lauter trifft auf den Ligaprimus, Borussia Fulda II (Sonntag, 14.30 Uhr). Egal, wie das Spiel letztlich ausgeht, auch nach diesem Spieltag wird Lauter auf Tabellenrang zwei stehen, während Borussia weiter von der Spitze grüßen wird. Um der Elf von Timo Peikert die vorzeitige Herbstmeisterschaft zu vermiesen, muss für die Hausherren ein Sieg her - zwei Punkte würde der Rückstand dann nur noch betragen. Andererseits könnten die Gäste bei einem Dreier mit acht Zählern Vorsprung davon ziehen.

Auch wenn die SG Lauter genau das verhindern will - sie sieht sich dennoch als klaren Außenseiter. Im Doppelinterview mit dem Sturmduo Marco Hühn und Mike Tron sagte Kapitän Tron: "Ein klarerer Außenseiter als wir geht eigentlich gar nicht. Die Partie ist in Maar, wir spielen gerne dort und holen da viele Punkte, obwohl der Platz nicht der Beste ist. Wir wollen Borussia auf jeden Fall ärgern", so Tron, der ein richtiges Torfestival erwartet: "Ich spekuliere auf ein 3:3-Unentschieden. Bei uns fallen ja immer viele Tore, egal ob vorne oder hinten." Tatsächlich fallen bei Spielen der neugegründeten Spielgemeinschaft durchschnittlich fünf Tore - Spektakel ist also garantiert.

Auf Punkte angewiesen sind Schlusslicht Bimbach und der Vorletzte Steinau. Um den Anschluss an einen Nichtabstiegsplatz nicht zu verlieren, sollten bei den Auswärtspartien bei Michelsrombach/Rudophshan und in Gersfeld (beide Sonntag, 14.30 Uhr) dringend gepunktet werden. So wie das der Drittletzte FT Fulda am vergangenen Wochenende gegen Gersfeld endlich wieder geschafft hat (2:1). Sollte die aktuell schwächste Offensive der Liga den Schwung auch zur Partie bei der SG Ulstertal (Sonntag, 14.30 Uhr) transportieren können, könnte der Abstiegsrelegationsplatz verlassen werden.

Kreisoberliga Süd:

Der erste Rückspieltag in dieser Saison steht an, bereits am fünften Spieltag gab es die Partien vom Wochenende mit getauschtem Heimrecht. An das letzte August-Wochenende wird sich vor allem der SV Hauswurz gerne zurückerinnern. Einen 5:0-Sieg gab es damals beim Aufsteiger-Duell in Schweben. "So klar, wie es sich anhört, war es dann doch nicht", sagt aber Hauswurz' Spielertrainer Martin Kriwoschein.

Nun haben sich die Vorzeichen aber gewaltig verändert. Während Schweben auf einem starken fünften Rang liegt, ist Hauswurz Vorletzter - trotz des positiven Torverhältnisses. "Wir haben zurzeit viel Verletzungspech, dazu fehlt uns gerade das Quäntchen Glück", sucht Kriwoschein nach Gründen. Am vergangenen Wochenende war der SVH spielfrei: "Die Spieler konnten endlich mal abschalten. Ich denke, dass die Köpfe jetzt frei sein sollten", sagt der Spielertrainer, dessen Verletzungssorgen dennoch nicht weniger geworden sind: "Wir werden trotzdem elf gute Leute auf den Platz bringen."

Darüber hinaus kommt es zum Duell zwischen dem vorzeitigen Herbstmeister Hosenfeld und dem abgeschlagenen Schlusslicht Bellings. Auf dem Papier eine klare Sache, doch Vorsicht: Einen der bislang drei eingefahrenen Zähler holte Bellings beim 2:2 im Hinspiel.

Kreisoberliga Nord:

Die SG Eiterfeld/Leimbach ist weiter ungeschlagen, Trainer Florian Roth muss weiter mit T-Shirt und kurzer Hose am Seitenrand stehen. Ob das auch noch nach dem Auswärtsspiel bei Aufsteiger Herfa (Sonntag, 14.30 Uhr) der Fall sein wird? Der Tabellenzweite Aulatal jedenfalls würde sich über einen Patzer freuen, schließlich beträgt der Rückstand bereits sieben Punkte. Bei der Verbandsliga-Reserve des SVA Bad Hersfeld (Sonntag, 12.45 Uhr) sollte sich die Elf von Markus Pflanz deshalb keinen Patzer erlauben. Doch auch Aulatal hat einen Sieben-Punkte-Vorsprung vorzuweisen, auch wenn der Tabellendritte Hohenroda ein Spiel weniger auf dem Konto hat. Der Gruppenliga-Absteiger empfängt am Sonntag (14.30 Uhr) Dittlofrod/Körnbach.

Autor: Steffen Kollmann

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