Trotz 5:1 in der Liga: Gollin sieht sein Team als Außenseiter

Kreispokal-Viertelfinale: Petersberg reist zum SV Neuhof

13. September 2017, 06:55 Uhr

Radek Görner (links) und der SV Neuhof treffen auf Julian Wehner und den RSV Petersberg. Foto: Ralph Kraus

Mit 5:1 gewann der RSV Petersberg am zweiten Spieltag der diesjährigen Verbandsliga-Saison beim SV Neuhof. Jetzt treffen die Ligakonkurrenten heute Abend (19 Uhr) im Viertelfinale des Fuldaer Kreispokals erneut aufeinander. RSV-Trainer Rolf Gollin bleibt trotz des klaren Erfolgs vor einigen Wochen aber zurückhaltend.

"Das wird ein absolut anderes Spiel", prognostiziert der Übungsleiter, der unter anderem den jüngsten Überraschungserfolg der Neuhofer gegen Hünfeld als Beispiel nimmt. "Die individuelle Qualität ist einfach gegeben. Und dass sich die Mannschaft irgendwann findet, war auch klar. Deshalb nehmen wir unsere Rolle als Außenseiter hin."

Gollin ist derweil zum Rotieren verdammt: Daniel Nüchter hat sich beim 3:1-Sieg gegen Weidenhausen einen Mittelfußanbruch zugezogen und fällt wohl rund zwei Wochen aus, die Youngster Marcel Zehner (Sprunggelenksprellung) und Jannes Ehresmann (Bänderdehnung) werden geschont. Dafür sollen Torhüter Timo Goldbach und Jonas Grösch ihre Chance erhalten, auch Patrick Müller und Paul Reinhard dürfen sich Einsatzzeit ausrechnen.

"Im Abstiegskampf sind die Spiele nun einmal unglaublich intensiv, kein Wunder also, dass da Blessuren davongetragen werden. Deshalb müssen wir gegen Neuhof auch die Reißleine ziehen, was das Personal anbelangt. Am Wochenende in Sand geht es um Punkte um unsere Existenz, da müssen wir den Pokal so ein bisschen links liegen lassen", verdeutlicht Gollin.

Ein Halbfinale gegen Borussia Fulda (spielt beim Gruppenligisten TSV Rothemann) winkt dem Sieger der Partie. "Man meldet sich natürlich nicht für den Pokal an, um kurz vorm Ziel abzusagen, auch wenn wir bei einem möglichen Weiterkommen wieder schauen müssten, wie wir das nächste Pokalspiel bewältigen. Wir wollen uns gegen Neuhof vernünftig präsentieren, um das Positivgefühl aus Weidenhausen mitzunehmen."

Autor: Steffen Kollmann