Trotz Aufstiegsverzicht will Kalbach Meister werden

Gruppenliga Frankfurt West: Kellerduell in Friedrichsdorf

11. Mai 2018, 14:58 Uhr

Nach dem Sieg gegen Kalbach möchte Trainer Mehmet Somun (Sportfreunde 04) mit seinem Team in Beienheim nachlegen. Foto: Jörg Schulz

Durch den Aufstiegsverzicht des FC Kalbach ist der Kampf um die Verbandsligaplätze nochmals spannender geworden. Hinter dem Zweitplatzierten aus Bornheim liegen drei Vereine mit der gleichen Punktzahl auf den Plätzen drei bis fünf. Einer der Verfolger – die Spvgg. Oberrad – muss wegen des spielfreien Wochenendes jedoch auf Schützenhilfe anderer Vereine hoffen.

SG Bornheim – FV Stierstadt (Sonntag, 15 Uhr)

Hauptprofiteur des Aufstiegsverzichtes der Kalbacher ist nach aktuellem Stand der Dinge die SG Bornheim, die auf dem zweiten Tabellenplatz steht. Sollte Bornheim hinter dem FCK als Zweiter ins Ziel kommen, würde das den direkten Aufstieg in die Verbandsliga bedeuten. "Ich sehe uns in einer guten Ausgangsposition, mehr aber auch nicht", bewertete Trainer Maik Rudolf die neue Situation. Nach dem Spiel gegen Stierstadt stehen für Bornheim zwei direkte Duelle gegen Dortelweil und die Speuzer an. Gegner Stierstadt wäre bei aktuell drei Absteigern in die Kreisoberliga auf Platz 14 liegend gerade noch über dem Strich. Hausen steht jedoch nur einen Punkt dahinter auf einem direkten Abstiegsplatz.

FC Neu-Anspach – SC Dortelweil (Sonntag, 15 Uhr)

Die nächste Mannschaft, die im Kampf um die Verbandsligaplätze eine Position aufrückt ist der SC Dortelweil, der mit den Speuzern und der Spvgg. Oberrad gleichauf ist. 56 Punkte haben die Verfolger der Bornheimer allesamt. Dank des besseren Torverhältnisses liegt der SCD momentan vor Oberrad, aber hinter den Sportfreunden auf dem vierten Platz: "Wir müssen dieses Spiel einfach gewinnen. Alles andere wäre aufgrund der tabellarischen Situation eine Enttäuschung. Wenn das so kommt sehe ich unsere Chancen auf den Aufstieg realistisch", bewertete Dortelweil-Vorstand Martin Gunkel die anstehende Partie gegen den FCNA. Dieser freut sich laut Trainer Rico Henrici darauf, endlich wieder zu Hause zu spielen: "Auf unserem kleinen Billardtisch fühlen wir uns wohl."

SKV Beienheim – FFV Sportfreunde (Sonntag, 15 Uhr)

Nach aktuellem Stand der Dinge braucht sich der SKV Beienheim keine Sorgen mehr um einen möglichen Abstieg zu machen. Drei Vereine würden momentan in die Kreisoberliga absteigen, Beienheim kann im absoluten Negativfall Fünftletzter werden. Dementsprechend befreit erwartet FFV-Coach Mehmet Somun den nächsten Gegner: "Beienheim ist eine heimstarke Mannschaft. Es wird nicht einfach, auch weil es für die um nichts mehr geht. Sie werden befreit aufspielen können." Nach dem 3:0-Sieg gegen den Tabellenführer aus Kalbach weiß Somun, dass die Speuzer nachlegen müssen, um im Aufstiegskampf zu bleiben: "Der Sieg gegen Kalbach hat nur dann Bedeutung, wenn wir gegen Beienheim nachlegen."

FC Kalbach – SV BKC Bosnien (Sonntag, 15 Uhr)

Raus aus der Verlosung um den Aufstieg ist also wohl der FC Kalbach. Am Saisonziel ändert sich dadurch allerdings nichts: "Wir wollen klar Meister werden", betonte Christian Fischer aus der sportlichen Leitung des FCK. Nach dem 0:3 am vergangenen Sonntag gegen die Speuzer nahm Spielertrainer Elton da Costa Junior die Mannschaft in die Pflicht: "Mit einer Leistung wie heute gewinnen wir keines der nächsten drei Spiele. Wir müssen daraus lernen und unsere Schlüsse ziehen", so die Forderung da Costas. Gegner Bosnien benötigt für den Klassenerhalt aus Sicht des sportlichen Leiters Admir Malohodzic "aus den drei Spielen noch einen Sieg. Kalbach ist allerdings eine andere Hausnummer. Mit denen können wir uns nicht vergleichen."

FG Seckbach – FV Hausen (Sonntag, 15 Uhr)

Mit 49 Punkten hat die FG Seckbach bereits jetzt die bisher beste Saison der Vereinsgeschichte gespielt. Richtig zufrieden zeigten sich die Verantwortlichen dennoch nicht. Denn die im Saisonverlauf aus Sicht der Seckbacher liegen gelassenen Punkte verhindern, dass im Saisonendspurt noch im Rennen um die Aufstiegsplätze mitgemischt werden kann. Tatsächlich könnten sich die Seckbacher nach dem Aufstiegsverzicht der Kalbacher theoretisch auf Platz drei schleichen. Dafür müssten die Konkurrenten ab Platz drei jedoch alle Spiele verlieren. Ganz andere Sorgen hat nach der erneuten knappen Niederlage gegen Oberstedten der FV Hausen. Mit 27 Punkten müsste der Aufsteiger momentan den direkten Gang zurück in die Kreisoberliga gehen. Zwei Mannschaften – Bosnien und Stierstadt – sind jedoch in Schlagdistanz.

TuS Merzhausen – TSG Nieder-Erlenbach (Sonntag, 15 Uhr)

"Wir müssen noch ein paar Punkte holen, da geht kein Weg dran vorbei." So bewertete Merzhausens Neutrainer Slobodan Turjacanin nach dem 29. Spieltag die Lage im Kampf gegen den Abstieg. Zwar ist seit der Niederlage in Dortelweil kein weiterer Zähler dazugekommen, doch durch die Ergebnisse aus der Verbandsliga sowie der Konkurrenten aus der Gruppenliga könnte der TuS tatsächlich mit 35 Punkten durch sein. Aktuell beträgt der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz acht Punkte. Mit einem Sieg könnte Merzhausen zudem den Rückstand auf die TSG Nieder-Erlenbach verkürzen, die mit 40 Punkten im Tabellenmittelfeld steht.

FSV Friedrichsdorf – Spvgg. Griesheim (Sonntag, 15 Uhr)

Trotz einiger knapper Niederlagen in den letzten Spielen holte der FSV Friedrichsdorf zuletzt vier Zähler aus fünf Spielen und steht mit 33 Punkten über dem Strich. Nach aktuellem Stand der Dinge beträgt der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz sechs Zähler. Im Spiel gegen den Tabellenletzten aus Griesheim kann der FSV also einen ähnlich großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gehen, wie eine Woche später gegen den direkten Konkurrenten aus Stierstadt. Bis dahin sollte die Nichtabstieg in trockenen Tüchern sein, denn am letzten Spieltag muss die Truppe zum SC Dortelweil, der möglicherweise um seine Aufstiegschance spielt.

(sly)

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