Trotz Pleite: Die jungen Wilden können mithalten

Verbandsliga: RSV Petersberg verliert unglücklich

20. August 2017, 16:40 Uhr

Patrick Wingenfeld ist angeschlagen, für Donnerstag könnte es eng für den Petersberger werden. Foto: Charlie Rolff

Der gute Saisonstart des RSV Petersberg hat sich nach der zweiten Heimniederlage in Folge relativiert. Zwar waren die Rahenbedingungen schwer, dennoch war das 0:1 der Gollin-Schützlinge gegen Schwalmstadt am Ende schon etwas ärgerlich.

Der Petersberger Trainer war dennoch in erster Linie bestrebt, das Positive aus der nicht gerade attraktiven Partie gegen die Schwälmer hervorzuheben: „Mit Mark Lindiger, Jannes Ehresmann, Jonas Grösch, Marcel Zehner und Adrian Bleuel waren heute gleich fünf Spieler im_Einsatz, die 19 Jahre oder jünger sind und in der vergangenen Saison im Mittelfeld der A-Junioren-Gruppenliga unterwegs waren. Mich freut es, dass wir gerade in der zweiten Halbzeit ordentlich gespielt haben. Im Gegensatz zur vergangenen Saison brechen wir nicht mehr ein, sondern halten mit. Und das, obwohl wir heute ganz schön Personalprobleme hatten“, erklärte Rolf Gollin im Hinblick auf die Ausfälle von Julian_Wehner (Hochzeit), Marc Aschenbrücker, Kubilay Kücükler (beide gesperrt) sowie Adrian von Pazatka (Gesichtsverletzung).

Und doch tat dem 49-Jährigen die knappe, aber in letzter Konsequenz nicht ganz unverdiente Niederlage weh, „weil wir es mit einem Gegner zu tun hatten, der vom Niveau her nicht ganz so weit von uns weg ist.“ In der Tat spielten die Schwalmstädter um ihren neuen Coach Marco Schwab keineswegs überragend, ließen Petersberg hier und da große Räume und kamen im Grunde nur zu drei ordentlichen Chancen: Zweimal jeweils nach einer Ecke, einmal nach einem schnellen Gegenstoß, gleichbedeutend mit dem goldenen Tor. Nach einem Schuss von Boris Aschenbrücker verhielt sich der RSV im Umschaltspiel nach hinten nicht clever genug, ließ den Schwälmern über deren rechte Seite zu viel Platz, was letztlich André Karl am langen Pfosten mit Hilfe des Pfostens und Andreas Brzozas, an den der Ball unglücklich prallte, zu nutzen wusste.

Die jungen Wilden stellen Alternativen dar – mindestens

Petersberg war bemüht, gerade Zehner und Grösch wussten ihre Schnelligkeit und Ballgewandtheit anzudeuten, doch es fehlte die Durchschlagskraft im Halbfeld. Darüber hinaus verpufften Flanken von Zehner und vom angeschlagenen Stenger genauso wie viele lange Bälle in der Schlussphase, die Mario Wörmann alle problemlos herunterpflückte. Richtung Tor ging ausschließlich Aschenbrückers Schuss vor dem 0:1 sowie ein Kopfball von Andreas Brzoza zwei Minuten zuvor.

Bereits am Donnerstag gehen die Heimspielwochen mit der Partie gegen Rothwesten für Petersberg weiter. Dann muss Gollin hoffen, dass neben Pazatka und Wehner auch die angeschlagenen Stenger (Oberschenkel) und Patrick Wingenfeld (Adduktoren) wieder fit sind. „Wir waren darauf eingestellt, dass wir schnell wieder den Abstiegskampf annehmen müssen“, betonte Gollin daher. Immerhin: Die jungen Wilden stellen auf jeden Fall gute Alternativen dar. / hall

Die Statistik:

Petersberg: Beikirch – Elm, Lindiger, Brzoza, Vogt – Wingenfeld (46. Ehresmann), Nüchter – Stenger (65. Bleuel), Grösch (56. Müller), Zehner – B. Aschenbrücker.
Schwalmstadt: Wörmann – R. Seck, Schuch, F. Seck, Kutzner – Gerstung, Herpe – Trümner (64. Brandner), Liebermann, Petersohn (83. Ide) – Karl (71. Keil).

Schiedsrichter: Kevin Sürer (Wöllstadt).
Zuschauer: 120.
Tor: 0:1 André Karl (28.).

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