Türk Gücü und Germania mit Kantersiegen
Verbandsliga Süd: Alsbach gewinnt knapp
Im Spiel gegen den FC Alsbach (links Simon Engelhardt und rechts Johannes Wolf) sah Wald-Michelbachs Malcom Darffour die Rote Karte. Foto: FC Alsbach
SC Hanau 1960 - Viktoria Nidda 3:4 (1:2)
"Es war wieder einmal ein spektakuläres Spiel, auch weil Hanau eine hohe Qualität und mit extrem hohen Tempo gespielt hat", zollte Niddas Trainer dem Gegner nach der Partie Respekt. Gleichzeitig lobte Carsten Weber die Leistung seiner eigenen Mannschaft, die ab der 44. Minute in Unterzahl spielen musste, nachdem Christoph Pilch die Gelb-Rote Karte sah. "Das war überragend, wie meine Jungs gespielt haben. Die Laufbereitschaft hat gestimmt, wir standen taktisch gut sortiert und haben aufopferungsvoll und mit Leidenschaft gekämpft, denn Hanau hat uns alles abverlangt. Von daher Respekt an meine Spieler", betonte Niddas Coach.
Dabei war Weber mit der ersten Viertelstunde, in der seine Mannschaft nicht in die Partie kam, nicht zufrieden. Die Hausherren verpassten es auf der anderen Seite in Führung zu gehen. Stattdessen erzielte Noah Michel per Handelfmeter die Führung, ehe er zwei Minuten später aus dem Spiel heraus zum 2:0 für die Gäste traf. Unachtsamkeiten der Viktoria ließen die Hanauer dann wieder heran kommen, denn vor der Pause verkürzte Kaan Köcksal für den Sportclub.
Im zweiten Abschnitt war es dann Semun Biber, der den Ball nach einer Ecke in das eigene Tor köpfte, was zum 2:2-Unentschieden führte. Doch nur sieben Minuten später brachte Michel sein Team erneut in Front, als er einen Foulelfmeter sicher verwandelte. Das ließen die Gastgeber aber nicht auf sich sitzen, denn nur zwei Minute später glich Köksal erneut aus. Dabei sollte es allerdings nicht bleiben, denn Sebastian Wagner setzte für Nidda den Schlusspunkt und sorgte so für den Auswärtssieg, durch den die Viktoria auf den vierten Rang in der Tabelle klettert. (se)
Schiedsrichter: Simon Heß.
Zuschauer: 150.
Tore: 0:1 Noah Michel (21., Handelfmeter), 0:2 Noah Michel (23.), 1:2 Kaan Köksal (37.), 2:2 Semun Biber (49., Eigentor), 2:3 Noah Michel (56., Foulelfmeter), 3:3 Kaan Köksal (58.), 3:4 Sebastian Wagner (73.).
Gelb-Rote Karte: Christoph Pilch nach wiederholtem Foulspiel (44.).
FC Alsbach - Eintracht Wald-Michelbach 1:0 (1:0)
Trotz Personalproblemen wollten sich die Alsbacher für die Hinspielniederlage revanchieren und drängten von Beginn an auf die Führung. Diese gelang in der 21. Minute, nachdem Marcel Daniel einen Foulelfmeter verwandelte. Zuvor hatte Wald-Michelbachs Malcom Darffour den Alsbacher Alexis Bonias im Strafraum gefoult, weshalb Schiedsrichter Florian Tesch auf den Punkt zeigte. Nach der Begegnung bezeichnete Alsbachs Pressesprecher Andreas Rothermel diese Szene als "Knackpunkt der Partie".
Das brachte den Bergsträßern Sicherheit in ihr Spiel, denn sie drängten in Überzahl auf den zweiten Treffer, der vor der Pause aber nicht mehr fallen wollte. "Wir haben es verpasst nachzulegen und für eine Entscheidung zu sorgen, deshalb war es bis zum Schluss ein Zittersieg", äußerte sich Alsbachs Pressesprecher zur Chancenverwertung. Im zweiten Durchgang war es dann die Eintracht, die sich trotz Unterzahl, nach vorne hin mehr Möglichkeiten erarbeitete. Die FCA-Defensive hielt dem stand, schaffte es aber nicht an Ballsicherheit zu gewinnen. "Wir haben das Spiel kontrolliert, den Ball aber zu schnell abgegeben, deswegen blieb Wald-Michelbach auch in Unterzahl gefährlich", so Rothermel zur zweiten Hälfte.
Gegen Ende der Partie schwächte sich die Eintracht noch zusätzlich, denn Stürmer Rene Brunner sah nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte. Deshalb blieb es am Ende beim knappen 1:0-Erfolg der Hausherren, der ihnen wichtige Zähler im Abstiegskampf bringt. Denn durch den Sieg zieht die Mannschaft von Sascha Huy an den Wald-Michelbachern in der Tabelle vorbei. (se)
Schiedsrichter: Florian Tesch.
Zuschauer: 100.
Tore: 1:0 Marcel Daniel (21., Foulelfmeter).
Rote Karte: Malcom Darffour nach Foulspiel an Alexis Bonias (19., Wald-Michelbach).
Gelb-Rot: Rene Brunner (85., Wald-Michelbach).
Türk Gücü Friedberg - Viktoria Urberach 6:0 (2:0)
"Ich bin zufrieden, weil die Jungs alles abgerufen haben. 6:0 hört sich krass an, es war aber auch jeder Schuss ein Treffer. Das soll aber die Leistung nicht schmälern. Das Ergebnis ist zu hoch ausgefallen, aber mein Kompliment, weil das sauber runtergespielt wurde", wertete Türk Gücü Friedbergs Trainer Mustafa Fil die Partie.
Vor 250 Zuschauern lieferten die beiden Teams eine flottes Spiel. Während allerdings der Hessenliga-Absteiger aus Urberach nur zweimal gefährlich vor dem Tor der Burgstädter insgesamt aufkreuzte, hatte der Tabellenzweite schon in der ersten Halbzeit zweimal Grund zum Torjubel: Ein Kopfballtor von Jonathan Tesfaldet und ein verwandelter Elfmeter von Baris Özdemir gaben dazu Anlass.
Nach dem Seitenwechsel ließ Türk Gücü nicht nach und wurde für seinen Einsatz belohnt. Zweimal traf Özdemir und dieses Mal Selim Aljusevic per Foulelfmeter, das schönste Tor markierte aber ein anderer: Betim Mezimi holte nach einer Flanke den Ball mit der Brust runter, drehte eine Pirouette und versenkte das Leder im kurzen Eck. "Jetzt sind wir für dieses Jahr auf der Zielgeraden und wollen noch einen schönen Abschluss machen", wünscht sich Fil einen erfolgreichen Ausklang aus dem Kalenderjahr. Auch Urberachs Co-Trainer äußerte sich zum Spiel: "Wir waren nicht zwingend genug und konnten uns nicht durchsetzen. Nach dem Seitenwechsel haben wir es nach dem 0:2 noch einmal versucht, aber wir haben Friedberg zu viele Freiräume gelassen. Die haben uns kommen lassen, um dann selbst wieder Angriffe zu starten." (cw)
Schiedsrichter: Sven Marquardt.
Zuschauer: 250.
Tore: 1:0 Jonathan Tesfaldet (21.), 2:0 Baris Özdemir (45.+3, Foulelfmeter), 3:0 Betim Mezimi (70.), 4:0 Baris Özdemir (81.), 5:0 Selim Aljusevic (82., Foulelfmeter), 6:0 Baris Özdemir (88.).
Germania Ober-Roden - SG Bruchköbel 7:1 (3:0)
Wie schon beim 5:0-Sieg im Hinspiel siegten die Ober-Rodener deutlich gegen das Schlusslicht aus Bruchköbel. Während die Gäste nicht in die Partie fanden, spielte die Germania ihre Stärken aus. "Ober-Roden war uns immer einen Schritt voraus. Sie waren Gedankenschneller sowie standfester und sind nicht ausgerutscht, im Gegensatz zu unseren Spielern. Das war der Tiefpunkt für uns", brachte Bruchköbels Medienvertreter Michael Kwasniok die Defizite auf den Punkt. Aus diesem Grund sorgte Ober-Roden schnell für klare Verhältnisse gegen die SG. Durch Treffer von Samuel Owusu, Fabian Bäcker und Mohammed Hakimi führte die Germania bereits zur Pause mit 3:0.
Vor allem gegen Ende der ersten Hälfte und zu Beginn des zweiten Abschnitts hatte Bruchköbel einen Drangphase, in der sie den Gastgebern Paroli boten. Doch es reichte nicht aus, um einen Treffer zu erzielen. Stattdessen erhöhten Firat Hakan, erneut Hakimi und der eingewechselte Marco Christophori-Como auf 6:0. Für die SG traf lediglich Cihen Aydin zum 1:6. Den Schlusspunkt in dieser Begegnung setzte dann aber Bäcker mit seinem zweiten Tor zum 7:1-Endstand. "Unser Torwart Gräfe war bei allen sieben Toren machtlos", so Kwasniok abschließend.
Damit bleibt das Schlusslicht auch in der Rückrunde ohne Sieg und kann in der Winterpause schon mit den Planungen für die Gruppenliga beginnen. Die Ober-Rodener hingegen stehen auf einem gesicherten sechsten Platz in der Tabelle und sind hinter Nidda und dem Hanauer FC der drittbeste Aufsteiger der Liga. (se)
Schiedsrichter: Robyn Wensky.
Zuschauer: 80.
Tore: 1:0 Samuel Owusu (10.), 2:0 Fabian Bäcker (11.), 3:0 Mohammed Hakimi (30.), 4:0 Firat Hakan (61.), 5:0 Mohammed Hakimi (76.), 6:0 Marco Christophori-Como (84.), 6:1 Cihen Aydin (86.), 7:1 Fabian Bäcker (90.).
FC 07 Bensheim - SV FC Sandzak 2:2 (1:2)
Zweimal ging der Aufsteiger aus Frankfurt in Führung, doch zum Sieg wollte es in Bensheim nicht reichen. "Es war das vierte Auswärtsspiel in Folge für uns und wir haben in der ersten Halbzeit gut gespielt, aber nach der Pause haben die Jungs dann nachgelassen. Trotzdem ist das Ergebnis ok für uns", fasste Sandzaks Trainer Aleksander Pajic die Partie aus seiner Sicht zusammen. Aleksandar Mastilovic und Itaru Umeda trugen mit ihren beiden Treffern zum 2:2-Unentschieden bei.
Auch Pajics Gegenüber, Bensheims Coach Ludwig Brenner, zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis: "Wir hätten aus unseren Möglichkeiten durchaus mehr machen können, aber Sandzak blieb immer gefährlich. Von daher geht das Unentschieden in Ordnung." Riccardo Zocco war es, der die erste Gäste-Führung ausglich. Per Handelfmeter traf der Stürmer zum 1:1. Im zweiten Abschnitt legte Luca Blüm dann für den FC nach, nachdem die Brenner-Elf mit einem Rückstand in die Kabine gegangen war.
Am Ende reichte es aber für beide Seiten nicht, noch den entscheidenden Treffer zum Sieg zu erzielen und so blieb es bei der Punkteteilung. In der Tabelle bleiben die Bensheimer deshalb weiterhin hinter Sandzak mit einem Zähler Rückstand. Am kommenden Sonntag dürfen sich die Frankfurter wieder einmal über ein Heimspiel freuen. Zu Gast wird dann der Hanauer SC sein, während der FC zeitgleich bei der Usinger TSG gastiert. (se)
Schiedsrichter: Andreas Link.
Zuschauer: 150.
Tore: 0:1 Aleksandar Mastilovic (3.), 1:1 Riccardo Zocco (41., Handelfmeter), 1:2 Itaru Umeda (45.+2), 2:2 Luca Blüm (74.).

