Turgay Akbuluts Treffer nur Ergebniskosmetik
Verbandsliga Mitte: Flörsheim und Oberliederbach holen jeweils einen Punkt
TSG Wörsdorf – DJK Flörsheim 2:2 (0:2)
Im Kellerduell der Verbandsliga Mitte erwischten die Gäste den besseren Start. Nach nur acht Minuten netzte Velibor Velemir nach ansehnlichem Drippling zum 1:0 aus Flörsheimer Sicht, ehe Alexander Stumm rund 20 Spielminuten später einen Freistoß direkt im Wörsdorfer Kasten unterbrachte. Zwar wahrte die DJK diesen Vorteil bis zum Kabinengang, ab der zweiten Hälfte agierten die Main-Taunus-Kicker allerdings zunehmend unkonzentriert. „Wir haben 2:0 geführt und haben es dann leider leichtfertig aus der Hand gegeben. Wörsdorf hat sich aber auch nie aufgegeben“, bilanzierte DJK-Trainer Hans Richter nach Spielende.
Die aufkeimende Unordnung im Spielaufbau der Gäste nutzte die TSG in der 72. und 74. für einen entscheidenden Doppelschlag: Maximilian Meuth und Florian Butterweck sorgten mit ihren Buden für den 2:2-Endstand. Kurz vor Spielende sah dann auch noch Alexander Stumm den gelb-roten Karton nach wiederholtem Foulspiel. „Der Abstand nach oben hat sich dadurch ja nicht vergrößert. Wir hätten gerne drei Punkte mitgenommen, aber das war das erste Spiel und das werden wir nun analysieren und dann sehen wir, wo wir stehen“, beurteilte Richter das Remis.
Schiedsrichter: Robin Wensky (Offenbach).
Zuschauer: 100.
Tore: 1:0 Velibor Velemir (8.), 2:0 Alexander Stumm (27.), 2:1 Maximilian Meuth (72.), 2:2 Florian Butterweck (74.).
Gelb-Rote Karte: Alexander Stumm (88., Flörsheim).
SG Oberliederbach – FSV Braunfels 2:2 (1:1)
„Wir wollten heute unbedingt gewinnen. Wir waren im letzten Drittel aber etwas ideenlos und je länger du so gegen Braunfels spielst, desto schwieriger wird es. Wir haben viel Aufwand betrieben und waren zwei Klassen stärker als letzte Woche - unterm Strich hat es aber einfach nicht gereicht“, lautete das Fazit von SGO-Trainer Asad Ahmad.
Gegen die Schlossstädter aus dem Lahn-Dill-Kreis entwickelte sich am Sonntagnachmittag aus heimischer Sicht das erwartet erste schwere Heimspiel nach der Winterpause: Bereits nach zwölf Minuten gingen die Gäste durch Burkan Caglar, der aus kurzer Distanz abstauben konnte, in Führung. Nur wenige Augenblicke später war es der gleiche Spieler, der SG-Keeper Torsten Lechner prüfte, ein Schlenzer aus 16 Metern Entfernung fand sein Ziel jedoch nicht. Nachfolgend kam auch die SGO zu einigen guten Möglichkeiten, etwa durch Marvin Strenger (27.), das verdiente 1:1 fiel allerdings erst in der 39. Minute: Nach einem Foul an Strenger vollstreckte Steffen Janke souverän vom Punkt aus.
Nach dem Wiederanpfiff erarbeiteten sich beide Seiten gute Chancen, die SGO meist durch den auffälligen Marvin Strenger, ohne jedoch einen erfolgreichen Abschluss zu finden. Dies änderte sich erst in der 86. Minute, als Dario Schug nach einem FSV-Konter zum 2:1 für die Gäste einschob. Oberliederbach erholte sich allerdings rasch von diesem Schrecken und warf in der Schlussphase noch einmal alles in die Waagschale. Die Belohnung: Nach einer Ecke von Dennis Blum markierte Ante Barisic in der 90. Spielminute das nicht unverdiente 2:2 aus sechs Metern Distanz.
Schiedsrichter: Rajinder Mahey (Frankfurt).
Zuschauer: 90.
Tore: 0:1 Burkan Caglar (12.), 1:1 Steffen Janke (39., Foulelfmeter), 1:2 Dario Schug (86.), 2:2 Ante Barisic (90.).
VfB 1900 Gießen – FC Eddersheim 4:1 (1:0)
„Ein verdienter Sieg für Gießen. Die haben mit sehr großer Leidenschaft Fußball gespielt und um jeden Ball gefighted“, fand Erich Rodler, Sportlicher Leiter des FC Eddersheim, trotz der Niederlage anerkennende Worte für den mittelhessischen Gegner.
Gießen ging bereits nach einer guten Viertelstunde in Führung: Nach einer Flanke von außen sowie einem Torwartfehler, war VfB-Neuzugang Lucas Duarte Marin zur Stelle, um das 1:0 einzulochen. Eddersheim agierte nachfolgend zwar bemüht, kam beispielsweise durch Felix Rottenau (25.) auch zu einer vielversprechenden Chance, musste sich aber mit dem knappen Rückstand zum Pausenpfiff begnügen.
Nach dem Wiederanpfiff ging es dann ganz schnell: Nino Binz sorgte mit seinem Doppelschlag (48., 52.) für die frühe Vorentscheidung (3:0), an der auch ein Freistoßtreffer von Turgay Akbulut aus 18 Metern Entfernung (3:1, 57.) nichts mehr änderte. Der FCE, der über 90 Minuten mehr Ballbesitz hatte, warf zwar in der Schlussphase alles nach vorne, blieb aber erfolglos. Stattdessen kontterten die Hausherren das Leopold-Team in der 87. Minute noch einmal aus, Simon Tekin stellte in der 87. Minute den 4:1-Endstand her. „Der neue Gießener Trainer hat dem VfB sicherlich neue Leidenschaft beigebracht, sie haben taktisch sehr diszipliniert gespielt“, so Rodler nach dem Abpfiff.
Schiedsrichter: Maximilian Deeg (Bad Hersfeld).
Zuschauer: 75.
Tore: 1:0 Lucas Duarte Marin (15.), 2:0, 3:0 Nino Binz (48., 52.), 3:1 Turgay Akbulut (57.), 4:1 Simon Tekin (87.).
(CN)

