Ullrich warnt vor zu viel Zufriedenheit

Asbachs Trainer hofft auf weitere Leistungssteigerung seines Teams

29. September 2015, 07:00 Uhr

Frank Ullrich

Wunden lecken war angesagt – und das, ohne einen bangen Blick auf die Tabelle werfen zu müssen. Nach zwei Siegen in Serie hat Verbandsligist SVA Bad Hersfeld das zuletzt spielfreie Wochenende und die Ergebnisse der Konkurrenz entspannt verfolgen können. Trainer Frank Ullrich hofft, dass sein Team den Aufwärtstrend der letzten Wochen auch in den kommenden Begegnungen fortsetzen kann.

„Ich sehe eine Entwicklung der Mannschaft“, betont der SVA-Coach. Zwar möchte er die Spiele gegen Baunatals U23 und Willingen nicht als repräsentativ betrachten, da beide Gegner nicht ihren besten Tag erwischt hatten, aber dennoch habe sich im Vergleich zu den ersten Wochen der noch jungen Runde bereits etwas verändert: „Wir haben anfangs defensiv nicht so gut gestanden. Und da spreche ich von der ganzen Mannschaft und nicht nur von der Viererkette. Es geht vorne bei der Sturmspitze los. Wir haben oft zu fahrlässig gearbeitet, was sich inzwischen aber verbessert hat“, freut sich Ullrich, der noch weiteres Potenzial in seinem Team ausgemacht hat: „Und zwar eindeutig beim Thema Chancenauswertung. Wir spielen uns viele Möglichkeiten heraus, nutzen sie aber zu oft nicht. Gerade bei engen Spielen ist das fatal. Gegen Rothwesten hätten wir niemals 0:1 verlieren müssen“, so Ullrich, der froh ist, dass beispielsweise Bekim Mustafi zuletzt immer mannschaftsdienlicher agiert hatte: „Das kann für uns im Abstiegskampf noch entscheidend sein und das sage ich ihm auch immer wieder. Seine Fähigkeiten sind überragend, und er hat zuletzt gezeigt, dass er verstanden hat, dass er noch herausragender sein kann, wenn er der Mannschaft hilft. Er ist ein wichtiger Spieler für uns – aber noch viel wichtiger ist das ganze Team. Es funktioniert alles nur über die komplette Mannschaft“, will Ullrich keinen Spieler explizit hervorgehoben sehen.

In den kommenden Wochen haben die Asbacher nun ein ambitioniertes Programm vor sich: Bad Soden, Steinbach und Lehnerz II heißen die Gegner der nächsten drei Partien. „Das werden sicherlich neue Herausforderungen für uns. Zum Glück haben wir jetzt nicht mehr den extrem großen Druck, aber wir sollten auch gewarnt sein. Mit eins, zwei schlechten Spielen sind wir auch gleich wieder ganz unten drin“, warnt Ullrich und hofft, dass sein Team gegen die starken Gegner selbst noch „eine Schippe drauflegt“. Denn beim Blick auf die Tabelle zeigt sich auch, dass aktuell stärker eingeschätzte Teams wie Weidenhausen oder Sand hinter dem SVA rangieren. „Und das wird sich im Laufe der Saison vermutlich noch ändern, während wir nicht weiter nach oben zu schauen brauchen. Für uns geht es nur um den Klassenerhalt“, so der Asbacher Trainer.

Autor: Viktoria Goldbach