Gruppenliga: Derby gegen FT
Ur-Petersberger als Zeichen der Geschlossenheit
Patrick Stupp (links) und Boris Aschenbrücker standen zuletzt im Petersberger Kader - obwohl die Urgesteine ihre Laufbahn eigentlich schon beenden wollten. Foto: Kevin Kremer
Sollten die Verantwortlichen am Waidesgrund in den kommenden Stunden nicht noch einen neuen Trainer aus dem Hut zaubern, wird die Mannschaft erneut vom Interimsduo Mathias Lissek und Stefan Labendsch betreut. Dieses hatte bereits beim jüngsten 2:3 bei Horas das Zepter in der Hand und sah eine klare Leistungssteigerung nach dem 1:6 gegen Bronnzell, das in Gajics Rücktritt mündete. „Die Mannschaft hat eine Reaktion gezeigt, es war ein Schritt in die richtige Richtung“, betont Labendsch, für den Nuancen den Unterschied ausmachten: „Vielleicht fehlt uns momentan einfach das letzte Quäntchen Selbstvertrauen und Spielglück.“
Auffällig war, dass mit Marc und Boris Aschenbrücker sowie Patrick Stupp drei Ur-Petersberger auf der Bank Platz nahmen, die eigentlich nicht mehr für die erste Mannschaft auflaufen wollten. Mit Boris Aschenbrücker wurde der langjährige Torjäger sogar eingewechselt. „Damit wollten wir signalisieren, dass wir als Verein geschlossen auftreten und alle hinter dieser Mannschaft stehen. Es kann aber sein, dass das eine einmalige Sache war“, sagt Labendsch, der sich als „Kind des RSV Petersberg“ bezeichnet und deshalb so lange wie möglich aushelfen wird, bis der Verein einen Trainer gefunden hat.
Dabei begann die Laufbahn des 31-Jährigen bei FT Fulda. Ausgerechnet dem Nachbarn, der seit seinem Gruppenliga-Aufstieg vier von fünf Spiele (ein Unentschieden) gegen den RSV gewann und nun am Sonntag zu Gast am Waidesgrund ist. „Ich will endlich mal gegen FT gewinnen“, sagt Labendsch deshalb, weiß aber um die Schwere der Aufgabe: „FT hat einen super Lauf. Wir müssen uns wieder als mannschaftliche Einheit dagegen stellen und bis zur letzten Minuten kämpfen.“ Bei der 1:3-Niederlage im Hinspiel war Petersberg bis zur 30. Minute die bessere Mannschaft, verpasste aber eine Führung und leitete anschließend seinen Negativtrend ein. Zu sehr auf die Tabelle will der Letzte aber nicht schauen: „Natürlich wird die Wahrscheinlichkeit immer größer, in die Abstiegsrunde zu gehen. Aber wer weiß, was ein Trainerwechsel vielleicht für einen Schwung auslösen kann.“
SGF will Rang vier festigen
Die Abstiegsrunde vermeiden möchte im Süden die SG Freiensteinau, die aktuell auf dem begehrten vierten Rang steht. Verfolger ist Oberzell/Züntersbach, beide treffen heute (19 Uhr) im „Blauen Eck“ aufeinander. „Für uns gilt es, diese Position zu festigen, wenngleich sie bei so vielen Spielen, die noch absolviert werden müssen, eine Momentaufnahme darstellt“, betont Trainer Reinhold Jessl, der gegen O/Z ein Duell auf Augenhöhe erwartet.
Mit seiner bisherigen Ausbeute ist der neue Coach zufrieden, zumal die SGF ihre verloren geglaubte Heimstärke wiedererlangt hat. „Nur das erste Spiel gegen Gundhelm/Hutten haben wir in den Sand gesetzt“, sagt Jessl, der auf das gleiche Personal zurückgreifen kann, das zuletzt am Doppelspieltag drei Punkte einfuhr.


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