Urlaubstage für das Auswärtsspiel in Hoffenheim

25. Oktober 2023, 06:05 Uhr

Stürmer Gal Grobelnik war gegen die TSG Balingen auch ohne Torerfolg einer der besten bei der SG Barockstadt. © Charlie Rolff

Englische Woche für die SG Barockstadt. Nach dem 6:2-Erfolg über die TSG Balingen reist die Barockstadt zur TSG Hoffenheim II (Mittwoch, 19 Uhr). Verbunden mit einem höheren Aufwand.

Ursprünglich hätte die bereits eine Woche vor dem Heimspiel gegen die TSG Balingen stattfinden sollen. Da die U21 der TSG Hoffenheim jedoch mehrere Spieler, die mehr als 50 Prozent der bisherigen Saisonspiele absolvierten, für die deutschen U-Nationalmannschaften abstellte, griff eine Regel in der Spielordnung der Regionalliga Südwest, die es dem Verein erlaubt, ein Spiel zu verlegen. Davon machte die TSG Gebrauch .

Regionalliga: SG Barockstadt braucht Urlaub für Auswärtsspiel

Somit muss die SG Barockstadt am Mittwoch nach Hoffenheim reisen - verbunden mit einem deutlich höheren Aufwand für Spieler und Trainer. Einige Akteure müssen sich einen halben bis ganzen Tag Urlaub nehmen. „Wir haben das den Jungs vorher weitergegeben, damit sie entsprechend planen können. Anders geht das nicht“, sagt Trainer Sedat Gören, der sich um 12 Uhr mit dem gesamten Tross in den Bus setzen wird. „Dann werden wir etwas essen und eine kleine Aktivierung vor dem Spiel machen, damit die Beine wieder locker werden“, erläutert Gören.

Dass die Aufgabe nicht einfach wird, musste die Barockstadt im vergangenen April am eigenen Leib erfahren, als sie mit einer 0:3-Niederlage die Heimreise antreten musste - inklusive Torwarttor von Nahuel Noll aus 90 Metern . „Das Spiel habe ich noch vor Augen. Wir haben verdient verloren und kein Land gesehen“, sagt Gören, der die Reserve des Bundesligisten auch in diesem Jahr zu den besten Mannschaften der Liga zählt.

Umso wichtiger wird es dem 52-Jährigen gewesen sein, dass seine Mannschaft nach der unfreiwilligen Pause dreifach punktete und vor allem die Offensivspieler um Leon Petö, Gal Grobelnik und Dreifachtorschütze Marius Köhl eine starke Leistung zeigten. „Im Training haben wir für Leon oder Marius, die in einem Loch waren, viele Abschlüsse und Eins gegen Eins gemacht. Wenn man gut arbeitet, wird man auch belohnt. Das hat das Spiel gezeigt“, betont Gören.

Dass Spieler wie Köhl, dessen Knoten nach sechs Spielen ohne Torerfolg im Überfluss platzte, mal eine solche Durststrecke erleben, hält Gören ein Stück weit für normal: „Das sind Jungs, die sind 21, 22 Jahre alt. Da sind Höhen und Tiefen einfach dabei. Wir müssen sie unterstützen, ihnen Zeit geben und das Vertrauen schenken.“ Wichtig sei, kontinuierlich auf dem Niveau zu agieren, wenn der Pfeil wieder nach oben zeigt. Nach dem Erfolg über Balingen wären das für die SG Barockstadt nicht die schlechtesten Vorzeichen.