Vatanspors Leistung ist Güven unbegreiflich
Verbandsliga Süd: Bensheim und Alsbach mit wichtigen Heimsiegen
Erkennt sein Team nach der Winterpause nicht mehr wieder: Vatanspors Sportmanager Hüseyin Güven. Foto: Jörg Schulz
FC Bensheim - TSV Vatanspor Bad Homburg 4:0 (2:0)
Die Südhessen haben sich durch den klaren Heimsieg bis auf Rang zehn katapultiert, eine besonders starke Vorstellung musste Bensheim auf dem Kunstrasenplatz im Weiherhausstadion aber gar nicht abliefern, um die erneut desolat auftretenden Gäste aus der Kurstadt in Schach zu halten. Individuelle Fehler, fehlende Abstimmung im Abwehrverbund und eine katastrophale Laufbereitschaft führten schon in der ersten halben Stunde zu einer klaren 2:0-Führung der Bensheimer durch Riccardo Zocco (20.) und Benedikt Saltzer (27.). "Ich dachte eigentlich, dass es nach dem 0:3 bei Viktoria Urberach nicht schlimmer kommen könnte, aber dem war leider nicht so. Es war ein Offenbarungseid", schimpfte TSV-Sportmanager Hüseyin Güven.
Nach dem Seitenwechsel wurde es nicht besser, ein Aufbäumen gegen die Niederlage war nicht zu beobachten. So erhöhte das Team von Trainer Ludwig Brenner durch Saltzers zweiten Treffer (61.) und Niclas Blüm (73.) auf 4:0. "Ich bin ratlos und mache mir große Sorgen. Es ist mir absolut unbegreiflich, dass ich die Mannschaft nach der Winterpause nicht mehr wiederekenne. Es ist so, als ob wir das gesamte erfolgreiche Team weggeschickt hätten und neue Leute geholt hätten. Wir müssen nun gemeinsam die Kurve kriegen, denn so holen wir keinen Punkt mehr", redete sich Güven in Rage.
Schiedsrichter: Patrick Glaser (Wiesbaden).
Zuschauer: 90.
Tore: 1:0 Riccardo Zocco (20.), 2:0 und 3:0 Benedikt Saltzer (27., 61.), 4:0 Luca Blüm (73.).
FC Alsbach - SV FC Sandzak 2:1 (2:1)
Alsbachs Pressesprecher Andreas Rothermel war nach dem wichtigen Dreier gegen die Gäste aus Frankfurt sehr zufrieden: "Es war das erwartet enge Spiel und es ging zu Beginn hin und her. Wir haben die Zweikämpfe zu Beginn gut angenommen und das Ergebnis nach der Pause mit einem Mann mehr gut verwaltet. Dank der guten defensiven Ordnung ist unsere Taktik aufgegangen." Der FCA erwischte einen Start nach Maß. Cengiz Gencers Linksschuss wurde von SV FC-Tormann Elvis Nurkovic pariert und den Abpraller schob Alsbachs Luka Konjicija zum 1:0 für die Hausherren ein (5.). Die Balkan-Formation reagierte postwendend und glich durch Aleksandar Mastilovic zum 1:1 aus. Der Torjäger nutzte die Lücke in der FCA-Abwehr und schob überlegt ins lange Eck ein (7.). Beide Teams waren nach der Winterpause schnell im Spiel und lieferten sich einige packende Luftduelle. In der munteren Partie fiel der Siegtreffer für den FCA schon im ersten Abschnitt. Nach dem Freistoß von Dennis Bender stand Alexis Bonias zentral völlig blank und schoss überlegt zum 2:1 ein (23.).
Mitentscheidend für die Niederlage der Frankfurter war die Rote Karte gegen Kevin Asare Weber in der 44. Minute wegen einer Unsportlichkeit. "Nach einem Tumult ist Kevin beleidigt worden, aber trotzdem reagiert man so nicht", kommentierte Sandzaks Trainer Aleksandar Pajic den Feldverweis und sah sein personell gebeuteltes Team zu Spielbeginn "noch auf der Autobahn." Allgemein konstatierte Pajic zum Spielgeschehen: "Das war sehr schlecht von beiden Seiten und Alsbach hat einen Zufall zum Siegtreffer ausgenutzt. Wir haben praktisch ohne Stürmer gespielt und mit der Niederlage, die auf unsere Kappe geht, sind wir hart bestraft." Das Spiel nahm in der zweiten Hälfte einen ruhigeren Verlauf und Alsbach konterte in Überzahl aus einer sicheren Abwehr heraus. Sandzak hatte durch Jukic und Sabotic noch gute Kopfballchancen, auf der anderen Seite scheiterte Engelhardt an Schlussmann Nurkovic. So blieb es am Ende beim 2:1 für den FC Alsbach, der damit auf Rang neun aufrückt.
Schiedsrichter: Dennis Becher (Burg-Gräfenrode).
Zuschauer: 80.
Tore: 1:0 Luka Konjicija (5.), 1:1 Aleksandar Mastilovic (7.), 2:1 Alexis Bonias (23.).
Rote Karte: Kevin Asare Weber (Sandzak, 44.).


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