Verbandsliga: Beste Stimmung in Steinbach
Lehnerz II mit "dem letzten Aufgebot"
SG Bad Soden - SV Neuhof (Samstag, 15.30 Uhr)
Der SV Neuhof darf als so etwas wie eine kleine Filiale der SG Bad Soden gelten. Alleine im letzten Spiel (2:1 bei Baunatal II) standen in der Startelf von Spielertrainer Radek Görner mit Ilker Dapar, Torwart Dogus Albayrak, Kapitän Edin Hasanagic und Adam Agovic vier Akteure, die in der Vergangenheit das Trikot der SG Bad Soden übergestreift hatten und für die zum Teil die Bornwiese sogar die sportliche Kinderstube darstellt. Wechsel in die Gegenrichtung gibt es aber auch: So etwa kehrte Spielgestalter Samet Degermenci 2012 nach einem Intermezzo in der Kali-Gemeinde nach Bad Soden zurück.
„Trotzdem gehen wir dieses Spiel genauso an wie jedes andere. Sollte der eine oder andere ein wenig motivierter sein, nehmen wir das aber gerne mit“, erklärt SG-Trainer Sead Mehic. Sein Fokus liegt vielmehr darauf, dass der Mitaufsteiger eine mehr als achtbare Saison spielt. Der SV Neuhof hat seine jüngsten vier Auftritte allesamt siegreich gestaltet – darunter die Kantersiege gegen den SV Weidenhausen (6:0) und bei der SG Schauenburg (4:0). „Wir haben Respekt vor dem Gegner“, merkt Mehic infolgedessen an, macht jedoch auch mit Nachdruck deutlich: „Wir wollen gegen Neuhof unser Spiel durchdrücken und wieder unsere spielerischen Stärken demonstrieren.“ / cap
TSV Lehnerz II - KSV Hessen Kassel II (Sonntag, 15 Uhr)
TSV-Coach Marco Lohsse hat keine guten Erinnerungen an das jüngste Duell gegen die Zweitvertretung des KSV Hessen Kassel. Im April diesen Jahres schickten die Junglöwen die Osthessen mit 1:7 nach Hause und sorgten für die höchste Pleite in der Ägide Lohsse. "Da haben wir in einer ähnlichen Situation wie heute gesteckt. Am Sonntag werden wir mit dem letzten Aufgebot antreten, vor einem halben Jahr war es das allerletzte Aufgebot", berichtet Lohsse, der eine neuerliche Pleite natürlich verhindern möchte und die Favoritenrolle an die Nordhessen abgibt.
"Kassel hat eine sehr gute Mannschaft, die gespickt ist mit Spielern aus der Regionalliga wie Jens Wörner oder René Ochs. Wir hingegen haben ausschließlich junge Spieler und können derzeit die Verletzung von unserem Mannschaftskapitän Dennis Sorg (Verdacht auf Kreuzbandriss, Anm. d. Red.) einfach nicht auffangen. Daher würde ich ein Unentschieden im Vorfeld sofort unterschreiben", so der TSV-Coach. Dazu stehen hinter Paul Hohmann und Michael Scholz (beide angeschlagen) noch Fragezeichen. "Hinzu kommt, dass auch unsere erste Mannschaft derzeit mit Personalproblemen zu kämpfen hat. Das macht es für uns natürlich nicht leichter", weiß Lohsse, der am Wochenende den Spielern die Chance geben möchte, die in den vergangenen Wochen etwas zu kurz kamen. / les
SV Steinbach - SVA Bad Hersfeld (Sonntag, 15 Uhr)
Nach der tollen Aufholjagd vor Wochenfrist bei Hessen Kassel II, als der SV Steinbach aus einem 0:3 ein 3:3 machte, herrscht beim Team von Trainer "Kalle" Müller beste Stimmung. "Dieses Spiel wird uns für die Saison unheimlich viel geben. Die Mannschaft hat gesehen, dass wir selbst gegen einen starken Gegner wie Hessen Kassel II, einen Drei-Tore-Rückstand aufholen können", freut sich Müller, der aber gleichzeitig vor Bad Hersfeld warnt.
Nach einem holprigen Saisonstart kamen die Festspielstädter zuletzt immer besser in Fahrt. "Wir dürfen Asbach auf keinen Fall unterschätzen. Sie haben drei der letzten fünf Spiele gewonnen und Spitzenreiter Schwalmstadt mit 3:1 geschlagen", lobt Müller den Gegner und fordert seine Mannen auf, dass schnelle Umschalten des SVA über Sebastian Schuch, Bekim Mustafi und Christian Pfeiffer in den Griff zu bekommen. "Wir dürfen nicht zu euphorisch spielen", macht Steinbachs Coach klar, der noch um den Einsatz von Florian Münkel (Außenband wohl überdehnt) bangt. "Da auch Petr Kvaca mit einer starken Rippenprellung ausfällt, müssten wir unseren 57-Tore-Sturm aus der Vorsaison ersetzen. Das wäre natürlich alles andere als glücklich." / les


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