Verbandsliga: Kvaca bis 2018, Münkel bis 2017

SV Steinbach macht Nägel mit Köpfen

04. November 2014, 06:00 Uhr

Florian Münkel hat fast schon romantisch anmutende Gründe für die Vertragsverlängerung. Foto: Charlie Rolff

29 Tore haben Florian Münkel und Petr Kvaca in dieser Saison bereits geschossen. Und Verbandsligist SV Steinbach darf sich noch eine Weile länger an den derzeit besten Torjägern der Liga erfreuen. Denn das Duo verlängerte langfristig. Münkel bis 2017, Kvaca gar bis 2018.

Vor allem Münkels Gründe sind nicht mehr alltäglich:„Es gibt Kids, die mit 25 Jahren schon zehn Vereine hinter sich haben. Da stehe ich einfach nicht drauf. Ich als Auswärtiger halte Steinbach die Stange und das wird auch honoriert. Es bringt mir ja nichts innerhalb der Verbandsliga für ein paar Euro mehr zu wechseln. Und Angebote von höherklassigen Vereinen hatte ich nicht.“ Einzig Dominik Weber vom Hünfelder SV habe bislang konkret angefragt. Für Münkel, 16-facher Torschütze, seien es gerade die Verantwortlichen um Hugo Kochanski, die dem 24-Jährigen, der aktuell seine siebte Verbandsliga-Serie für Steinbach spielt, die nötige Wertschätzung entgegenbringen.

Zudem verfolgt Münkel ein Ziel: „Thomas Böckner hält den Vereinsrekord mit 154 Toren für die erste Mannschaft. Ich stehe bei rund 100. Wenn es so weiterläuft, dann kann ich das schaffen, dann spricht man in 20 Jahren noch über mich.“ Münkel will Spuren hinterlassen, hat aber auch klare Vorstellungen für die Zukunft:„Wir müssen in der Breite noch etwas besser aufgestellt sein, das hat mir der Verein aber auch zugesichert.“

Bei Kvaca, der schon für Grebenhain, Flieden und Eiterfeld in Osthessen spielte, sind die Beweggründe etwas andere. Er fühle sich wohl, habe hier mit der Familie eine schöne Wohnung, insgesamt passe einfach alles. Dass beide Stürmer aktuell hervorragend harmonieren, bestätigen sie obendrein sehr gerne.

Kochanski ist über die langfristigen Bindungen logischerweise hocherfreut „Wenn man so ein Sturmduo hat, das so prächtig harmoniert, dann ist es natürlich schön, dass es verlängert. Und auch ein Lohn für unsere Arbeit.“ Wenn es nach Kochanski geht, dann hängt auch Trainer Kalle Müller eine weitere Serie dran.

Autor: Johannes Götze