Verbandsliga: Steinbach lässt sich erneut nicht unterkriegen

Schon wieder 4:2 nach 1:2 / Kvaca verletzt

30. August 2015, 16:27 Uhr

Julian Rohde erwischte einen starken Tag. Foto: Charlie Rolff

Die Parallelen sind schon erstaunlich: Wie schon gegen Weidenhausen am Mittwoch hat der SV Steinbach auch gestern gegen den TSV Lehnerz II einen 1:2-Pausenrückstand noch eindrucksvoll zu einem 4:2-Sieg umgebogen.

Spielt so der kommende Meister? Das zu sagen, dafür ist es gewiss noch zu früh im Saisonverlauf. Dennoch, es ist schon beeindruckend, wie der SV Steinbach dieser Tage allen Widrigkeiten trotzt. Erneut 1:2 zur Pause hinten? Ein starker gegnerischer Schlussmann, der reihenweise Chancen vereitelt? Nach Petr-Kvaca-Verletzung zehn Minuten in Unterzahl? Alles kein Problem.

„Am Ende hat wohl die Erfahrung den Unterschied gemacht“, brachte es nach Abpfiff der Lehnerzer Trainer Marco Lohsse auf den Punkt. Denn die Steinbacher spulten konsequent ihr Programm runter, ließen sich auch von den zwei Gegentoren durch Marek Weber (11., 37.) nicht aus der Fassung bringen – Julian Rohde hatte jeweils die passende Antwort parat (30., 49.). „Das frühe Gegentor in der zweiten Hälfte war wohl der Knackpunkt“, schätzte Lohsse. Eiskalt nutzten die Steinbacher in dieser Phase ihre Chancen und sorgten so für den umjubelten Erfolg. Erstmals in Führung brachte die Elf von Karl-Josef „Kalle“ Müller Petr Kvaca, der eine Flanke von Steffen Trabert über die Linie drückte (60.). Alles klar machte dann Sascha Schleinig (68.). „Wir haben nicht umsonst gegen den Tabellenführer gespielt“, adelte Lohsse den Gastgeber zunächst, um anschließend gar zu orakeln: „Vielleicht haben wir ja heute gegen den kommenden Meister verloren?“

Von solchen Gedankenspielen wollte sein Gegenüber Kalle Müller natürlich nichts wissen: „Es kann so schnell etwas passieren“, sagte der 53-Jährige und spielte damit auch auf die Verletzung von Petr Kvaca an. Der Steinbacher Top-Torjäger (sechs Treffer) musste in der Schlussphase aufgrund einer Oberschenkelverletzung raus. „Wenn es gut läuft, fehlt er uns 14 Tage“, hofft Müller auf eine glimpfliche Diagnose. Für den SV-Coach war diese Verletzung aber auch die einzig negative Nachricht an einem Nachmittag, an dem seine Mannschaft ihm erneut vielFreude bereitet hatte: „Diesen Lauf wollen wir jetzt natürlich mitnehmen“, sagte er angesichts von 16 Punkten aus den ersten sechs Spielen und fordert: „Wir müssen klar im Kopf bleiben und weiterhin in jedem Spiel ans Limit gehen.“

Steinbach: Motzkus; Trabert, F. Wiegand, M. Wiegand, Münkel, Paliatka, Schleinig (70. van Leeuwen), Fladung (46. Petrasch), Kvaca, Terentew, Rohde (79. Ludwig).
Lehnerz II: Kaiser; Say, Weldetnsae (65. Tekleyes), Pecks, Jordan, Sorg, Balzer, Sarvan, Hohmann (81. Sternstein), Weber, Faulstich (49. Gaul).
Schiedsrichter: Pascal Loschke (Kassel). Zuschauer: 300. Tore: 0:1 Marek Weber (11.), 1:1 Julian Rohde (30.), 1:2 Marek Weber (37.), 2:2 Julian Rohde (49.), 3:2 Petr Kvaca (60.), 4:2 Sascha Schleinig (68.). / wich

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