Verbandsliga: „Work Hard, Play Hard, Hessenliga“

Borussen haben es geschafft

06. Mai 2015, 21:51 Uhr

Marcel Trägler darf es sich schmecken lassen. Hochverdient ist er mit Borussia Fulda Meister geworden. Foto: Ralph Kraus

„Work Hard, Play Hard, Hessenliga“ prangerte es von den Fuldaer Meistershirts, als die große Sause direkt nach Abpfiff ihren Anfang nahm. Wobei das nicht ganz stimmt: Denn eigentlich begann die Meisterparty bereits mit dem Anpfiff. Denn der Borussia merkte man von der ersten Minute die Lust an, unbedingt schon in Mengsberg den Titel klar machen zu wollen. 3:0 (1:0) hieß es am Ende für die Barockstädter.

Der Ligaprimus zerlegte die Schwälmer nach allen Regeln der Kunst, ließ aber vor dem Wechsel mehr als ein halbes Dutzend Chancen liegen. Pech hatte Marius Müller, der zunächst einen Freistoß an die Latte ballerte (16.) und dann mit einem Schuss an die Unterkante der Latte scheiterte (39.). Weitere dicke Möglichkeiten wie die beiden von Marcel Trägler gab es reihenweise. „Das war heute im wahrsten Sinne eine meisterliche Leistung. Ich bin so stolz auf die Mannschaft, wie ich schon die ganze Saison unglaublich stolz war, wie wir das durchgezogen haben“, freute sich Trainer Oliver Bunzenthal.

Seinem „Boss“ Markus Röhner merkte man die Freude über den zweiten Titel am Stück ebenfalls an. „Wir haben zwei tolle Jahre hinter uns und werden auch in der Hessenliga ein super Team stellen. Mehr als zwei Verstärkungen wird es aber nicht geben. Das reicht aus“, so der Hauptsponsor, der nochmal verdeutlichte, „dass wir als Verein wieder super dastehen und uns um die Zukunft erstmal keine Sorgen machen müssen.“

Sechs Jahre hat es gedauert, nun meldet sich Borussia Fulda erstmals seit 2009 wieder zurück in der Hessenliga. Endgültig vorbei sind die grauen Zeiten, in denen der Traditionsverein über die Dorfplätze der Region tingeln musste. “Für mich ist es die vierte Meisterschaft bei Borussia, eine als Spieler, die dritte im Trainerstab”, frohlockte Torwarttrainer Harry Link. Meister der Verbandsliga wurde die Borussia zuvor 2006 unter Henry Lesser und 1990 unter der Regie von Jürgen Krawczyk. 1984, als man ebenfalls in die Hessenliga (damals noch Oberliga Hessen) aufstieg, schaffte die Borussia den Sprung unter Bernd Zimmer in der Relegation.

Nun haben sich auch Spieler wie Dennis Müller ein Denkmal in der Johanisau gesetzt. Sein Wechsel von Hünfeld zum SCB hat sich gelohnt. “Auch, weil es innerhalb der Mannschaft stimmt.Wenn es mal weniger gut lief, dann hat uns der Trainer wieder motiviert. Es war ein super Jahr für uns”, so Müller.

Nach einem kurzen “Anfeiern” am Mengsberger “Engelhain” ging die Party im Bus in die nächste Phase. Runde drei wurde dann im Vereinsheim mit einem gemeinsamen Essen eingeläutet, ehe es zum Abschluss Richtung Innenstadt ging. “Ich weiß nicht, ob ich das ganze Programm schaffe”, kapitulierte Trainer Oliver Bunzenthal schon mal vorsichtshalber auf dem Weg zum Bus.

Mengsberg: Nikocevic; Krähling, Dingel, Schmidt, Möller (77. G. Hainmüller), M. Kleinmann, Fischer, Frydrych (64. Sekmen), Fidan, Reitz, Dorfschäfer.
Fulda: Wolf; Dennis Müller, Schad, Krause, Dimitrijevic (82. König), Jaksch, Jonathan Müller, Reith, Marius Müller, Poredski (77. Schersadeh), Trägler (64. Schirmer)
Schiedsrichter: Sascha Bauer (Fritzlar). Zuschauer: 250. Tore: 0:1 Matija Poredski (8.), 0:2 Mark Jaksch (46.), 0:3 Matija Poredski (56.). / kr

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